27. Juli 2006 Trotz steigender Renditen in den meisten Geschäftsbereichen ist der Technologiekonzern Siemens im vergangenen Quartal leicht hinter den Erwartungen geblieben. Getrieben durch die Industriesparten nähert sich der Konzern den von Vorstandschef Klaus Kleinfeld angestrebten Renditen.
Der Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten belief sich auf 804 Millionen Euro, wie Siemens am Donnerstag mitteilte. Im gleichen Vorjahresquartal waren es noch 618 Millionen Euro. Der Überschuß habe sich in den Monaten April bis Juni gegenüber dem Vorjahr auf 792 Millionen Euro fast verdoppelt. Der operative Gewinn der Bereiche legte um knapp ein Drittel auf 1,28 Milliarden Euro zu. In einem insgesamt gestärkten Dax lag die Siemens-Aktie im frühen Handel als vorläufiger Tagesverlierer mit 63,10 Euro 2,1 Prozent unter dem Vortagesschlußkurs.
Kommunikationstechnik in den schwarzen Zahlen
Umsatz und Auftragseingang kletterten um jeweils 14 Prozent, vor allem wegen der hinzugekommenen Umsätze übernommener Firmen. Der Konzernumsatz habe 21,17 Milliarden Euro betragen, der Wert der Neuaufträge 22,44 Milliarden Euro.
Während die vor der Auflösung stehende Kommunikationstechniksparte Com mit einem Gewinn von drei (2004/05: minus 81) Millionen Euro in die schwarzen Zahlen zurückkehrte, blieb der IT-Bereich SBS deutlich in den roten Zahlen. Die Sparte dämmte ihren Verlust gegenüber dem dritten Quartal des Vorjahres um zehn Millionen Euro auf 99 Millionen Euro ein. Die Industriesparten wie Automation& Drives (A&D) und Industrial Solutions (I&S) steigerten hingegen ihre Gewinne und Umsatzrenditen deutlich.
Ergebnis auf Vorjahreshöhe angepeilt
Im gesamten Geschäftsjahr 2006 wollen wir trotz deutlich höherer Belastungen im Arbeitsgebiet Information und Communications und substantieller Veränderungen in unserem Geschäftsportfolio ein Ergebnis der fortgeführten Aktivitäten erzielen, das mindestens auf Vorjahreshöhe liegt, kündigte Siemens-Chef Klaus Kleinfeld an. Im vergangenen Jahr hatte die Kennzahl bei 3,06 Milliarden Euro betragen.
Die Analysten der Landesbank Rheinland-Pfalz (LRP) haben trotz der aktuellen negativen Kursreaktion ihre Empfehlung für die Siemens-Aktien nach der Veröffentlichung der Quartalszahlen mit Outperformer bestätigt.
Die vorgelegten Zahlen für das dritte Quartal des laufenden Geschäftsjahres lagen weitgehend im Rahmen der Erwartungen, teilte LRP-Analyst Thomas Hofmann am Donnerstag mit. Der Ausblick auf den weiteren Geschäftsverlauf ist unseres Ermessens sehr vorsichtig formuliert und sollte deutlich übertroffen werden können. Siemens halte sich hier bewußt Raum für weitere Vorsorgemaßnahmen offen, um die Zielerreichung im Frühjahr 2007 nicht zu gefährden
Text: Reuters
Bildmaterial: FAZ.NET, picture-alliance/ dpa
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| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.127,44 | -2,42 |
| TecDax | 761,19 | -4,17 |
| DowJones | 11.220,96 | +0,29 |
| Nasdaq | 2.255,88 | -0,14 |
| STOXX 50 | 3.185,83 | -2,72 |
| Nikkei 225 | 12.212,23 | -2,75 |
| S&P 500 Zert. | 12,28 | -3,08 |
| Euro/Dollar | 1,43 | +0,01 |
| Bund Future | 115,28 | +0,12 |
| Gold | 802,80 | +0,00 |
| Öl | 104,17 | -3,09 |