Druckmaschinenhersteller

Manroland will weitere 450 Stellen abbauen

Von Anton Jakob Weinberger, Offenbach

Derzeit deutlich weniger gefragt als vor Jahresfrist: Druckmaschinen von Manroland

Derzeit deutlich weniger gefragt als vor Jahresfrist: Druckmaschinen von Manroland

09. November 2009 Die Manroland Druckmaschinen AG will am Stammsitz Offenbach bis zum September 2011 weitere 450 Arbeitsplätze abbauen. Nach Angaben einer Sprecherin ist mit der Betriebsrat und der IG Metall ein Interessensausgleich vereinbart worden, der einen Stellenabbau in diesem Umfang vorsieht und vor allem über Abfindungen erfolgen soll.

Damit werde die Zahl der Mitarbeiter in Offenbach auf 1900 sinken, für den Ersten Bevollmächtigten der IG Metall, Werner Dreibus, „die untere Grenze“. Schon beschlossen wurde, in Offenbach, wo Bogendruckmaschinen hergestellt werden, 515 Stellen abzubauen.

Keine rasche Besserung der Geschäftslage erwartet

Laut Manroland-Sprecherin müssen in Offenbach von 2010 an aber auch betriebsbedingte Kündigungen in Betracht gezogen werden. Sie begründete den neuerlichen Stellenabbau mit dem niedrigen Auftragseingang. Demnach hatten die Aufträge im dritten Quartal einen Umfang von etwa 290 Millionen Euro, 37 Prozent weniger als im entsprechenden Vorjahresquartal.

Insgesamt sei der Umsatz in den ersten neun Monaten dieses Jahres verglichen mit 2009 um 32 Prozent auf 850 Millionen Euro zurückgegangen. Der weltweit zweitgrößte Hersteller von Druckmaschinen erwartet keine rasche Besserung der Geschäftslage.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa

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