Baustelle West LB: Der Steuerzahler muss ran

Finanzmarktkrise

Steuergeld zur Bankenrettung

Für die West-LB-Sanierung zahlt der Steuerzahler - und zwar in Gänze. Das ist schon jetzt klar. Aber werden die Bürger auch die IKB sanieren müssen? Bis Mittwoch laufen noch Krisengespräche. Von Holger Appel, Daniel Schäfer und Hanno Mußler

Lesermeinungen zum Beitrag

18. Februar 2008 17:27

15 Jahre Strafe für Zumwinkel?

Michael Meier (never1)

Zumwinkel hinterzieht 1 und zahlt 4, hier riskieren ähnlich hochbezahlte POLITIKER und Manager Miiliarden und ????????

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12. Februar 2008 14:43

Auffallend ....

Reinhold Eysel (Eysel)

... wie unterschiedlich in der "medialen Bearbeitung" einmal z.B. das groteske Mißmanagement von "öffentlichen Institutionen" wie West-LB und IKB, andererseits ein Mißmanagement bei "privaten" Institutionen behandelt wird. Eben K E I N Aufschrei des Protestes, wenn ( umgerechnet ) jeder Bürger von NRW letztlich mit ein paarhundert Steuer-Euro für das komplette, jahrzehntelange vielfache Versagen der Landesregierung bürgen soll, ANDERERSEITS ein Riesenaufschrei der Entrüstung, wenn "private" Institutionen AUCH Fehler machen. ODER, wenn sie in guten Jahren - anders als so gut wie alle Regierungen - für schlechte Zeiten Vorsorge treffen. Da scheinen Viele Menschen ( auch Journalisten ) den gleichen Vorgang - bei privat und bei öffentlich - mit sehr unterschiedlichem Maß zu messen.
Und dann höre ich immer wieder und immer lauter den Ruf nach dem Staat, der alle "Gerechtigkeits-Probleme" lösen soll. Mir kommt es so vor, als ob "der Staat" keine Probleme löst, sondern, dass er das Problem I S T.

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12. Februar 2008 12:14

Was bleibt denn außer einer Rettungsaktion übrig?

Walther Schmidt (silitoe)

Was passiert denn, wenn die Bankbilanzen, die ohnehin schon belastet genug sind, jetzt neuerlich Abschreibungen tätigen müssen. Die entsprechenden Kurse der Bankaktien fallen weiter, andere Branchen sinken mit, das hat weitere Abschreibungen auf die Aktienbestände der Banken zur Folge. Dann gerät die nächste Bank in Schieflage. Wie die Banken untereinander Geld verliehen haben, ist doch gar nicht absehbar.

Das Schlimme ist doch, wenn es eine kleine Bank ist, kann das System das vielleicht Schlucken. Wenn der Schaden aber zu groß wird, muss der Steuerzahler zahlen, damit das System nicht zusammenbricht. Hinsichtlich des Arguments, es würden andere gesellschaftliche Gruppen, Ziele darunter leiden, muss man daran erinnern, dass für das Wirtschaftssystem ein funktionierendes Bankensystem notwendig ist und sich ja alle in den guten Jahren über die Steuerzahlungen und den wirtschaftlichen Beitrag der Banken freuen.

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12. Februar 2008 11:09

Aus was besteht der Boden?

Uwe Bussenius (uwebus)

Zitat:
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Wann endlich begreifen die verantwortlichen Nieten im Nadelstreifen innerhalb der Politik eigentlich, das man Fässer ohne Boden nicht stopfen kann?
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Diese Nieten bilden doch den Boden und der ist stark aufsaugend! Schaun wir uns doch mal an, wohin unsere Volksvertreter sich verkrümeln, wenn sie die Parlamente verlassen, die hocken dann über die ganze Republik verstreut in den Führungsetagen von Krankenkassen, Energieversorgern, Sparkassen, Banken und sonstigen “öffentlichkeitsdienlichen“ Institutionen.

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12. Februar 2008 10:40

Qualität deutscher Banken

B. Keim (bkeim)

Deutschland war einmal mächtig stolz auf sich. Heute wo es dazu weniger Anlass gibt, sucht man die Fehler in der Regel nicht bei sich, sondern bei den anderen. Klar, die Krise in Amerika hat ihren Teil dazu beigetragen. Aber es gehören immer zwei dazu und hier allem Anschein nach deutsche Banken, die nicht in der Lage sind, die Risiken, die sie eingehen richtig einzupreisen. Getrieben von der Angst irgendeine Entwicklung auf den internationalen Kapitalmärkten zu verpassen, stürzt man sich voll Wagemut in irgendwelche Engagements, die man allem Anschein nach nicht so recht versteht, Hauptsache man ist dabei und kann mitreden. Ein teures Mitspracherecht.

Das Land mag zwar der Marktwirtschaft verpflichtet sein, vom Kapitalismus versteht es zu wenig. Ein Kapitalist ist ein Risktaker. Jemand der Risiken übernimmt muss aber in der Lage sein, diese jederzeit benennen zu können. Das ist eine Qualität, die ich hier vermisse.

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12. Februar 2008 09:37

Es ist schon eine Unverschämtheit...

Kai Bockelmann (KB63)

...mit welcher Selbstverständlichkeit Steuergelder dafür verwendet werden, die Unfähigkeit von Bankenmanagern zu kaschieren. Welche Daseinsberechtigung hat eine Bank, die durch angebliche und vor allem hochbezahlte Experten in den Abgrund geführt wird? Geht alles gut, streichen sie satte Prämien ein. Sollen sie doch im Falle der Fehlspekulation jetzt zur Kasse gebeten werden. Aber mitnichten! Es gibt ja noch den Steuerzahler, der dafür geradesteht. Erklärt das mal dem Hartz 4-Empfänger! Ich muß leider sagen, daß eine IKB oder WestLB am Markt keine weitere Daseinsberechtigung haben. Jedes Privatunternehmen hätte längst Insolvenz anmelden müssen und wäre von der Bildfläche verschwunden. Aber bei IKB und WestLB werden Unsummen Steuergelder in Fässer ohne Boden gesteckt ohne eine erkennbare Spur, davon jemals etwas wiederzusehen. Aber mit fremdem Geld verschwendet es sich ja einfacher. Wer bürgt denn dem Steuerzahler gegenüber, daß die Steuermilliarden zurück gezahlt werden?

Auf jeden Fall hat sich bei denen, die mit Steuergeldern nur so um sich werfen noch nicht die Weisheit durchgesetzt, die da lautet:

"Wenn du feststellst, daß du ein totes Pferd reitest, steig' ab."

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12. Februar 2008 09:22

IKB weitere Akt

franz ruf (luchs2)

Der Konzergeschäftsbericht die IKB lässt an Klarheit und vorausschauendem Handeln von Vorstand, Risksmanagement, Liquiditätssteuerung, Einhaltung der aufsichtsrechtlichen Vorschriften (Basel II inkl.) nichts zu wünschen übrig. Alles Makulatur, es hapert schon bei der trivialen Addition der eingegangenen Liquiditätsrisiken ect. , die Mängel sind erdückend. (Wie wurden wohl die Kunden beraten? )Gleichzeitig stehen die Chancen gut, dass sich die Vorstände und der Aufsichtsrat Ihrer Verantwortung entledigen. Die Presseerklärung vom 20.7.2007 Subprime kein Thema, als krasse Fehlinformation für die Aktionäre, nur durch die Beweisumkehr zu bekämpfen, dann viel Glück, interne Memos des Riskmanagements, Bilanz-u.Rechnungswesen sind unter Verschluss. Alles messerscharf am Rande der aufsichtsrechtlichen Legalität vorbeigezirkelt. Wer sich als Aktionäre betrogen fühlt, wir vom neuen IBK Management freundlich zur Musterklage aufgefordert. Da zeigt sich doch der Neuanfang der IKB , von Unrechtsbewusstsein oder zu den Fehlern stehen keine Spur. Wer sitzt noch am längeren Hebel? Ein massiver Skandal für den Aktionär.

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12. Februar 2008 08:54

Steuergelder zur Bankenrettung

Silvia luckgei (luckgei)

Banken sind schon wichtiger als Kinder, deshalb müssen sie mit Steuergeldern gefördert werden.

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12. Februar 2008 08:34

Aufhören

Peter Sommer (psommer)

Mit jedem Blick in die Nachrichten steigt heute der Blutdruck in ungesunde Höhen. Wir, die zahlende Bevölkerung, werden veräppelt, ausgebeutet, verblendet, manipuliert und ruiniert.

Jeder kleine Abteilungsleiter in einem mittelständischen Unternehmen trägt bei einem vergleichsweisen Hungergehalt tausendmal mehr Verantwortung, als die uns regierenden und ausbeutenden Dummköpfe.

P.S.: Mit Dr. Siegfried Luther finden wir natürlich mal wieder einen Aufsichtsratsmitglied von Bertelsmann - den Totengräbern von Demokratie, Freiheit und Arbeitnehmerinteressen. Und mit Dr. Linssen unseren NRW-Finanzminister, der sich im Rahmen der West LB Affäre ein unzerstörbares Denkmal der Inkompetenz geschaffen hat (stellvertretend für H. Steinbrück und andere wirtschaftspolitische "Koryphäen".

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12. Februar 2008 07:39

Zu wenig Gesetze in Deutschland?

Los Närgli (lma666)

Wir haben wohl bald ein Gesetz, daß den Einsatz von Kaminöfen ohne Filter regelt, aber es scheint noch keiner auf die Idee gekommen zu sein, ein Gesetz gegen die Verschwendung von Steuergeldern zu verabschieden.

Wie kann es sein, daß eine deutsche "Mittelstandsbank", die überwiegend staatlich finanziert und gestützt ist, mehr als das Doppelte ihres Börsenwertes "zur Rettung" braucht? Wo waren da der Aufsichtsrat, die Großaktionäre (überwiegend Banken), die Bafin...? Wieso kann ein soclhes Institut derartige Risiken eingehen, ohne das das bemerkt wird? Wo war hier die vielgeforderte Transparenz á la Basel "?
Würde ein "normaler" Unternehmen sich sowas leisten und an der Börse notieren, wäre ihm ein Verfahren wegen Anlagebetrugs wohl sicher, von den Einzelklagen der Aktionäre mal ganz zu scheigen.
Dass jetzt die Bürger für die Inkompetenz irgendwelcher Hobby-Bänker aufkommen sollen, setzt dem Ganzen die Krone auf.

Leider ist die Chance dafür, dass auch echte Konsequenzen folgen, recht gering.

Aber damit hat man zumindeste eine Erklärung für die nächste Abgabenerhöhung....

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11. Februar 2008 23:38

IKB, WestLB, SachsenLB - Milliarden versiebt

Jens Leschmann (SV-Leschmann)

Etliche Milliarden € sind schon in diese Fässer ohne Boden hineingeschaufelt und versiebt worden. Alles unter dem Aspekt der "Rettung des Finanzplatzes Deutschland".

Der Steuerzahler dient ja als wunderbarer Rettungsanker für ignorante, bodenlos größenwahnsinnig gewordene Banker.

Wann endlich begreifen die verantwortlichen Nieten im Nadelstreifen innerhalb der Politik eigentlich, das man Fässer ohne Boden nicht stopfen kann?

Hätte man von vornherein die viel gepriesenen und hoch gelobten "Selbstreinigungskräfte" des Marktes angewandt, dann hätte es einen großen Knall gegeben - und die Suppe wäre längst ausgelöffelt.

Denn es hilft verdammt wenig, wenn man unter diese Fässer ohne Boden ein Sieb hält - oder sollte man unter das Sieb vielleicht noch ein Netz spannen?

MfG. J. Leschmann
Kreditsachverständiger

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11. Februar 2008 23:34

Wer sind die Eigner der Kredite und Anleihen auf der Passivseite der IKB Bilanz?

Bernd Hoefel (hoefel)

Die Aktien der IKB sind effektiv wertlos, soweit sich das auf das laufende Geschaeft bezieht. Die ca. 5 Euro Restwert der Aktie ergeben sich alleine aus der Zahlungsfaehigkeit der deutschen Steuerzahler und der Unverfrorenheit der Politiker diese zur Kasse zu bitten. Wirtschaftlich gesehen ist eine Kapitalerhoehung fuer die Aktionaere unrentabel, da sie zuerst die Kreditgeber vor Ausfaellen schuetzt, die im Falle einer Insolvenz einen Teil der Last zu stemmen haetten. (Bei negativem Eigenkapital waeren die Aktiva der IKB in einer Liquidation billiger zu erwerben als ueber eine Kapitalerhoehung). Also: wer sind diese Kreditgeber der IKB und warum verdienen sie es, auf Kosten der Steuerzahler beguenstigt zu werden?

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11. Februar 2008 22:26

Machen wir doch mal Ernst

Chris Heidrich (Rockwilder1979)

Nun dreschen Politiker doch schon seit einiger Zeit auf erfolgreiche Manager (Ackermann und Co) ein, weil diese zu viel verdienen. Im Umkehrschluss muss doch das heissen, dass man erst recht auf schlechte Manager eindrischt (die auch viel Geld erhalten, dies aber noch lange nicht verdienen). Also: Verantworliche feuern ! Und wo bleibt denn die so lange geforderte Managerhaftung ?
Seien wir doch mal bitte konsequent ! Hier wird öffentliches Geld verbrannt und keiner will es gewesen sein ! So nicht !

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11. Februar 2008 21:45

48 Milliarden € Verbindlichkeiten bei West LB??

Michael Meier (never1)

Die weltweit im Spiel befindlichen "schlechten" Kredite können doch nicht alle von insolventen amerikanischen Häuserbauern kommen und die sind doch wohl auch nur teilweise komplett insolvent.
Scheinbar ist die Zeit gerade günstig, alle Bilanz-Leichen in Kredtpapier verpackt auf den Tisch zu bringen. Derzeit wird das von Banken und Versicherungen fast erwartet, Aufschrei und Börsenreaktion sind nach ein paar Wochen vergessen und die Verluste passen nach guten Jahren schön in die Steuerbilanz. Im IDealfall findet man noch einen dummen Stuerzahler/Minister, der die übelriechenden Kreditleichen übernimmt und beerdigt.

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