Luftfahrt

Neues Angebot im Tarifkonflikt bei der Lufthansa

09. Juli 2008 In den festgefahrenen Tarifstreit bei der Lufthansa ist am Mittwoch Bewegung gekommen. Das Unternehmen kündigte vor der vierten Gesprächsrunde ein verbessertes Angebot an. Es gebe keinen Grund für einen Streik, sagte Personalvorstand Stefan Lauer nach Angaben einer Sprecherin.

Nach dem neuen Angebot sollen die Gehälter der rund 50.000 Beschäftigten am Boden und in der Kabine in zwei Schritten um insgesamt 6,7 Prozent angehoben werden, wie eine Sprecherin mitteilte. Zusätzlich würde einmalig ein Prozent eines Jahresgehalts gezahlt. Die Laufzeit des Vertrages soll 21 Monate bis Ende Februar 2010 betragen.

„Letzte Chance“

Zuvor hatte Lufthansa 5,5 Prozent in zwei Schritten bei 18 Monaten Laufzeit angeboten. Dies hatte die Gewerkschaft Verdi als deutlich zu wenig abgelehnt. Verdi war mit einer Forderung von 9,8 Prozent mehr Geld bei 12 Monaten Laufzeit in die Verhandlung gegangen.

Der Verhandlungsführer der Gewerkschaft Verdi, Erhard Ott, sprach kurz vor Beginn der Gespräche abermals davon, dass Lufthansa nun eine „letzte Chance“ habe. „Wenn es sich nicht lohnt zu verhandeln, dann werden wir nicht ewig um den heißen Brei herumreden“, sagte Verdi- Sprecher Harald Reutter. Dann könne es zu Streiks kommen. Am späten Vormittag begannen beide Seiten in einem Frankfurter Hotel die vierte Verhandlungsrunde.

Die Gespräche finden unabhängig von den Verhandlungen für Piloten der Lufthansa-Töchter statt. Hier hatten die Piloten am Montag mit einem ganztägigen Streik massive Flugausfälle verursacht. Auch Verdi hatte bereits mit Warnstreiks den Flugplan der Lufthansa erheblich durcheinandergewirbelt.



Text: DPA
Bildmaterial: AP

 
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