Stolperte über die Schmiergeldaffäre: Ex-Siemenschef Klaus Kleinfeld

Führungspositionen

Heiße Vorstandsstühle

Kleinfeld musste bei Siemens gehen, Pischetsrieder bei VW und die Telekom trennte sich von Kai-Uwe Ricke. Noch nie war die Fluktuation in den Chefetagen so hoch. Warum immer mehr Konzernlenker um ihre Jobs bangen.

Lesermeinungen zum Beitrag

23. Mai 2007 15:24

"Kleinfeld"

Maximilian Hintergräber (Drhg)

Den Abgang Kleinfelds mit Bestechungsfällen zu begründen, ist in hohem Masse ungerecht, unfair und justiziabel. Außerdem ist es ein Schaden für das Unternehmen, dass er in der kurzen Zeit seines Wirkens als CEO mit außerordentlichen Erfolg geführt hat. Bei etwas subtilerer Betrachtung,also auf der Grundlage intelligenten Journalismus, könnten Sie doch auch durchaus Gründe für seinen Rauswurf in Betracht ziehen, die z.B. etwas mit Machtstreben der Drahtzieher im Aufsichtsrat zu tun haben könnten.
Warum z.B. lastete man Herrn v.Pierer alleine die Misere an, obwohl er ja schon Jahre zuvor alles zur Aufklärung unternahm, die anderen Hauptaktionäre im Aufsichtsrat dagegen, ebenfalls für ihre Tätigkeit gut entlohnt, waschen sich ihre Hände nicht nur in Unschuld, sondern spielen sich nun als jene Saubermänner auf, die das Unternehmen retten wollen!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
23. Mai 2007 13:02

@Juergen Klinger

Jens Muche (yahel)

Sie sprechen mir aus der Seele.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
23. Mai 2007 09:15

Es hat den Anschein

Kabur Kabari (hamkon)

als ob wir einer Neo-Sozialismusierung entgegenschreiten.

Heute erleben wir eine Managementkultur, die sich auf Theorien, Visionen, Konzepten, Modellen und Annahmen stützt und die Bezüge zur Realität gehen verloren.

Planung ist alles, so scheint es. Aber eben doch nur auf einer nicht-operativen Ebene. Kapitaloptimierung ist zum Zauberwort geworden, so wie wir es aus den Etagen von GOSPLAN kannten, als eine theoretische Produktionsoptimierung ohne Bezug auf die Realität zur Doktrin erhoben worden war.

Geld schafft keinen Mehrwert. Nur Produktion schafft einen Mehrwert.

Das mag sich wie eine Binsenweisheit anhören, ist aber der Schlüssel zum Verständnis der Tatsache, dass die Vertreibung aus den Vorstandstraumländern in immer schnelleren Zyklen erfolgt, weil die Differenz zwischen Wunsch und Wirklichkeit immer extremer und immer offensichtlicher wird.

Auch eine Methode, sich wieder der Realität anzunähern. Nur eben keine wirklich produktive und schon gar keine gesamtgesellschaftlich, also makroökononmisch
wertschöpfende.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 3 von 3 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche