Versicherungen

Wintersturm „Emma“ kostet rund 1 Milliarde Euro

07. März 2008 Der Wintersturm „Emma“ wird die Versicherungsbranche nach Einschätzung der Münchener Rück mit rund einer Milliarde Euro belasten. Der Großteil der versicherten Schäden entfalle auf Deutschland, aber auch Österreich sei betroffen, sagte ein Sprecher des weltweit zweitgrößte Rückversicherers am Freitag.

Damit trifft „Emma“ die Branche weniger stark als der Orkan „Kyrill“ vor gut einem Jahr. Er hatte die Branche mit rund 4,5 Milliarden Euro belastet, gut die Hälfte davonentfiel auf Deutschland.

Die Münchener Rück rechnet für sich mit einer Belastung von weniger als 100 Millionen Euro - gegenüber rund 450 Millionen für „Kyrill“. „Es wird vor Steuern ein mittlerer bis hoher zweistelliger Millionen-Betrag“, sagte der Sprecher. Vom Konkurrenten Hannover Rück gibt es noch keine Zahlen. Auch die Allianz hat noch keine Erkenntnisse. Die Gothaer rechnet für sich mit einem Schadenvolumen von 15 Millionen Euro.

„Emma“ hatte in Deutschland mindestens zwei Menschen getötet und erhebliche Verwüstungen angerichtet. In Österreich starben mindestens vier Personen, in Tschechien weitere zwei.



Text: Reuters
Bildmaterial: dpa