1,9 Milliarden Euro

BayernLB erwartet hohe Belastungen

13. Februar 2008 Die internationale Finanzkrise belastet die Bayerische Landesbank (BayernLB) mit rund 1,9 Milliarden Euro. Finanzielle Hilfen von seiten des Freistaates Bayern und der Sparkassen als Eigentümer seien aber nicht notwendig, teilte das Geldinstitut am Mittwoch nach einer Verwaltungsratssitzung in München mit. Die BayernLB liege „deutlich über den aufsichtsrechtlichen Mindest-Kapitalquoten“.

Aus dem Engagement in notleidenden amerikanische Immobilienkrediten ergeben sich der Bank zufolge Zahlungsausfälle in Höhe von 150 Millionen Euro. Darüber hinaus belastet die Finanzmarktkrise das operative Ergebnis mit 450 Millionen Euro durch Veränderungen des Marktwerts in den Handelsbeständen. Die Bank rechnet mit einer Erholung der Werte in der Zukunft, die sich dann wieder als Ertrag in der Gewinn- und Verlustrechnung niederschlagen werde.

BayernLB rechnet dennoch mit Gewinn im Jahr 2007

Die Bewertung der übrigen Wertpapiere führte zudem zu rechnerischen Buchwertminderungen in Höhe von rund 1,3 Milliarden Euro. Die BayernLB betonte, sie gehe davon aus, dass diese Wertpapiere ordnungsgemäß bedient werden und es zu keinen Zahlungsausfällen kommt.

Insgesamt erwartet die BayernLB-Gruppe für 2007 ein positives operatives Ergebnis von etwa einer Milliarde Euro. Es sei vorgesehen, an die beiden Eigentümer eine unveränderte Dividende auszuschütten. Man habe sich wegen verstärkter Spekulationen über die Belastungen der Bank durch die Finanzkrisen entschlossen, die Zahlen doch nicht erst am 28. April, sondern bereits jetzt mitzuteilen.



Text: ddp
Bildmaterial: ddp

 
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TecDax 516,75 -4,81
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