Adolf Merckle

Nach den Fehlspekulationen

Stillhalteabkommen für Adolf Merckle

Der schwäbische Unternehmer Adolf Merckle hat nach seinen mißglückten Spekulationen ein massives Liquiditätsproblem. Jetzt kann Merckle zunächst einmal aufatmen. 30 Gläubigerbanken verzichten zwei Wochen auf Klagen. Von Susanne Preuß

Lesermeinungen zum Beitrag

21. November 2008 05:39

Zum Beitrag von Frau Thiede

Ralph Pfeiffer (AmOfEco)

Warum regen Sie sich denn so auf, Frau Thiede? Erst hieß es doch nur, Herr Merckle habe 1 Milliarde bei Spekulationen mit VW-Aktien verloren. Im Artikel heißt es jetzt, dass die Expansion seines Imperiums durch Kredite finanziert wurden und als Sicherheiten wurden teilweise Aktien hinterlegt (In welchem Umfang??). Bekanntlich sind die Aktienwerte im freien Fall. Damit besitzen die hinterlegten Sicherheiten für die Banken nur noch einen Bruchteil des ursprünglichen Wertes, was bedeutet, dass die vergebenen Kredite an das Merckle-Imperium im Konkursfall von den Banken als Verluste verbucht werden müssen. Dementsprechend sind die beteiligten Banken bemüht, besonders in der derzeitigen Finanzkrise, den Schaden zu begrenzen. Und das Merckle-Imperium ist ganz bestimmt kein Einzelfall, bei dem der Ausfall eines Steinchens ein ganzes Finanzierungskunstwerk zum Einsturz bringen kann. Was meinen Sie, wieviel von den astronomischen Reichtümern, die Otto Normalverbraucher bisher sprachlos machten, sich in Zukunft noch in Luft auflösen werden, weil sie nur in den Bilanzen als fiktive Zahlenwerte existierten?

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20. November 2008 22:42

Verluste werden sozialisiert

Karin Thiede (karin140)

Das kann doch alles nicht war sein. Da verzockt Herr Merckle und braucht jetzt frisches Geld. Weil wohl politisch nicht duchsetzbar bekommt er zwar keine Landesbürgschaft. Aber er bekommt einen "Notkredit" der Landesbank Ba-Wü (LBBW). Also nicht nur eine eventuell einlösbare Garantie sondern echtes Geld in für Otto Normalverbraucher schwindelerregender Höhe. Und laut Handelsblatt freut sich der Landesvater. Seltsam ist abei nur, das die LBBW ebenfalls laut Handesblatt frisches Kapital braucht und Oettinger die Landesbank stützen will. Dazu sollen auch Mittel aus dem Bankenrettungsplan des Bundes in Anspruch genommen werden. Das heisst doch, dass die LBBW selbst kein Geld hat wg. Spekulation und nun einem anderen Spekulanten aus der Patsche hilft. Ob die LBBW das Ged jemals wiedersieht ist zweifelhaft. Dabei Hat Oettinger, ebenfalls laut Handelsblatt verkündet, die LBBW solle sich auf ihre "Kernkompetenzen" besinnen und u.a. für die Finanzierung des Mittelstandes da sein. Dieses Geschaft mit Merckle gehört sicher nicht dazu. Trotzdem freut sich der Landesvater.

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