Banken

Auch Helaba bei der WestLB im Gespräch

Von Manfred Köhler

20. September 2007 Bei der Neuordnung der Landschaft der Landesbanken in Deutschland wird womöglich auch die Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) eine Rolle spielen. Nach Informationen der F.A.Z. wurde den Investmentbankern, die sich als Berater mit der Zukunft der WestLB befassen, aus Hessen signalisiert, die Helaba stehe für den Fall zur Verfügung, dass ein „Partner“ für das Düsseldorfer Kreditinstitut gesucht werde. Es sei „das Interesse bei den Investmentbankern hinterlegt“ worden, ist zu hören. Eine Sprecherin der Helaba war am Donnerstag zu einer Stellungnahme nicht bereit.

Die Zukunft der durch Fehlspekulationen in Schwierigkeiten geratenen WestLB ist offen, nachdem eine Fusion mit der Landesbank Baden-Württemberg vorerst nicht zustande gekommen ist. Zuletzt war zu hören, der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Jürgen Rüttgers (CDU) führe Gespräche mit verschiedenen Investoren, um deren Interessen an einem Kauf der Beteiligung des Landes an der WestLB in Höhe von 38 Prozent auszuloten.

Die BayernLB war vor wenigen Tagen Spekulationen entgegengetreten, sie wolle die angeschlagene Düsseldorfer Bank kaufen. Auch dort fiel aber das Wort „Partnerschaft“: In Betracht komme lediglich die „partnerschaftliche Erarbeitung von gemeinschaftlichen Lösungen“, hatte es ohne weitere Erläuterung aus München geheißen.



Text: F.A.Z.
Bildmaterial: F.A.Z. - Wonge Bergmann