Der Auftrag steht schon länger auf der Kippe

Pentagon schreibt Milliardenauftrag neu aus

Schwerer Rückschlag für EADS

Der amerikanische Verteidigungsminister Gates hat nach Boeings erfolgreicher Beschwerde entschieden, dass der ursprünglich an den europäischen Konzern EADS vergebene „Jahrhundertauftrag“ für die Lieferung von 179 Tankflugzeugen für die Luftwaffe im Umfang von 35 Milliarden Dollar neu ausgeschrieben wird. Von Roland Lindner, New York

Lesermeinungen zum Beitrag

10. Juli 2008 08:39

Das Land der unbegreiflichen Möglichkeiten

Steve Schuster (PreSize)

Es war doch klar... Die amerikanische Luftwaffe bestellt bei einem europäischem Flugzeugbauer? Pffff... NIEMALS! Hier wird schön der Preis gedrückt. Und natürlich nicht zu vergessen... Mal wieder schön die Technik kopieren. Im Bereich der Industriespionage sind sie meiner Meinung nach hinter China die 2. Weltmacht!

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10. Juli 2008 08:30

Tankflugzeuge sind für die Kampfflugzeuge im Kriegseinsatz da

Jan Skalski (Skalski)

Unabhängig davon, wie man sich um das „saubere“ Vorgehen bei den Vergaben in den USA sorgt, gäbe es einen ähnlichen Fall in Europa (Lieferung der Antriebseinheiten für den A400 M aus Nordamerika vor ca. 2 Jahren), gäbe es einen Aufschrei bis zum Himmel und übelste Beschimpfungen in Richtung unserer transatlantischen Freunde. Darüber hinaus dienen diese Tankflugzeuge der US-Militärmaschinerie und den so sehr durch die friedliebenden (West-)Europäer verhassten US-Kriegen, an den die Europäer doch Geld zu verdienen versuchen. Tankflugzeuge sind bekanntlich für die Kampfflugzeuge im Kriegseinsatz da. Da die Westeuropäer, vor allem die Deutschen, Franzosen sich für die größten Friedensstifter halten (GröFaZ – größter Friedensstifter aller Zeiten) dürfte ich mir diese Unterstützung der US-Kriegsmaschinerie nicht vorstellen. Heuchelei der Deutschen und der Franzosen ist die einzige Erklärung.

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10. Juli 2008 08:23

@ Herr Breuer

J.A.H. A (JulianAy)

... schade auf der einen Seite. Allerdings sieht man, wo so eine Vetternwirtschaft hinfuehrt. Gruesse, JAy

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10. Juli 2008 07:47

Hintenvorn

St. Koch (Pensacola)

Das es in Amerika ab gewissen Summen automatisch nur noch Inlandswettbewerbe gibt, hätte sich die EADS aber auch gleich denken können. Dennoch war es gut das die EADS sich beteiligt hat. Erstens haben wir in Europa nun einen eigenen, besseren und dadurch global konkurrenzfähigen "Tanker" auf Airbusbasis und zweitens konnte man das zwielichtige Geschäftsgebaren unserer "amerikanischen Partner" in Europa endlich mal so richtig öffentlich wahrnehmen. Ein herber Schlag für EADS aber ich denke, nun habens auch die verstanden, die im April 08 noch ungläubig den Kopf schüttelten, als amerikanische Gerichte deutsche Patente in den USA für ungültig erklärten weil es amerikanische Nachahmer nunmal besser können als die deutschen Erfinder. Wo Amerika ist, da ist eben auch immer "vorn"und wenn Amerika "hinten" ist - ist eben hinten "vorn".

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10. Juli 2008 00:08

mit dem Dollarverfall sind die chancen extrem gesunken

stefan pauly (stefano2051)

also einfach seinlassen und es sich merken.

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09. Juli 2008 23:21

trotz aller ...

Frank Geiser (geiser123)

... Schiebereien wird es Boeing nicht leichtfallen diesen Auftrag an sich zu reissen. Im Vergleich schlaegt das EADS Produkt die Konkurrenz um Laengen. Mag es Reichweite sein, Spritverbrauch etc.

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09. Juli 2008 22:16

Alles war nur ein genialer Schachzug...

Andreas Breuer (IUSTINUS)

um sowohl den Preis zu drücken, als auch das Unternehmen aus dem eigenen Lande zu bevorzugen. Es ist bestimmt auch kein Zufall das bei 192 bestellten A380 kein einziger von einer Gesellschaft aus den USA bestellt wurde. Dort bestellt man patriotisch, das ist Amerika heute. Schade

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09. Juli 2008 21:35

Übliches Verfahren bei diesen Summen

norbert doerre (ndoerre)

Jeder, der in dieser oder ähnlcher Branche tätig ist, weiß bereits in der Grundausbildung, daß Aufträge solchen Volumens zunächst einmal einer Ausschreibung unterliegen, die nach außen so aussieht, als würde der Zuschlag dann auch wirklich dem billigsten Anbieter erteilt. Doch ist es EADS von Beginn an klar gewesen, daß sie niemals einen Auftrag seitens der U.S. Regierung erhalten hätten, weil die erste Ausschreibung in diesem Fall nur dazu benutzt wurde, den Preis der Fa. Boing zu drücken. Wird also nochmals ausgeschrieben und ausgewertet, dann wird Boing selbst dann der Zuschlag erteilt, wenn die Firma geringfügig teurer ist; falls EADS bereits jetzt an sein Angebotslimit herangegangen wäre, hätte die EU-Firma keine Chance, bei neuer Ausschreibung konkurrenzfähig zu sein. Für die nächste Ausschreibung zählt neben dem Preis zusätzlich das flexible Argument des aktuellen Stands der Technik, indem die Kriterien zuvor an die Parameter von Boing angepaßt werden. Schließlich ist Boing jetzt der Angebotspreis bekannt. Die technische Qualität wird ohnehin nach Auftragserteilung verhandelt.

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09. Juli 2008 20:27

Völlig richtige Retourkutsche aus Amerika

Rudolf Neuber (r.neuber)

Wenn sich Deutschland einen Kanzler namens Schröder erlaubt und einen Außenminister namens Fischer und zuläßt, daß beide im Namen Deutschlands sich verbal gegen die USA austoben und den Amerikanern die Partnerschaft verweigern, dann kann es nur folgerichtig sein, wenn Amerika sich für diese Art ordinären Antiamerikanismus mit gleicher Münze konsequent bedankt. Ich hatte sofort nach Bekanntgabe der Zuteilung des Milliardenauftrags an Deutschland vorausgesagt, daß dieser Auftrag nicht zustande kommt und zwar genau weil Schröder die Partnerschaft mit Amerika mit Füßen getreten hat. Leider wird es nicht die einzige Konsequenz sein, die Amerika gegen Deutschland zieht, da sozialistische Grüße seitens eines SPD-Kanzlers mit dem Verschwinden von Schröder nicht vergessen werden. So langsam wird es Zeit, daß die SPD auch aus der Regierungskoalition verschwindet, denn mit Leuten vom Schlage eines Schröder lassen sich keine Blumentöpfe gewinnen.

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09. Juli 2008 20:02

Verständliche Entscheidung

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Angesichts der ausgesprochen feindseligen Haltung gegenüber dem Pentagon während der letzten Jahre sollte man wohl kaum erwarten, dass man vom Pentagon dafür mit einem 22-Milliarden-Auftrag noch belohnt wird.

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09. Juli 2008 19:17

nun,

Joe Public (PublicJoe)

ist das wirklich eine Überraschung? Damit war zu rechnen. Im übrigen läuft es in Deutschland auch nicht anders. Z.B. bei prestigeträchtigen, grossen Bauvorhaben in Deutschland. Da wird so lange neu ausgeschrieben, bis der gewünschte Kandidat, meist einer der letzten 2,3 verbliebenen grossen Generalunternehmer, die Submission gewinnt. Es geht sogar noch schäbiger, siehe Ausschreibung der neuen Stuttgarter Strassenbahn... So läuft das eben.

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