
Also Inflation bedeutet doch nicht Preissteigerung, sondern Geldmengenausweitung! Teuerungsrate und Inflation ist NICHT dasselbe - das sollten auch FAZ-Redakteure endlich einmal wissen. Jeder Kaufmann lernt es richtig.
Inflation - BiP = Preissteigerungsrate. DAS ist die klassische Inflationsberechnung (die Berufsschule lässt grüßen).
Und die liegt derzeit bei ca. 9% in der €-Zone!
Seit 2002 hat der € nach dieser Berechnung also rund 50% an Kaufkraft verloren - was den NICHT subjektiven Eindruck des Großteils der Bürger wiederspiegelt!
Der derzeitige Warenkorb unterschlägt die Energiekosten - einer der Hauptpreistreiber der letzten Jahre...
Der Verweis auf deflationäre Tendenzen im Elektronikbereich ist auch lächerlich - diese Artikel werden bekanntermassen in Ländern wie China hergestellt. Diese Entwicklung ist vorallem den künstlich niedrig gehaltenen asiatischen Währungen zuzurechnen - und das wiederum ist einer der Gründe für sinkende deutsche Reallöhne...

Thomas Frieling schrieb:
"Der Euro wurde bereis 1999 engeführt. Rechnungen konnten unbar seit diesem Termin in Euro bezahlt werden. 2002 folgte nur noch die Umstellung des Bargelds, was aber keinen Einfluß auf den Geldwert hat."
Ich finde es interessant, wie die Einführung des "Bargeldes" 2002, die nur als Formalität anzusehen war, den Wert des Euros doch beeinflüßte. Monetäres Phänomen?

Herr Müller schreibt:
"Allein schon die Umstellung von DM auf Euro hatte 2001 eine sofortige Inflation im Einkaufswagen von 25% (selbst ausgerechnet). "
Der Euro wurde bereis 1999 engeführt. Rechnungen konnten unbar seit diesem Termin in Euro bezahlt werden. 2002 folgte nur noch die Umstellung des Bargelds, was aber keinen Einfluß auf den Geldwert hat.
Jeder, der sich beschwert, die Pizza wäre 2002 schlagartig teurer geworden, muß sich alleine die Frage gefallen lassen, warum er dem Wirt, der ihm diesen Preis nannte, nicht etwas gehustet hat.
TF

Die Empfindung ist subjektiv und deshalb sowohl richtig als auch falsch.
Erstens reicht EIN einzelner Warenkorb in einer Gesellschaft, wo 10% der Bevölkerung 50% des Kapitalvermögens besitzen, zur repräsentativen Darstellung der Bedürfnisse nicht aus.
Zweitens verfälschen schwer gewichtete Posten den Warenkorb. Ein Drittel ist Wohnen. Es macht deshalb schon einmal einen Unterschied, ob man Single,
Mieter oder Eigentümer ist. Ein bezahltes und selbsbewohntes Haus wird perse nicht teurer, Mieterhöhungen sind gesetzlich reglementiert. Lediglich die Finanzierung wurde u.U. sogar preiswerter. Für den der baut oder instandsetzt wird's teurer. Wenn man sich trennt (die Singehaushalte boomen) wird das Wohnen - gefühlt - extrem teurer.
Damit verbleiben 70% des Warenkorbs. Verkehr wurde teurer, geht aber nur zu 13,9 % ein. Dies bedeutet eine Erhöhung um 0,50 EUR wird nur mit 0,0695
EUR berücksichtigt. Bei der Pizza sind es von 1 EUR gerade einmal ca. 5 Cent. Und so geht es fort. Also ist es klar, daß die Statistiker richtet rechnen, es aber
an der Verfeierung für jeden einzelnen Typ (Single oder Familie, arm oder reich, usw.) fehlt. Zum Schluß ist niemand geholfen.

Sie ist nicht stabil, sie ist in dem besten der Fälle starr, in der Regel inflationistisch, aber mal gleichzeitig deflationistisch. Sie ist in Widerspruch mit einer Politik des neutralen Geldes, in der Geld nur tauschmittel sein soll und die Preise sich möglichst frei vom Einfluß des Geldes entwickeln sollen. Wir erleben es täglich: Preise werden fast nur teurer, die Qualität sinkt, manche Produkten und Leistungen rentieren sich nicht mehr und verschwinden, man soll täglich mehr arbeiten, und das trotz großem technischen Fortschritt, der in die entgegengesetzte Richtung Druck macht. Es ist nicht meine Erfindung, es steht in den alten Lehrbüchern: Warum ignorieren die großen und starken Volkswirte die Lehrbücher?

Danke Frau Ruitenberg... Genau das habe ich gemeint. Aber hatte keine so lebensnahen Beispiele zu bieten. Merci!

Niemand bezweifelt die redlichen Bemühungen der Berufsstatistiker um eine solide Berechnung einer "durchschnittlichen" Inflationsrate. Niemand sollte aber auch bezweifeln, dass es bei diesen Warenkorb orientierten Berechnungen um ein BerechnungsMODELL handelt, das nur einen Annäherungswert an die inflationäre Realität bietet. Auch den Bundesstatistikern ist seit langem klar, dass z.B. für Rentnerehepaare und Familien mit Kindern im unteren Einkommenssegment der aktuell ausgewählte Warenkorb bzw. die Gewichtung der einzelnen Elemente nicht repräsentativ ist. Es würde mich nicht wundern, wenn bei entsprechenden Berechnungen für solche Gruppen die Inflationsrate bis 100% höher sein.

Mit 50 Euro vom Geldautomat komme ich ohne Wandlung meines Lebensstils nicht halb so lange hin wie vorher mit 50 DM, und habe dafür immer weniger bekommen. Entschuldigung, aber Unterhaltungselektronik kann ich nicht essen.
Die Pizza zu damals DM 7 kostet heute mindestens Euro 6,50. Was ist bitte daran gefühlt, wenn ich sage, ich muss das Doppelte hinlegen dafür?
Als wir 2003 unseren Diesel kauften, bewegte sich der Liter um die 78 Cent. Jetzt fast 1,20. Was ist daran bitteschön gefühlt? Jeden Euro, den ich allein für Wohnen, Heizen, Fahren ausgebe (zur Arbeit, alles andere schränkt man ja schon ein, wo es nur geht), in Abgaben ohne Ende und in private Vorsorge, in die ich jeden 10er, der übrig bleibt, stecke, fehlt mir anderswo. Alles steigt und steigt und steigt. Was nützt mir da ein Mobilfunktarif, der irgendwo gefallen ist?
Der Warenkorb ist vollkommen unrealistisch.

Über Jahrhunderte war der Goldpreis die Messlatte.
Jeder Fürst konnte noch so viel Papiergeld drucken wie er wollte, über die Golddeckung war er gezwungen, der Papierdruckerei Einhalt zu gebieten.
Das Papiergeld konnte jederzeit in Gold zurückgetauscht werden.
Hier der London Fix Goldpreis:
19.10.2007: 534,95 EUR
Vergleich zum Vorjahr: 19.10.2006: 474,23 EUR (+12,80%)
Vor 3 Jahren: 19.10.2004: 335,08 EUR (+59,64%)
Selbst eine Stadtverwaltung von Herrenberg (deM politischen Startplatz unseres Bundespräsidenten Horst Köhler) schreibt zur Eröffnung der neuen Schülermensa im Amtsblatt:
Alle Bauleistungen wurden Anfang 2006 ausgeschrieben, heute müßten wir 20 % mehr zahlen.
Die Inflation wird vom Staat kleingeschrieben, denn er ist der größte Infaltiongewinner. Mit der Abgeltungssteuer auf Wertzuwächse kann er mit 25% an der Inflation profitieren. Über die kalte Progression steigen unerkannt die Steuersätze und Einkommensteuereinnahmen. Und als größter Schuldner werden bei ihm die Schulden wertlos.

Mich beunruhigen diese Zahlentricksereien, die im eklatanten Widerspruch zur erlebten Realität eines Durchschnittsverdieners stehen.
Sie werden Folgen haben:
1. Jene, die unter dem - vollkommen offensichtlichen - Preisanstieg leiden, werden mehr und mehr extremistischen Polterern zuneigen, die ihnen einreden , dass es keine Meinungsfreiheit gäbe und Statistiker und Presse sowieso nur Lügen verbreiten, die im Dienste des Kapitals (im Falle der extremen Rechten wäre dann natürlich noch ein Adjektiv vor dem Wort "Kapital") stünden.
2. Jene, die nicht davon betroffen sind, bzw. den Anstieg gar nicht wahrnehmen oder ev. vom Preisrückgang bei Gütern profitieren, in deren Genuss der Kleinverdiener nie kommen wird (und die zwangsläufig ind diese Statistik reingerechnet sein müssen), werden immer mehr abheben. Also den Kontakt zur Lebensrealität der Schlechtergestellten verlieren und daher den Zeitpunkt verpassen, um etwas Gegensteuer zu geben. Murrer würden als plumpe Agitatoren und Populisten in die "Vernachlässigbar"-Schublade gesteckt, da schliesslich gem. Statistik alles okay ist.
Es wäre den Verantwortlichen dringend zu empfehlen, sich über das Zustandekommen der Zahlen und diese Wahrnehmungsdifferenz Gedanken zu machen.

Ich halte, ganz subjektiv, überhaupt nichts von Panikmache und bin, ebenso subjektiv, der Meinung, dass es uns in Deutschland in jeder Hinsicht ausgezeichnet geht. Ohne irgendwelche Vergleiche mit anderen Ländern bemühen zu wollen, bin ich der Meinung, dass es Deutschland niemandem wirklich schlecht geht. Und wenn ich mir die Heerscharen der Konsumwilligen in den überall hingeklotzten Einkaufszentren ansehe, finde ich das bestätigt.
Dennoch bin ich, ganz subjektiv, der Meinung, dass mit der Einführung des Euro unverschämt drastische Preissteigerungen vorgenommen wurden. Dafür benötige ich keine Statistik. Dafür genügt der Gang in den Supermarkt, zum Bäcker, in das Bekleidungsgeschäft. Da bin ich Verfechter der 1:1-These und denke, dass jeder, der das abstreitet, nicht wirklich auf den Cent achten muss.
Denn es gilt: der gefühlte Preis ist niedriger als der tatsächliche.

Woher haben einige die Information die Milch sei nur geringfügig teuerer geworden. Schauen diese Leute nicht auf die Rechnung beim Einkauf? Die günstige Buttermilch kostet jetzt 37 Cent statt 29 Cent und die Milch 69 Cent statt 59 => 27,6% Inflation bei Buttermilch und 17% bei Milch. da man täglich ein Glas (0,25l) trinkt = 53,84 € bisher jetzt 62,96 € im Jahr für Milch pro Kopf = Familie mit 4 Kindern = 36,49 € im jahr Mehrausgaben ALLEIN für Milch. Wenn einer richtig aufgepasst hat sind alle Produkte im Supermarkt vom O-Saft über Fleisch, Hygiene, Wein etc. um ähnliche Prozentsätze gestiegen. Wir sprechen hier von einer Steigerung im zweistelligen Bereich innerhalb eines Jahres. Allein schon die Umstellung von DM auf Euro hatte 2001 eine sofortige Inflation im Einkaufswagen von 25% (selbst ausgerechnet). Allein diese zwei Steigerung machen 40% Inflation innerhalb von 6 Jahren! 2000 hat die selbe Milch noch 69 Pfennige gekostet, jetzt ist der Betrag gleich, die Währung anders. Nur die Gehälter werden immer noch zuerst (psychologisch geschickt von den Arbeitgebern) in DM dann in EU umgerechnet. Fazit: Somit verdient heute (2007) ein Ingenieur soviel wie ein einfacher Fließbandarbeiter in 2000, und was verdienen die Arbeiter heute?

Aus meiner Rentner-Sicht (unveränderte Einkommenssituation) sieht das anders aus:
Einkommen 2000: 28.318 – 1938 EKST = 26.380 Euro/a
Einkommen 2006: 28.470 – 952 EKST = 27.254 Euro/a
Differenz + 3,3%
Kranken- und Pflegeversicherung für 2 Personen sind davon dann abzuziehen.
Jetzt kann ja mal jemand die Erhöhung der Sozialabgaben sowie die akkumulierte Inflation von 2000 – 2006 zusammenrechnen, dann weiß er, warum den Leuten langsam die Luft ausgeht.
Uwe Bussenius

Früher war etwas wie ein Schimpfwort gegen eine Währung, sie als Indexwährung zu bezeichnen.

Unterhaltungselektronik hatte im Jahr 2006 einen Umsatz, der ca. 2% der Arbeitnehmerentgelte entspricht. (Zahlen: Stat. Bundesamt, GFU)
Auch wenn viele den Warenkorb kritisieren, in diesem Punkt entspricht er der Konsumrealität in Deutschland. Ein Blick in die Elektronik-Aldis und diese Zahl wird schichtübergreifend bestätigt.

Die DM-Euro -Anpassung (nach unten) scheint mir im Warenkorb wohl (absichtlicn-dasist ja schon eine Weile her) nicht mehr berücksichtigt zu sein.
Eine Kleidungsstück,das früher 60 DM kostete,kostet jetzt 60 Euro,ein AUto,das früher 30.000 DM gekostet hat ,kostet jetzt 30.000 Euro,der Cappucino,der früher 3,50 DM gekostet hat,kostet jetzt 3,50 Euro .
Nein,das ist keine Einbildung von jemandem,der in der Vergangenheit stecken geblieben ist und ja,das gilt für nahezu alle Waren im Warenkorb.

Um es mal deutlich zu sagen: Selbst wenn die Milch 40% mehr kosten sollte als vor einem Jahr, heißt das nicht, dass die Lebensmittelpreise um 40% steigen. Und es heißt schon gar nicht, dass die Verbraucher dann 40% weniger Geld in der Tasche haben, wie manche zu scheinen glauben.
Es besteht also kein Grund zur Panik. Dafür sind z.B. die Mobilfunkkosten in den letzten Jahren erheblich gesunken.
Inflation ist ein Paradies für Boulevardmedien und Politikerdemagogen, und Schuld daran ist die mathematische Unterbelichtung vieler Zeitgenossen.

Unterhaltungselektronik braucht man überhaupt nicht und Computer selten, aber die drücken die so festgelegten Inflationsrate. Das mit der "gefühlten" Inflation ist deshalb zynisch. Man sollte eher von einer "erwürfelten Inflationsrate" sprechen.
Andererseits ist die Deckung der Grundbedürfnisse in Deutschland immer noch sehr billig. Zwar sind die Heizkosten gestiegen, aber die Mieten in den letzten Jahren kaum oder gar nicht, in vielen Gegenden sogar gesunken. Das macht einen großen Teil der Ausgaben aus. Für Nahrungsmittel geben auch Geringverdiener nur einen kleinen Teil des Einkommens aus, und sie sind billig, wenn man mal mit den Nachbarländern vergleicht. Selbst wenn die Milch ein paar Cent teurer wird, bringt das niemand in Schwierigkeiten.
Was jeden trifft sind die ständig steigenden staatlichen Zwangsabgaben, von der GEZ bis zur Müllgebühr. Hier könnte sich die Politik betätigen statt Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu belehren.
Nachdem Autos für 30.000 Euro und mehrere Urlaubsreisen im Jahr immer noch Standard sind und selbst in Haushalten mit niedrigem Einkommen immer noch genügend Geld für Bezahlfernsehen, Video und Zigaretten, kann die Lage jedoch insgesamt nicht so schlecht sein.

Die Experten haben immer noch nicht begriffen, dass es darum geht was im Portemonai ist. Und da ist nicht mehr drin.
Bis auf wenige Waren kostet fast alles DM = EURO.
Eine Hose die sonst DM 79,70 kostete, kostet heute 79,90 EURO. Und zwar bei höherer Rationalisierung und Kostensenkung. D.h. die Gewinne sind satt gestiegen.
Die Inflation kommt jedenfalls nicht von den Löhnen. Sie kommt vom Öl und von den Immboilien und von der Börse. Denn Überall hier ist der Anstieg der Werte nur spekulationsbeding und nicht leistungsbedingt.
Deswegen sollten alle, die nur über Inflation schreiben, sich aber nicht selbst davon betroffen fühlen, uns nicht ein X für ein U vormachen wollen

Und zum Abendessen irgend 'ne andere Unterhaltungselekronik!
Natürlich befinden sich in dem Warenkorb noch andere Artikel, aber auf die kann man größtenteils verzichten.
Nur unsere Lebensmittel, die wir täglich benötigen, müssen wir immer teurer bezahlen. Die Tankfüllung wird immer kostspieliger und von den "Preisexplosionen" bei Strom, Gas und Heizöl möchte ich gar nicht erst reden.
Und wenn der Dollar zukünftig wieder steigt, passt sich die tatsächliche Inflation sehr schnell der >Gefühlten< an.

Es muss eine tatsächliche Hsyterie sein, wenn die Mehrheit eines Landes vom teuereren Leben redet. Oder ist es doch wahr?
Das Technologie-Produkte günstiger wurden liegt in der Natur der technologischen Entwicklung oder umgekehrt, gegenwärtige Angebote sind sehr schnell veraltert. Um für neuere Produkte Lagerflächen zu schaffen werden die alten Waren im Nachgang günstiger, mit Rabatten, verkauft.
Nun, sieht es bei den alltäglich gekauften Gütern genauso aus? Die Antwort kennen auch die Statistiker.
Eine weitwinklige Betrachtung gibt eher die Antwort auf die erste Frage.

Wie stark bei dem einzelnen die "gefühlte" Inflation ankommt, hängt nicht zuletzt von dessen Einkommen ab. Für Menschen mit geringen Einkommen ist die Teuerungsrate in der Regel beträchtig, da sich die unteren Einkommenschichten kaum erhöhen bzw. seit Jahren rückläufig sind.
Wegfall des Weihnachtsgeldes, Urlaubsgeldes sind hier keine Seltenheit. 3% sind für solche Menschen eine Menge Geld.
Hier von gefühlt zu sprechen ist blanker Hohn!

Sicher spielen bei der Wahrnehmung der Inflation viele psychologische Effekte eine Rolle. Trotzdem muss man bedenken, dass Produkte, deren Preise stärker steigen (wie Energie) als es bei anderen der Fall ist (wie Telekommunikation), damit automatisch ein höheres Gewicht bei der Berechnung der Inflationsrate bekommen müssten (schließlich muss man dafür dann einen größeren Anteil am Haushaltseinkommen aufwenden). Diese Berücksichtigung erfolgt natürlich auch, aber immer nur nachlaufend. Korrekterweise müsste man einmal ausrechnen, wie groß dieser Effekt werden kann.

Der Bundesverband Deutscher Banken sollte sich besser um seine eigene Angelegenheiten kümmern. Z.B. darum, teure Zockereien a la Subprime, die mit öffentlichen Mitteln entschärft werden müssen, zu unterbinden. Hier wäre eine Warnung der Gewerkschaften in Richtung Bankenverband, bei seinen Mitgliedern auf mehr Qualität bei den Vorstandsressourcen zu achten, viel angebrachter.

Beim Thema "Warenkorb" wird immer wieder gerne "vergessen", daß man in "schlechten Zeiten" auf einiges aus diesem Korb verzichtet, auf anderes eben nicht verzichten kann.
So ist es mir in wirtschaftlich schlechten Zeiten egal, ob z.B. Elektronik-Artikel oder Möbel günstiger geworden sind, wenn Mieten, Öl und vor allen Lebensmittel sich dafür erheblich verteuert haben. Auf letztere kann man nämlich, im Gegensatz zu Unterhaltungselektronik oder einem neuen Sofa einfach(er) verzichten.
Wenn man die "lebensnotwendigen" Sparten dann mal etwas höher gewichtet oder gar die anderen ganz raus nimmt, kommen ganz andere Inflationszahlen raus, und die sind insbesondere für Menschen mit geringem Einkommen eher relevant.
letztendlich ist auch die diese Statistik eben genau das: Eine Statistik, und denen sollte man nur trauen, wenn man sie selbst gefälscht hat.