25. März 2008 Die Bayerische Landesbank könnte nach Ansicht der Ratingagentur Moody's doppelt so viel Geld durch die Subprime-Krise verlieren, wie bisher angekündigt. Es sei möglich, dass sie bis zu 3,8 Milliarden Euro abschreiben müsse, teilte die Agentur am Dienstag in London mit. Bisher hatte die Bayern LB Abschreibungen in Höhe von von 1,9 Milliarden Euro bekannt gegeben. Sprecher Peter Kulmburg erklärte, die Entscheidungen von Ratingagenturen kommentiere man grundsätzlich nicht.
Moody's prüfe eine Herabstufung des Finanzstärke-Ratings der Münchener Landesbank, das derzeit bei C- liegt, teilte die Agentur am Dienstag mit. Die Bayern LB hat die Belastungen aus der Krise für 2007 auf 1,9 Milliarden Euro beziffert. Anfang dieses Jahres haben die risikobehafteten Papiere in ihrem Portfolio aber weiter stark an Wert verloren.
Strukturierte Wertpapiere in einem Volumen von 32 Milliarden Euro
Ingesamt hat die Bayern LB strukturierte Wertpapiere in einem Volumen von 32 Milliarden Euro in den Büchern, mehr als vier Milliarden Euro davon haben nach Angaben von Moody's mit schwach besicherten Immobilienkrediten (Subprime) zu tun. Ohne Maßnahmen zur Stärkung des Kapitals oder zur Senkung der Risiken in der Bilanz könnten die befürchteten Verluste die Kapitalausstattung unter die für ein C-Rating typischen Schwellen sinken lassen, erklärte die Ratingagentur. Eine Herabstufung wäre aber auf eine Stufe beschränkt.
Von einer Herabstufung bedroht sind auch die Genussscheine (Aa3) und die Tier-1-Wertpapiere der Bayern LB Capital Trust (A1). Eine mögliche Senkung des Finanzstärke-Ratings würde das Ausfallrisiko für diese Papiere erhöhen, erklärte Moody's. Dagegen wurden die Ratings für erstrangige unbesicherte (Aa2) und für nachrangige Verbindlichkeiten (Aa3) bestätigt.
Text: FAZ.NET
Bildmaterial: ASSOCIATED PRESS
Konjunkturprognosen sind besser als ein ![]()
Liechtenstein-Affäre: Für Selbstanzeige noch immer nicht zu spät“
Keiner produziert mehr Autokennzeichen als er
Reaktionen auf die Entscheidung: Untergang am Samstag um 15.30 Uhr
Kartellrechtsforscher kritisieren Entscheidung zur Bundesligavermarktung
| Name | Punkte | Prozent |
|---|---|---|
| Dax | 6.440,70 | -1,46 |
| TecDax | 721,58 | -3,36 |
| DowJones | 11.349,28 | -2,43 |
| Nasdaq | 2.280,11 | -1,97 |
| STOXX 50 | 3.354,58 | -0,97 |
| Nikkei 225 | 13.603,31 | +2,18 |
| Euro/Dollar | 1,57 | -0,02 |
| Bund Future | 110,94 | +0,75 |
| Gold | 927,10 | +0,59 |
| Öl | 124,98 | -1,22 |
