26. Mai 2006 Volkswagen stockt im Zuge des geplanten Personalabbaus einem Zeitungsbericht zufolge die Abfindungen für Beschäftigte auf, die den Konzern freiwillig verlassen. Das Abfindungsangebot, das bislang nur von einigen hundert Mitarbeiter angenommen worden sei, sei erheblich nachgebessert worden, berichtete die Hannoversche Allgemeine Zeitung (HAZ) am Freitag unter Berufung auf Unternehmenskreise.
Wer schnell unterschreibe, könne im Extremfall 250.000 Euro bekommen, hieß es in dem Bericht. Der Betriebsrat bestätigte laut der Zeitung ein neues Angebot, werde sich aber erst am Montag in einer Klausurtagung damit befassen. Volkswagen verfolgt bei seiner Kernmarke VW einen Sanierungskurs und hat in seinen sechs westdeutschen Werken bis zu 20.000 Arbeitsplätze in Frage gestellt, ein Fünftel der Belegschaft.
Kündigungen sind ausgeschlossen
Allein bis zu 14.000 Beschäftigte sollen in den nächsten Jahren in vorgezogenen Ruhestand gehen. Rechnerisch müßten sich so noch bis zu 6000 Mitarbeiter bereit erklären, mit Abfindungen auszuscheiden. Kündigungen sind durch den im November 2004 geschlossenen Tarifvertrag bis 2011 ausgeschlossen. Über Sanierungsschritte laufen Verhandlungen mit der Arbeitnehmervertretung.
Dem Zeitungsbericht zufolge ist das neue Abfindungsangebot vor allem für jüngere Mitarbeiter attraktiver geworden, die erst kurz im Betrieb arbeiten. Wer sich bis Ende September dazu entschließe, Volkswagen zu verlassen, erhalte einen Sockelbetrag von 48.000 Euro, eine Prämie für schnelles Ausscheiden und Zulagen, die vom Gehalt und der Dauer der Betriebszugehörigkeit abhängen. Gut Verdienende könnten nach als 30 Jahren bei VW auf 250.000 Euro kommen, schrieb das Blatt. Wer sich zwischen Oktober und Ende Dezember entscheide, bekomme noch 24.000 Euro plus Zulagen.
Text: Reuters
Bildmaterial: picture-alliance/ dpa/dpaweb
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