Vor allem Leiharbeiter in Leipzig betroffen

8000 BMW-Stellen weg - die IG Metall bleibt gelassen

Kurz vor Weihnachten müssen Tausende Beschäftigte von BMW um ihren Arbeitsplatz fürchten. 8000 Stellen will der Autokonzern im kommenden Jahr abbauen, um die Rendite zu steigern. Betroffen sind zuerst die Leiharbeiter im Werk Leipzig. Deshalb sieht die Gewerkschaft das gelassen. Die Börse reagiert positiv.

Lesermeinungen zum Beitrag

22. Dezember 2007 21:31

... passt zusammen:

Harald HEINZ (willer3)

diese Marke war bei mir immer schon auf der persönlichen schwarzen Liste:

Ob man nun BMW fährt, raucht, ohne auf andere Rücksicht zu nehmen, oder einen seine Umwelt nicht interessiert - das ist Alles irgendwie EINS und passt gut zusammen.

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22. Dezember 2007 17:08

Wenn ein im Grunde gesundes Unternehmen wie BMW ...

wolf haupricht (emilgilels)

......8.000,00 Stellen abbaut, die möglicherweise in Niedriglohnländern neu entstehen und BMW zuliefern werden, müssten die Rentenbeiträge + GKV für den Entlassenen durch BMW so lange getragen werden, bis der Betreffende wieder einen Vollerwerbsjob hat. Dafür könnte z.B. der Aktienmehrwert bei Bekanngabe der Entlassung von Arbeitnehmern herangezogen werden und als Messlatte dienen. Zumal ja der Aktiensprung höhere Rendite und Gewinn verspricht.
Zusatz:
Da viele Arbeitgeber 400,00 €- Mitarbeiter beschäftigen, um Sozialversicherungsbeiträge zu sparen, sollte ernsthaft erwogen werden, diese Arbeitgeber dazu verpflichten, eine Pauschale - gemessen an einem Durchschnittswert - in die Renten- und GKV einzuzahlen.
Ich glaube, dann würde mancher Arbeitnehmer dann doch voll beschäftigt werden.
Ein Versuch wäre es vielleicht wert.

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22. Dezember 2007 15:36

Die Gelassenheit der Gewerkschaften .. (Dänisches Modell)

K Zinser (klaus_zinser)

vielleicht ist es nun an der Zeit, die Gewerkschaften auch zu den Vertretern der Arbeitslosen zu machen und mit in die Verantwortung zu nehmen.

Dänemark zeigt wie es geht. Vor einiger Zeit kam auch in dieser Zeitung ein Bericht hierüber.

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22. Dezember 2007 11:57

8000 BMW-Stellen fallen weg!

Géza É. Harangozó (Harangozo)

Bei Stellenstreichungen wird häufig betont, es seien natürlich keinesfalls betriebsbedingte Kündigungen. Was bittesehr ist es denn sonst?

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22. Dezember 2007 09:51

8000 Stellen weg

heinz herzing (heinz48)

Was sollen denn diese kommentare.
<br> Auf dauer kann niemand ernsthaft vom Steuerzahler Subventionierte Arbeitzplätze zulassen.
<br> Man muss auch einmal offen aussprechen können was denn so alles schiefgelaufen ist.ZB 70% der Zuwanderer haben weder Schuhl noch Ausbildung.
<br>Aber von der Industrie Benötigt und von Politischen Marionetten Geholt.Jetzt wirds eng , für diese Menschen wird es weder heute noch morgen ausreichend Arbeitsplätze geben , das kann aber nicht heissen das der Steuerzahler für die
<br>Verbrechen der Vergangenheit bezahlt.
<br> Ohne Gewerkschaft keinen Bezahlten Urlaub Kündigunsschutz oder Lohnvortzahlung im Krankheitsfall , viele finden das Übertrieben und Schimpfen mit dem Cocktail in der Hand , 25 kg Übergewicht über diesen Standort Vernichtenden Umstand , weil jedem Arbeitgeber gefallen diese Sprüche ( die an dummheit kaum noch zu überbieten sind ).
<br> Lohndumping Kinderarmut Altersarmut Lehre Rentenkassen ( zur erinerrung der 1-1 Umtausch bei der wiedervereinigung wurde aus der rentenkasse bezahlt aber niemals zurückgezahlt ) sind ergebnisse einer Feigen Politik.
<br> Misstände und fehler aus der vergangenheit lassen sich Korrigieren , aber di

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21. Dezember 2007 22:36

BMW ist eine Produktionsfirma

Uwe Kleinschmidt (ruebergemacht)

und keine innovative Produktentwicklungsfirma. Mit anderen Worten, BMW sieht seine Kernkompetenz im Zusammenschrauben von Autos und effiziente Logistik, diese zum Endkunden zu bringen. Deshalb ist auch ein Produktionexperte CEO und nicht ein Marketing- oder Produktexperte (vergleiche Apple, Linde, usw.)
Ergo: Umsatzrendite ist die bestimmende Metrik, um solch eine Firma zu fuehren und Kosten der einzige Teil der Gleichung, an dem noch zu schrauben ist, da nicht ausreichend viele Leute bereit sind, fuer fehlende Innovation mehr auszugeben (die Kaufkraftdiskussion mal beiseite).

Wenn obiges richtig ist, wird der Trend so weitergehen und BMW neue Autos entwickeln, die sich einfacher zusammenbauen lassen , um dies in jedem Land der Erde machen zu koennen und Lohnkosten zu sparen. "the ultimate driving machine" oder deutsch bieder "Freude am Fahren" folgt der Logik aller anderen grossen Autohersteller.
Schade eigentlich, die Innovation wird wohl den kleinen ueberlassen, siehe Tesla, Loremo, usw. usf.
Bin gespannt.

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21. Dezember 2007 18:26

Tariflohn aber arbeitslos?

Carlo Sartorius (sartorius2)

Was nutzt die Vereinbarung von Tariflöhnen vom letzten Monat und der Anstieg der untersten Lohngruppe von 6.5 € auf 11.5 €, wenn in der Folge tausende Leiharbeiter den Job verlieren? Es kann nicht überraschen, wenn die Gewerkschaft sich dazu nur verhalten äußert.

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21. Dezember 2007 17:19

@Albert

harald schneider (asklepion)

ist doch eigentlich logisch. gerade die gewerkschaften wettern doch ständig gegen "zeitarbeiter, leiharbeiter und wie man sie sonst noch nennt", die sind gewerkschaftlich wenig organisiert und werden statt regulären vollzeitkräften zum abpuffern von kapazitätsspitzen eingesetzt. und dass der bayrischen igm der personalabbau in leipzig glatt am ar* vorbeigeht ist eigentlich auch verständlich, oder?

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21. Dezember 2007 15:04

Logische Konsequenz

Adrian Lakatos (adrianla)

Bestimmt werden jetzt alle Politiker und Talkshowmaster dies als Beispiel nehmen, um das negative im Shareholder value etc. zu kritisieren.

Dabei macht BMW nur den konsequenten Schritt eine globalen Players: investieren lohnt sich in Wachstumsmaerkte, also USA und Asien, wo sie unterrepresentiert sind bezw. starke Wachstumsraten zu erwarten sind.

Selbst in der EU wandert die Endfertigung richtung Osteuropa.

Frei nach Uli Hoenness "ich kann Google auch nicht verhindern, selbt wenn es mir nicht gefaellt".

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21. Dezember 2007 14:33

BMW tut was gegen den Fachkräftemangel

Hans Zimmer (uniter)

Wo in Deutschland Fachkräfte gefragt sind wie nie, da sorgt BMW endlich für den nötigen Nachschub am freien Arbeitsmarkt. Danke BMW! Entlassungsproduktivität ist ein schönes Wort.

<Ironie>

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21. Dezember 2007 13:45

Herr Thiele

Gerd Lehmann (Gerd_L)

Ich bin seit einiger Zeit Leiharbeiter (mit meinen 43 Jahren bekomme ich keine reguläre Arbeit mehr) ... und auch wenn manche politisch Oberkorrekte den Begriff "Zeitarbeitnehmer" daraus machen, bleibt es ein Ausbeuterjob, denn ich bekomme, trotz haargenau der gleicher Arbeit nicht die Entlohnung meines Kollegen der als fester Mitarbeiter beschäftigt ist ! Übrigens ist ja gerade BMW negativ bekannt wie sie mit ihren LEIHARBEITERN z.B. im Werk Leipzig umgeht ... gab ja div. Berichte darüber !

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21. Dezember 2007 11:37

Der korrekte Ausdruck lautet Zeitarbeitnehmer

Kai Thiele (thielekai)

Von der FAZ sollte man erwarten können, daß der korrekte Ausdruck "Zeitarbeitnehmer" anstatt dem von der SPD Linken Andrea Nahles und den Gewerkschaften "Leiharbeiter" benutzt wird.

Indem Frau Nahles immer wieder mit Brachialgewalt die Ausdrück "Leiharbeit" und "Leiharbeitnehmer" benutzt, beleidigt sie hunderttausende hochqualifizierter und motivierter Arbeitnehmer.

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21. Dezember 2007 11:22

Wieviel Minuten wird es dauern...

Harry Hain (zx10)

...bis die ersten bösen Kommentare aus Politik und Gewerkschaft erscheinen? "Menschen entlassen und die Börse jubelt" o. ä. etc. Neben einem zukünftigen Mindestlohngesetz wird es dann auch ein "Arbeitplatzerhaltungsgesetz" geben. Entlassungen werde dann verboten.
Ob jemand mal daran denkt, daß "dank" zurückgehender Kaufkraft (-> staatl. Zwangsabgaben) und notwendigem Sparnotwendigkeit für das Alter, zum Konsumieren nur wenig Spielraum bleibt? Da helfen auch keine verlängerten Ladenschlußzeiten. Und wenn Politiker mal wieder mehr höhere Löhne von den "bösen" Arbeitgebern fordern, dann tun sie dies doch nur, weil sie genau wissen, daß dadurch die Zwangsabgaben für den Staat steigen. Für die "begünstigten Arbeitnehmer" bleibt unter dem Strich kaum etwas übrig. Mich wundert es, daß diese Spirale seit Jahrzehnten funktioniert und es niemanden wirklich so aufregt, daß daraus endlich nachhaltige Konsequnzen gezogen werden. Das deutsche Wirtschaftswunder ist doch ehr darin zu sehen, daß trotz dieser Umstände Wirtschaftswachstum generiert wird. Wahnsinn! Andere Staaten und Wirtschaftssysteme wären wahrscheinlich schon längst bankrott.

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