
Man sollte doch einmal die Wut zurückhalten wenn man über Insolvenzen und Pleiten in Verbindung mit deutschen Recht spricht. Generell ist es richtig, das der Insolvenzverwalter nie die Position hat über das Schicksal des insolventen Betriebes komplett frei zu bestimmen. Unser Insolvnzrecht hat klare Richtlinien: So wird zum Beispiel eine Neuverschuldung generell ausgeschlossen. Das Menschen entlassen werden, Firmeninventar billig verkauft werden muss und das Luxusgut "Firmenwagen" an das Autohaus zurückgegeben werden, hängt damit zusammen das die Gläubiger möglichst viel aus der drohenden Pleite noch von ihrem Geld zurück haben wollen. Ich denke auch diese Handlung ist durchaus verständlich, wer verleiht schon gerne Geld und bekommt dann nichts zurück. Die Worte "Nepper, Schlepper, Bauernfänger" verbitte ich mir in diesem Falle. Mag es auch hart klingen, aber eine Insolvenz ist für den Juristen im Insolvenzrecht eine alltägliche Situation, mag sie auch noch so hart sein für den Betroffenen, da dieser mit seinem Privatkapital gehaftet hat und nun vor dem nichts steht. Ein Arzt muss sich schließlich auch nicht bei den Hinterbliebenen rechtfertigen warum er die Person nicht retten konnte - warum sollte es dann der Jurist tun?

mindestens 5 Fragezeichen an unser Insolvenzrecht gemacht?
99,9% der Deutschen hält einen Insolvenzverwalter für einen supernetten Menschen (meist Jurist), der nach "Leibeskräften" versucht, ein in Schwierigkeiten geratenes Unternehmen zu retten.
Hahahahaha! Da haben sich alle getäuscht!
Die Wirklichkeit heiß: "Nepper, Schlepper, Bauernfänger". Und das legalisiert!