Carel Halff, der Vorsitzende der Weltbild-Geschäftsführung gibt sich zurückhaltend was den Verkauf betrifft

Buchhandel

Ein anderes Weltbild

Die katholische Kirche ist der größte deutsche Buchhändler. Jetzt will sie sich von ihrer Weltbild-Gruppe trennen. Zu sehr kollidieren Geschäft und Glaube. Doch der Verkaufsprozess steht noch am Anfang; Holtzbrinck ist allerdings der Wunschkandidat. Von Marcus Theurer und Georg Giersberg

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Juli 2008 15:44

Die Glaubwürdigkeit steht auf dem Spiel

Johannes Hintzen (JohannesLeonhard)

Nicht zwischen theologischen und geschäftlichen Interessen liegt der Zwispalt. Denn auch "geschäftliche" Interessen sind einer Moral verpflichtet. Man stelle sich vor ein "Ethikfond" investiert in den Waffenhandel! Nein, es geht schlichtweg um die Glaubwürdigkeit der Kirche. Kein Unternehmen mit ethischen Ansprüchen kann es sich erlauben, in seinem Marktverhalten fortlaufend dagegen zu verstoßen: Massenweise Bücher über Weltkrieg II, Waffen, Panzer usw., daneben noch ein wenig Erotik und als Sahnehäubchen antikirchliche Propaganda. Das kann auf Dauer nicht gut gehen.

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