
Leider sind Grundlage fuer viele Ihrer gedruckten Beitraege (genauso wie die dazu eingegangenen Leserbeitraege) oftmals beschriebene Einzelfaelle - die sicherlich auch so vorkommen - aber m. E. nicht das Gesamtbild richtig wiedergeben.
1. Es ist individuell jedem anheim gestellt, bei Unzufriedenheit eine andere Apotheke aufzusuchen (in der Stadt sicherlich leichter, als auf dem Land).
2. Jeder kann Auskunft vom 'ausgebildeten' Apotheker/in verlangen, sofern er dies denn auch moechte.
3. Genauso wie heutzutage alle (nicht verschreibungspflichtigen) Pharmaka ueber das Internet bestellt werden koennen, so kann sich jeder auch dort seine Informationen besorgen (und auch hier gibt es neutrale und weniger neutrale Informationen - siehe Wikipedia-Diskussion).
4. In Amerika ist nicht 'alles' schlecht, aber auch nicht 'alles' besser (Pauschalierung). Die Arzneimittelberatung ist aber m. E. definitiv schlechter; falls sie denn wirklich stattfindet.
Es waere einmal schoen, wenn wir redaktionell nicht immer nur 'Probleme' geschildert bekaemen, sondern vielmehr Problemloesungen und Verbesserungsvorschlaege, und wie diese am besten umzusetzen sind. Darueber liesse sich dann wirklich gut diskutieren!
Dt. Apotheker aus New Jersey ....

... man muß nicht alles an die Apotheken binden. Privat und beruflich bin ich viel in der ehem. UdssR unterwegs und dort ist Wetbewerb zwischen den Apotheken gang und gäbe. Zwar findet man auch Vitamindöschen und Asperin im Supermarkt, aber eben keine verschreibungspflichtige Medikamente.
Wenn ich Lust und Zeit habe kann ich die Preise für mein benötigtes Medikament vergleichen (telef. oder per Besuch) und mir dann den preiswerteren Anbieter aussuchen. Der Wirkstoff wird davon gar nicht beeinträchtigt und man staune, der Service, den die Apotheken hier für sich vereinnehmen, ist um ein vielfaches höher. Tja , Wettbewerb kann durchaus zu Service und Beratung führen, da man ja seine Kundschaft halten will.
Gruß

Wir werden doch bombardiert mit Werbung für alle möglichen Pillen und Präparate.
Bestes Beispiel ist die im Fernsehen beworbene Apothekenrundschau. Würde man alle Medikamente einnehmen, die in einem einzigen Exemplar beworben werden, wäre man sicher sehr krank.
Wenn ich mir die Apothekendichte hier in der super teuren Münchner Innenstadt ansehe, weiß ich, die müssen wirklich super verdienen.
Deshalb kann man es mit den Apotheken halten wie mit dem übrigen Einzelhandel:
Wer weiß, was er will, geht in den Discounter, wer Beratung sucht, geht in das etwas teurere Einzelhandelsgeschäft.

Man kann nur hoffen, dass der Arzneimittelmarkt noch weiter liberalisiert wird, wie es die EU vorhat. Dann werden Medikamente wahrscheinlich noch deutlich billiger. Jetzt schon bezahlt man im Internet (bei deutschen Versandapotheken) für ein Medikament, das 0,33EUR pro Tablette bei der hiesigen Apotheke kostet, nur 0,18EUR pro Tablette. Auf Beratung kann man oft - wenn man sich selbst informiert - verzichten.

..........Interessanterweise sind solche Präparate auch im direkten Blickfang hinter der Kasse und Tresen positioniert. Warenpositionierung im Handel bzw. Marketing und Werbepsychologie 1.Semester lassen grüssen! In dem Artikel beschriebenen Fall der Abführmittel hat doch auch der Kaufmann gesiegt! Wenn die Mädchen so auffällig schlank waren, hätte der Apotheker das Präparat ja auch nicht verkaufen müssen! Die Behauptung, dass ein einheitlicher Abgabepreis die Patienten vor Übervorteilung, vor rabattinduziertem Arzneimittelverbrauch und vor allem vor dem Aufwand, Preisvergleiche anstellen zu müssen schützt, ist fast schon dreist. Bin mir sicher, dass die meisten Patienten den „Aufwand“ nicht scheuen werden, da hier sicherlich der Ertrag größer ist als der damit verbundene Aufwand. Wie war das noch mit dem Patienten auf Augenhöhe? Schon vergessen? Ein einheitlicher Abgabepreis bewahrt vor allem die Apotheker vor einem Preiswettbewerb und garantiert, dass deren Kasse auf lange Zeit weiter kräftig klingelt! Sonst nichts!

Das ich nicht lache! Ich würde gerne mal miterleben, dass ein Apotheker nachfragt, ob man(n) (Frau auch) sich mit der Dosierung von Aspirin auskenne.
Bei mir wurde noch nie nachgefragt, ob ich mich mit der Dosierung auskenne oder zur Zeit andere Medikamente einnehme oder an xy-Krankheit oder einer sonstigen Indikation leide, welche mit der Einnahme des Medikaments nicht zu vereinbaren wäre. Wenn die Apotheker ihre Privilegien bedroht sehen, dann doch in erster Linie die monetären! Eine Beratung der Patienten gibt es in dem Sinne in Apotheken doch gar nicht. Gab es die überhaupt schon einmal? Es mag ja sein, dass es einige ganz wenige Ausnahmen von Apothekern gibt, welche in der Lage sind bzw. sich die Mühe machen eine gewisse Beratung anzubieten. Von einer flächendeckenden Beratung kann jedoch gar keine Rede sein. Hier handelt es sich doch eher um die sprichwörtliche Nadel im Heuhaufen. Der Großteil der Apotheker ist in meinen Augen im Übrigen nichts anderes als ein pharmazeutischer Kaufmann und Hilfsorgan der pharmazeutischen Industrie. Gerade im rezeptfreien Bereich werden doch vornehmlich die Präparate verkauft, bei denen am meisten die Kasse klingelt.

ihre Apotheken - soviele sie wollen und können.
Aber laßt auch Doc Morris und all den anderen ihren Markteintritt.
So können die Einen beraten und mixen und die Anderen über`n Tresen schieben, was der Kunde verlangt. Und - so ist zu ergänzen - was und wie der Gesetzgeber es zuläßt: mit oder ohne Rezept.
Es gibt nicht wirklich einen überzeugenden Grund für die Monopolisierung des Apothekengeschäftes durch das Pharmaziestudium. Danach wird doch nur noch verteilt -und reichlich kassiert.

letzendlich gibt die Apotheke nur noch ein Medikament an den Kunden ab. Diese Tätigkeit übernimmt allerdings nicht der Apotheker sondern die PTA oder Apothekenhelferin. Von Beratung kann hier nicht die Rede sein.
Woher kommt diese Arroganz der Apotheker?
Die Apotheken erhalten von Großhändlern oder Hersteller Rabatte die sie nicht dem Endkunden weitergeben, und verdienen nach wie vor sehr gut daren.
An dieser Stelle möchte ich auch sagen, dass durch vergangene Gesundheitsreformen der Regierungen eine Berufsfelder fast ausgestorben sind.
Beispielsweise Massagepraxen, Physiotherapeuten etc.
Falls ähnliche Situationen bei den Apotheken eintreten, werden auch hier der Pharmagroßhandel, Apothekenpersonal die Konsequenzen tragen müssen.
Im Klartext: Entlassunge

Der vernunftgeleitete Mensch sollte vielleicht nicht immer nur nach dem materiell Besten trachten. Gerade in einer immer älter werdenden Gesellschaft macht es Sinn, sich die Heilberufe zu erhalten. Denn wie heißt es im Volksmund: "Hauptsache gesund" und nicht: "Hauptsache billig".
Und eine Neiddebatte über möglicherweise ungerechtfertigt viel verdienende, faule Apotheker spielt nur den Kapitallgesellschaften in die Karten. Diese jedoch sind lediglich an Profitmaximierung interessiert, was ganz legitim ist. Aber bitte nicht auf Kosten unserer Gesundheit!
Auch wenn es einmal eine schlechte Erfahrung mit einer Apotheke hinsichtlich Beratung und Freundlichkeit gibt: Es findet sich sicherlich rasch eine andere Apotheke ganz in der Nähe, bei der man sich gut augehoben fühlt.
Das sollte meiner Ansicht nach auch so bleiben.
Volker Ringleb

denn es sind nur einige wenige Medikamente, die in den Supermärkten in der Pharmaecke ausliegen, wozu auch Aspirin und allerlei Vitaminpräperate gehören. Klar daß die groß beworben werden.
Für alles andere muß man zum Pharmaschalter hinten im Supermarkt, wo immer mindestens ein pharmakologisch Kundiger Dienst tut. Das Verklagungsrisiko wäre ansonsten sicher viel zu hoch. Auch scheinen mehr Medikamente verschreibungspflichtig zu sein als in D. Die "Pille" z.B. gibt´s nur auf Rezept, und nur jeweils eine Monatspackung.
Also, liebes Deutschland, nicht gleich unwissend auf "die Amis" einschlagen. Lieber vor der eigenen Türe kehren. Ein mittelständischer Apotheker der in einem gut organisierten Preiskartell wie dem deutschen Apothekerverband eingegliedert ist, ist weit über der Augenhöhe des Kunden. Bei fixen Preisen verhalten sich die Apotheken in D. somit wie ein großer Monopolist.
Da sind die Amis besser: Wettbewerb und Entscheidungsfreiheit sind hier fester Bestandteil des Alltags. Da käme keiner auf die Idee mich vorm Preisevergleichen zu beschützen.
Naja, wenn reiche Apotheker zur sozialen Gerechtigkeit beitragen...
Beste Grüße aus Princeton

...und fast nichts anderes.
Alle ärztlich verschriebenen Pharmaka fallen bezüglich der Beratung schon mal völlig raus.
Der Apotheker wird den Teufel tun und selbst bei inkompatiblen Medikamenten (so er sie überhaupt erkennt) den Patienten vor einer Problematik der Verschreibung warnen. Eine Kritik am Arzt ist vor dem Kunden tabu!
Apotheker haben irgendwann einmal ein bißchen Pharmakokologie studiert. Das bißchen Wissen spielt in seinem weiteren Berufsleben keine Rolle mehr. Es geht um Kostentträger, Gewinnmargen, Rabatte, Großhändler, Konkurrenten am Ort, Kontaktpflege zu den Ärzten der Umgebung und und und...aber es geht doch erfahrungsgemäß nie um die Erkrankung des Kunden.
Man kann schon einen echten Haß auf die Apotheker entwickeln, wenn sie einem ein Präparat unterjubeln wollen, das aus der letzen Pillenküche Europas stammt und ein deutsches Präparat mit Hinweis auf die nicht zahlende Kasse verweigern - oder, "das müssen wir aber erst bestellen", säuerlich säuseln. Daß die Bioverfügbarkeit oder die Zusammensetzung mit dem Originalpräparat nicht übereinstimmen, interessiert die doch nicht.
Die Medikamente werden teurer, die Apotheker reicher und die Medikamente immer "generischer" und rationierter.