
Die EZB musste den europäischen Banken sechsmal so viel Geld einflößen wie die Fed den amerikanischen. Andere Länder scheinen bislang keine ernste Liquiditätskrise zu spüren.

Die Hypothekenkrise verdeutlicht zumindest, wie sehr sich die USA seit nun bald 30 Jahren auf Kosten des Restes der Welt von normalen wirtschaftlichen Realitäten verabschiedet haben.
Sicherlich haben einige Lügen auch etwas gebracht und noch sollte man keine panikartige Rückkehr zur Realität einfordern, doch dass ab sofort Alles neu durchdacht werden muss, dürfte wohl klar sein.
Die Bush-Administration, die einfach ohne grosse Bedenken mit der Welt ihr "Alles oder Nichts Spiel" getrieben hat, die Geld in Kriege pumpte und ihren Bürgern darüberhinaus ein Leben ohne Verzicht ermöglichen wollte, sollte von den Rating-Agenturen sofort auf den Index der unglaubwürdigsten Schuldner aller Zeiten gesetzt werden.

Interessant wäre einmal, sich von dt. Hobby-Analysten erklären zu lassen, warum es sinnvoll ist, dt. Aktienfonds zu verkaufen, wenn in Amerika die Hypothekenkredite notweidend werden.
Fraglich ist allein schon die Reduzierung der Finanzkrise auf das Unternehmen dt. Bank. Man könnte den Eindruck haben, dieses Unternehmen sei eine einzige Pestbeule im dt. Kapitalmarkt.
Wer darüber hinaus den Artikel gewissenhaft liest, wird nur schwer Parallelen zu anderen Korrekturen der Aktienmärkte feststellen. Selbst bei neuen Höchstständen sind Aktien weltweit fairer bewertet, als vor der letzten Korrektur (Crash). Dies spricht gegen einen Kursrutsch.
Wem die Argumentationsketten bereits am Sonntag schon so kollabieren, der ist mit dem Einlagensicherungsfonds per Du, hütet seine Sparbücher wie seinen Augapfel und freut sich dort über historisch niedrige Zinsen.
Eben diese aber werden auch die Kursanstiege der letzten 4,5 Jahre als das teuflische Machwerk von Kopper, Breuer und Ackermann abtun. Es gibt eben welche, bei denen schafft diese Leistung Leiden.

Noch bis vor wenigen Jahren wäre das eine absurde Frage gewesen, doch heutzutage muss man wirklich an der Solidität des internationalen Bankwesens zweifeln. Wer bislang noch glaubte, dass seine Ersparnisse seriös investiert sind, der kennt seine Bank nicht. Undurchsichtige internationale Derivate sind an der Tagesordnung, die täglich zu Abermilliarden gehandelt werden. Milliarden fließen täglich in Sekunden von Tokio nach Neuseeland, um höhere Zinsen zu erhaschen. Wer da nicht mitspielte, wurde längst von den Großen aufgeschluckt. Und nun haben wir den Salat.

Habe die letzten beiden Tage die Berichterstattung der F.A.Z zu dem ganzen Themenkomplex gründlich studiert.
Alle Anzeichen weisen m.E. darauf hin, daß es morgen einen neuen schwarzen Montag geben dürfte, ähnlich dem bzw. gar noch schlimmer als der vom 19.10.1987.
Jochen Sanio dürfte so unrecht nicht gehabt haben mit seiner Einschätzung, es drohe die schlimmste Bankenkrise seit 1929/30.
Spätestens morgen Nachmittag wissen wir alle mehr...

Wenn die Angst vor dem schwarzen Montag (13.08.07) die Anleger der Deutsche Bank DWS-Fonds dazu treibt die Fond-Anteile ein zu tauschen, haben wir die Katastrophe!
Die Fonds können dann unmöglich mehr offen gehalten werden. Die dann grassierende Angst wird wie 1929 alles mit reißen....

Also, das ist schon unverschämt, was FAZ.NET hier betreibt ! Sie verkaufen eine Nachricht, die bereits 2 TAGE alt ist und platzieren es auch noch auf Ihrer Homepage !!!

Jaja, wir sind neidisch auf die Investmentbanker mit Ihren irrsinnigen Boni. Es hieß, die Boni seien der Leistung angemessen. Das stellt sich nun als falsch heraus - soweit, so ungerecht. Aber das diese Investmentbanker nun klagen, sie hätten sich auf die AAA-Ratings verlassen... Bitte wie??? Es ist keine Leistung, Fonds nach AAA zu kaufen. Eine Leistung wäre es, diese Fehlratings zu erkennen (seit Jahren schwelt das Thema ja bereits). Den gezahlten Boni steht also keine Leistung gegenüber. Keine Sorge, ich Bankkunde und Steuerzahler bezahle die Sause schon - von meinen irrsinnigen Boni als mittelständischer Geschäftsführer, die mir als Frühstücksdirektor aufgezwungen werden. Es stimmt also alles im Staate Dänemark. Weitermachen.

Deshalb verstehe ich nicht, wieso das jetzt so ausufert. War da der völlige Optimismus am Werk?