
Kaum sind die Kompromisse zur "Uralt-Subvention" Steinkohle zu Lasten der Steuerzahler in Deutschland beschlossen, findet sich überraschend der "High-Tech-Patient" EADS/AIRBUS im Vorbereitungsraum der (politischen) Intensiv-Station. Die Defizite im Projekt- und Kommunikationsmanagement des Unternehmens und der (oft unabgestimmt!) politischen Meinungsführer sind nun so offensichtlich, daß selbst dieSpitzenvertreter der deutsch-französischen Politik keinen Beitrag mehr zur Konsolidierung/Stabilisierung leisten(können). Bei der dargestellten Arbeitsteilung, die zu einem "Fleckerl-Teppich" im Unternehmensgefüge geführt hat und betriebswirtschaftlich sinnvolle Lösungen an Standort-und nationalen Interessen scheitern läßt, ist die Einführung/Intensivierung konsequenten Projekt-, Kosten- und Deckungsbeitragsmanagements(inkl.sorgfältigen Break-even-Analysen)dringend erforderlich. Schwarze Zahlen sind nie das Ergebnis von "Medienzauber" und Hollywood-Show-Gebaren (z.B. à la Telekom!) sondern von "Innovation(5%) und Transpiration(95%)". Es wäre fair, wenn das Managements den 57.000 Mitarbeitern endlich eine dauerhafte Konzeption mit klaren Einschnitten zum Überleben des Unternehmens im globalen Wettbewerb vorlegen könnte.
F.J.Becker

Das ist mal wieder ein trauriges Bild, was sich da wieder abzeichnet.
Ein Manager muss nicht Top sein, es muessen lediglich die Zahlen stimmen. Und bei den kurzen Arbeitsvertraegen der Topmanager gibt es doch keine Alternativen ausser Leute zu entlassen, damit die Zahlen stimmen.
Ausbaden muessen das doch eh immer die Kleinen.
Das ist ja bald schon zur Regel geworden, dass bei einem Top-Manager zwei Sachen fast immer sicher sind.
Millionen von Einsparungen fuer den Vorstand und auf der anderen Seite Kuendigungen fuer die Arbeiter.
Stellt sich die Frage, was wuerde eigentlich ein Top-Manager ohne Belegschaft machen?

Wir Deutschen müssen jetzt langsam mal wieder zu unseren Tugenden zurück, sprich kämpfen.
Das werden wir (Airbusmitarbeiter) auch tun.
Es gibt mittlerweile keinen MA mehr der nicht bereit ist jetzt spontan mal 4 Wochen zu Streiken.
Dann wollen wir doch malsehen wie die Hohen Herren einen Produktions- Ausfall von 40 Maschinen der
Single Aisle wohl verkraften. Wir an der Basis haben nichts mehr zu verlieren, nur evtl. unser tägliches Brot.
Das nenn ich mal ein Faires Angebot!
P.S.: Und mal an Euch Ihr so. TOP-Manager schaut nicht immer nach Amerika, last Euch mal selber etwas einfallen
oder habt Ihr nicht mehr drauf als immer nur zu Kopieren?

Bei der ganzen Airbus miesere geht es nur noch um Politik,Macht und Prestige.
Der Französische Wahlkampf ist im vollen Gange. Sie verfolgen nur noch ein Ziel und das ist Airbus "Heim ins Reich zu holen". Ich stehe nicht rechts aber langsam sollten die Politiker unseres Landes aufpassen das wir nicht ein "Ackerbau- und Viehzucht Staat" werden wie es ja schon mal geplant war!!!

Wo die Beschaeftigten wohnen ist aus betriebswirtschaftlicher Sicht egal, der Einfluss des franz. Staates ist allerdings groesser. Das ist nicht die Schuld der Franzosen.
Witzig ist allerdings, dass die deutschen Mrethoden beim Ausbau bestimmter Werke, Naturschutz usw, niun auf genau diese Werke zurueckfallen. Da koennte man wieder sagen, Naturschutz sei aus betriebswirtschaftlicher Sicht irrelevant. Es ist aber eine unfaire Methode.

In dem offenbar schon stattfindenden Kesseltreiben um Verantwortung für die offenbar organisatorischen Probleme bei der Herstellung eines Super-Flugzeuges macht D. de V. lediglich deutlicher, was auf dem Spiel steht. Verantwortung stellt sich im vereinten Europa so unterschiedlich dar, wie nicht nur die Interessenlage es erfordert. Oder scheint unsere Kanzlerin weniger involviert zu sein? Das Denken findet immer zuerst im Kopf statt. Mercie, Monsieur.

vor allem in Deutschland.
Paris wird schon darauf Acht geben,daß Frankreich ungeschoren davon kommt und darüber hinaus weiterhin die
Oberhoheit über EADS behält.
Europa besteht eben nicht aus 27,sondern -wenn es darauf ankommt- lediglich aus 1 Staat.