Wie tief ist das Loch bei der IKB?

Bank in der Krise

IKB vor Wertpapier-Zwangsverkäufen

Die Schreckensmeldungen über die IKB sind womöglich noch nicht zu Ende. „Wir haben ein großes Problem mit Rhineland Funding“, sagte KfW-Vorstandschefin Matthäus-Maier. Wie tief das Loch noch werden kann? Vermutungen aus Finanzkreisen reichen bis zu 9,5 Milliarden Euro. Von Holger Appel

Lesermeinungen zum Beitrag

30. November 2007 01:27

@Herrn Dünnhaupt

Martin Enzinger (FlorianGeyer)

Bei der Inflationsrate haben Sie ein Komma zuviel eingegeben:
der "Economist" schätzt das 12Monats-Wachstum der Lebenshaltungskosten in den USA auf 16%, und
Frontal 21 kommt für Hartz IV-Familien auf 7-8%
demnach schrumpft die Wirtschaft real.

Zu den *Schläfern* in den Aufsichtsgremien kann man nur Herrn Abs zitieren:
Die Hundehütte ist für den Hund,
und der Aufsichtsrat ist für die Katz'.

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29. November 2007 15:23

Geisterfahrer

egon soppe (egonsoppe)

Heute die Banken, morgen die Städte. Heute sind die Banken dran, von cleveren amerikanischen Hedgefonds-Managern über den Tisch gezogen und Milliarden verloren, morgen ergeht es den Städten ähnlich, haben doch viele in ihrer Weitsicht
ihre Schulen, Kanalsystem und Wasserleitungen an amerikanische Abschreibungsgesellschaften verhökert. Dort gibt es auch 400-seitige Verträge und die Politiker, unfähig, die Finanzen ihrer Städte in Ordung zu halten, wollen diese Verträge verstanden haben? Diese unfähigen Leute von Landesbanken und Politik sind eine große Gefahr für das gesamte Gesellschaftssystem. Es sind dieselben Leute, die aus machtpolitischen und finanzpolitischen Gründen ohne jeglichen Sachverstand uns die Klimakatastrophe einreden und uns erklären wollen, sie wären in der Lage zu Lösung dieses angeblichen Problems. Es gibt keine Lösung bis zur endgültigen Katastrophe denn diese Leute haben das System geentert und geben es nicht mehr aus der Hand - bis zum Untergang.

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29. November 2007 14:02

Zauberlehrlinge !

Lutz Grellmann (Lumi1)

Diese Finanzkonstruktionen sind grundsätzlich schon sehr komplex; daher lassen sich leicht "Fehler" in die 400-seitigen Verträge einbauen, die bei schlechten Organisations-, Personal- und Kontrollstrukturen unentdeckt bleiben können.
"Gute" Finanzdienstleister rüsten sich dagegen mit entsprechenden Organisations-, Personal- und Kontrollstrukturen; Gute Verträge sind nicht 400 Seiten lang; 400-seitige Verträge werden aber dann eben 400-mal von völlig unterschiedlichen Stellen geprüft; Staatsnahe Strukturen gehen dabei zwangsläufig unter; Herr Ortwein hat völlig Recht.
Hinzu kommt die seit Jahrzehnten weltweit verstärkte Praxis der Finanzwirtschaft, zur Kostensenkung und -für Dritte intransparenten- Risikoausweitung ausserbilanzielle Geschäfte zu tätigen.
Einige Lehren: Banken sind Eisberge mit guten oder schlechten Zauberlehrlingen.

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29. November 2007 08:41

Einseitige Verträge

Rudolf Ortwein (rudi.rotwein)

Da sind wohl einige "Fachleute" bei Rhineland Funding und bei der IKB ganz gewaltig über den Tisch gezogen worden von irgendwelchen "Heuschrecken"-Großanlegern. Die 400- seitigen Verträge hat wohl niemand so genau gelesen, alle dachten, das große Reibach-Machen geht noch jahrelang so weiter. Nun fallen alle Kurse und den letzten Dummen beißen die Hunde. Das ist die IKB, dahinter die KfW, dahinter der Staat, und letzten Endes wir, die Steuerzahler. Daß diese eingesetzten Proporzpolitiker im Aufsichtsrat und Vorstand von der Sache irgendeine Ahnung hatten, erwartet ja sowieso keiner. Und haftbar zu machen sind diese Leute für die Milliardenverluste, welche sie dem Steuerzahler aufhalsen, ja auch nicht.

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29. November 2007 08:19

Wunderland für Politiker (Hobbymanager)

Ralf Schneider (ralf61)

Wie bereits kommentiert: Was macht eine reine Berufspolitikerin als Vorstandschefin einer Bank?
Antwort: Sie sorgt für weitere Versorgungsposten für "verdiente" Politiker!
Geht das ganze vor die Wand zahlt der deutsche Michel.
Da ist mir ein Ackermann deutlich lieber.
Weitere "Hobbymanager" finden sich übrigens in allen ehemaligen Staatsunternehmen, sowie in den Energieversorgungskonzernen.
Im übrigen biete ich mich als Esatzmann für Frau Matthäus an.
Meine Befähigung: Keine!
Aber ich mach es für die Hälfte!

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29. November 2007 00:24

Frühstücksdirektoren böse überrascht

peter von stetten (vonstetten)

IKB und KfW, dort findet sich manch treuer Parteigänger mit Aufsichtsposten belohnt. Leider , leider sind Geschäftsverträge aber zuweilen umfänglicher als abgenickte Parteitagsbeschlüsse. Und schon sind ein paar Milliarden verschwunden.
Jetzt soll der Steuerzahler diese beschädigte Idylle, dieses "Wandlitz des Westens" reparieren.

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28. November 2007 23:57

Wie sag ich's meinem Kinde?

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Das größte Problem mit all diesen Bankspekulationen ist, dass keine Bank gestehen will, wie groß ihre Verluste sind. Da niemand vom anderen weiß, ob man ihm trauen kann, ist der normale Geldverkehr festgelaufen, und die Zentralbanken sind zum Einspringen gezwungen, um die Liquidität aufrecht zu erhalten. Man benutzt eine Salami-Taktik, indem man die Verluste nur scheibchenweise eingesteht, was zu immer neuen Hiobsbotschaften führt und so den ganzen Markt verunsichert. Offenbar wird diese Unsicherheit noch bis ins erste Quartal 2008 fortdauern, obwohl die Wirtschaft zu beiden Seiten des Ozeans ja einstweilen noch brummt. Weder in Amerika noch in Europa gibt es bislang nennenswerte Erhöhungen der Arbeitslosigkeit. Auch das Wirtschaftswachstum ist noch nicht sehr stark gefallen.
Die Inflationsrate ist zwar in der Eurozone gestiegen, doch in den USA rechnet man mit nur 1,5%. Die Fed kann sich also ohne weiteres leisten, noch mehrfach zu senken, was allerdings den Euro weiter steigern wird.

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28. November 2007 21:17

Ingrid Matthäus-Maier

Klaus Fleissner (industrius)

Was befähigt diese Politikerin zur Vorstandssprecherin einer Bank - nichts!!

Es war seinerzeit ein reiner Versorgungsjob (Gefahr drohte nirgends) - aber ausbaden müssen es wie üblich wir Steuerzahler. Unfähigkeit wird in oberen Chargen immer honoriert

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