Wie schlecht wird es den Sparkassen bald gehen?

Banken

Aufseher in Sorge um Volksbanken und Sparkassen

In der Bundesbank machen sich Aufseher Sorgen um die Genossenschaftsbanken und Sparkassen: Die Zinsüberschüsse würden kleiner, die Institute seien auf dem Weg in die „operative Ertraglosigkeit“, so der bittere Befund eines Briefs, der der F.A.Z. vorliegt.

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Juni 2007 09:01

Genossenschaftsbankenkrise ?

Armin Ortwein (sozialist1)

Mir scheint es hierbei um einen Angriff von Großbanken auf die genossenschaftliche Struktur als solche zu gehen. Die Genossenschaftsbanken sind die Banken des "kleinen Mannes" und haben einen riesigen Kundenstamm. Wenn den die Goßbanken in die Finger bekämen, wären sie einen großen Schritt vorangekommen. Wirtschaftlich geht es den Genossenschaftsbanken gut, sie leben auf kleinem Niveau, aber ausgeglichen, von spekulativen Immobilieninvestitionen der Zentralen einmal abgesehen. Zu der Zinsentwicklung ist zu sagen, daß die Ertragslage allgemein zurückgeht, ausser bei den "Spekulationsgeschäftsbanken" , und wie lange das noch gut geht, werden wir bald sehen, wenn die erste "Immobilieninvest" auf ihren amerikanischen Fonds sitzen bleibt.

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15. Juni 2007 11:08

Weshalb haben die Groß- und Privatbanken den Privatkunden entdeckt?

Ralph Altmann (raltmann)

Ich kann diese lancierten Berichte nicht mehr lesen. Offensichtlich wird der seit Jahren geführte Feldzug gegen die S-Finanzgruppe nunmehr auf die genossenschaftliche Gruppe ausgeweitet. Weshalb? Weil man selbst mit den Bemühungen um den Privatkunden nicht den erhofften Erfolg hat! Eine Struktur der DiBa kann nicht mit denen der Sparkassen und Genossenschaftsbanken verglichen werden. Der Absatz, der in der "Aussage" gipfelt, "Daraus entsteht der Überschuss." macht deutlich, dass hier mit Plattitüden gearbeitet wird, die eines Wirtschafts-Leitartikels in der FAZ nicht würdig sind.

Jeder kehre vor seiner eigenen Tür, besinne sich auf Stärken und Schwächen, versuche Schwächen zu vermindern und Stärken auszubauen. Dann herrscht ein gesunder Wettbewerb über weitere Jahrzehnte, der den Kunden nützt und vor dem Sparkassen und Volksbanken nicht bange sein muß - auch nicht unter Ertragsgesichtspunkten.

Allerdings unter der Voraussetzung, dass sich liberale, hochangesehene Wirtschaftszeitungen nicht fraglos an durchsichtigen Kampagnen der Geschäftsbanken orientieren.

Ralph Altmann

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