
Mehr noch als für GM (Opel) geht es für solche Betriebsratsfürsten um alles oder nichts. Sie sind nicht das, was die Arbeiter, oder die Gewerkschaft – letztere schon eher - aus ihnen gemacht haben, sondern vor allem jene merkwürdige Mitbestimmung, die einen „Arbeitnehmervertreter“ zum Stellvertreter der Bosse werden lässt. Dass dann solche „Manager von unten“, die da unten nicht mehr wirklich vertreten, dürfte doch eigentlich klar sein. Die Arbeiter haben dafür nur gezahlt, mit Tausenden ihrer Arbeitsplätze, und immer wieder Lohnverzicht. Gelernt haben sie dabei leider nichts, außer vielleicht, dass es immer nur die Bonzen sind, die die Gewinner sind, gleich ob es der Firma gut oder schlecht geht, gleich ob in der Krise oder nicht. Dass es da noch eine Kampfkraft gibt, mit Hilfe derer man als Arbeiter auch was zu gewinnen hat, und sei es auch nur die Ehre, nicht immer nur kampflos beschissen zu werden, das haben wohl nur die Kollegen in Eisenach begriffen. Die wichtigste Erfahrung aber, nämlich dass es im Kapitalismus keine Alternative gibt, nämlich zur Krise und auch zur Arbeitslosigkeit, die machen sie jetzt erst womöglich.