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Keine Entpolitisierung von Airbus

Von Holger Steltzner

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28. Februar 2007 Es sieht danach aus, als sei durch die Intervention der deutschen Seite der Sanierungsplan von Airbus ins Lot geraten. In entscheidenden Punkten wurde nachgebessert.

So soll künftig die Endmontage von Kurz- und Mittelstreckenflugzeugen in Hamburg und die von Langstreckenfliegern in Toulouse konzentriert werden. Die technische Kompetenz für den Rumpf und den Ausbau der Kabinen bleibt in Deutschland; vor allem soll hier auch die Forschung und Entwicklung von Kohlefaser-Verbundwerkstoffen vorangetrieben werden, die nicht nur im Flugzeugbau immer wichtiger werden.

Hoffung auf Erfolg

Airbus bleibt ein politisches Unternehmen

Airbus bleibt ein politisches Unternehmen

Leider fallen durch die Sanierung in Deutschland, Frankreich, Spanien und England viele Arbeitsplätze weg. Doch der schärfer gewordene Wettbewerb mit dem amerikanischen Erzrivalen Boeing zwingt auch Airbus zu effizienteren Fertigungsstrukturen.

Die Zahl von etwa zehntausend Stellenstreichungen darf nicht mit Kündigungen gleichgesetzt werden. Denn die Auslagerung von Betriebsteilen durch den Verkauf an Zulieferer führt nicht zwangsläufig zum Verlust von Arbeitsplätzen.

Offen ist, ob EADS jemals ohne Einmischung von Industriepolitikern wie ein integrierter Konzern geführt werden kann. Die eigentlich wünschenswerte Entpolitisierung des europäischen Luftfahrtunternehmens lässt noch länger auf sich warten. Aber man darf hoffen, dass der nationale Proporz die erfolgreiche Sanierung nicht verhindern wird.

Text: F.A.Z.
Bildmaterial: dpa, Reuters

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Airbus-Sanierung

Die Gewerkschaft sieht noch Spielraum

Düstere Aussichten für die Belegschaft

Kanzlerin Merkel spricht von einer fairen Lösung. Wirtschaftsminister Glos beteuert, „die deutsche Seite wurde nicht über den Tisch gezogen“. Doch die Mitarbeiter an den deutschen Airbus-Standorten sind sauer, denn EADS will auch hier Tausende Stellen abbauen.

Airbus baut 10.000 Stellen ab

„Schmerzhafte Einschnitte“

Das europäische Luftfahrtunternehmen will bei seiner Sanierung auf Entlassungen verzichten. In Deutschland sollen in den kommenden 4 Jahren 3.700 Stellen entfallen. Das Sanierungsprogramm sei eine gute Grundlage, „um Airbus aus dem Dreck zu ziehen“, sagt EADS-Vorstand Tom Enders.

Airbus

EADS will 10.000 Arbeitsplätze streichen

Der Flugzeugbauer will für seine Sanierung drei Werke verkaufen, darunter auch die deutschen Standorte Varel und Laupheim. Zahlreiche Airbus-Beschäftigte legten nach Bekanntgabe der Pläne spontan ihre Arbeit nieder. Kanzlerin Merkel sagt, Chancen und Risiken seien gleichmäßig verteilt.

Airbus-Krise

In Frankreich sollen wohl mehr Jobs wegfallen als in Deutschland

Welche Werke werden verkauft? Die Mitarbeiter wissen noch immer nicht Bescheid

Zwar hat EADS noch keine Details aus dem Sanierungsplan „Power 8“ bekannt gegeben. Doch seit der Verabschiedung des Programms am Montagabend sickert mehr und mehr durch, dass in Deutschland weniger Stellen wegfallen könnten, als in Frankreich.

Airbus Sanierung

Deutsch-französischer Zickzackflug

Hin und Her in einem multinationalen Konzern

Spezial Kommen deutsche Airbus-Standorte unter die Räder, wenn bei dem angeschlagenen Flugzeugbauer aufgeräumt wird? Diese Frage ist längst zum Politikum geworden. Die Sanierung von Airbus wird zum Prüfstein der deutsch-französischen Partnerschaft.

Airbus-Sanierung

Merkel und Chirac für faire Verteilung der Lasten

Alle sollen in gleichem Maße unter der Sanierung von Airbus zu leiden haben. Dazu haben sich Kanzlerin Merkel und der französische Präsident Chirac nach einem Treffen bekannt.

Airbus

Banges Warten bei Airbus

Am Nachmittag will das Management sein Sanierungskonzept präsentieren. An den Standorten des angeschlagenen Flugzeug-Bauers fürchten die Mitarbeiter um ihre Jobs.

Airbus

Politiker bestätigt Abbau von 3700 Stellen in Deutschland

Werksschließungen seien ein offenes Geheimnis, sagt der SPD-Politiker

Seit Tagen überschlagen sich die Spekulationen um den Umfang des Stellenabbaus bei Airbus. Nun hat sich ein SPD-Politiker mit konkreten Zahlen dazu geäußert. Demnach sollen in Frankreich sogar mehr Stellen wegfallen als in Deutschland.

Airbus-Sanierung

Deutsch-französisches Hin und Her

Gezerre um Airbus

Kommunikatives Durcheinander: Am Morgen überraschte der französische Premier Villepin mit der Bestätigung der Pläne zum Abbau von 10.000 Stellen bei Airbus. Von Seiten des Konzerns und der Bundesregierung hieß es dagegen, noch sei nichts entschieden.

Luftfahrt

Diskussionen um Airbus-Stellenbau

Die IG Metall fordert in den Diskussionen um die Zukunft des Flugzeug-Konzerns Airbus Klarheit. Der niedersächsische Ministerpräsident Wulff will Flugzeug-Kompetenzen im Norden Deutschlands erhalten.

Standort-Puzzle

Die Achillesferse von Airbus

Noch vor Kurzem galt die dezentrale Fertigung beim europäischen Flugzeugbauer Airbus als heilige Kuh, die nicht angetastet werden durfte. Das war von der Politik gewollt. Doch jetzt gilt eine Neuordnung als bitter nötig.

Luftfahrt

Airbus an der Subventionsfessel

Viele Augen schauen auf Airbus und wollen bei der Standortfrage mitenscheiden

Dass sich das Airbus-Sanierungsprogramm verzögert, ist eine Blamage. Der Konzern läuft Gefahr, zwischen nationalen Interessen zermalmt zu werden. Staatliche Subventionen stellen sich dabei als Gift heraus. Ein Kommentar von Marcus Theurer.

Luft- und Raumfahrt

Entscheidung über Airbus-Sanierung vertagt

Mehr Redebedarf vor der Entscheidung

Am Dienstag wollte EADS sein Airbus-Sanierungsprogramm „Power8“ bekannt geben. Nun hat der Flugzeugbau- und Rüstungskonzern den Termin überraschend abgesagt. Begründet wurde das am Montag mit der Notwendigkeit weiterer Beratungen.

Luft- und Raumfahrt

Keine Einigung zu Airbus-Sanierung

Die Airbus-Mutter EADS hat ihre für Dienstag geplante Präsentation des Sanierungsprogramms für den Flugzeugbauer Airbus am Montag überraschend verschoben. Airbus-Chef Gallois gab der Politik eine Mitschuld an der Verzögerung.

Krise bei EADS

Bundesregierung will Airbus-Zulieferern helfen

Verspätungen beim Super-Airbus: Nun leiden die Zulieferer

Durch die Verzögerung beim Großraumflugzeug A380 sind auch viele Zulieferunternehmen der Luftfahrtindustrie in Nöte geraten. Laut Branchenverband fehlen etwa 40 Millionen Euro. Die Bundesregierung will den Betrieben unter die Arme greifen.

Luft- und Raumfahrt

„Damit kehrt wieder Stabilität ein“

Die Bundesregierung ist zufrieden mit der Übernahme der Airbus-Anteile von Daimler-Chrysler durch ein Konsortium. Im Kampf um Arbeitsplätze bei Airbus hat Verkehrsminister Tiefensee den deutschen Beschäftigten Unterstützung zugesagt.

Airbus-Sanierung

Glos bleibt auf Konfrontationskurs zu EADS

Airbus-Mitarbeiter protestieren

Die Bundesregierung hat Drohungen von Michael Glos relativiert, EADS Rüstungsaufträge zu entziehen, sollten wesentliche Teile der Airbus-Produktion nach Frankreich verlagert werden. Zurückgenommen hat der Wirtschaftsminister seine Äußerung trotzdem nicht.

Airbus-Sanierung

EADS weist Drohung von Glos zurück

“Deutschland kommt nicht unter die Räder“

Der Ko-Chef von EADS, Tom Enders, hat sich gegen den Versuch gewandt, auf die Sanierung von Airbus politisch Einfluss zu nehmen. Im Gespräch mit der F.A.Z. widersprach er Befürchtungen, dass deutsche Standorte bei der Sanierung stärker leiden könnten als jene in anderen Ländern.

Streit um Stellenabbau bei Airbus

„Populistische Muskelspiele“

Auch die Airbus-Mitarbeiter machen Druck

Nach der Drohung des Wirtschaftsministers, Airbus Rüstungsaufträge zu entziehen, sollte der Konzern Produktionsteile nach Frankreich verlagern, hagelt es Kritik. Selbst der Koalitionspartner geht auf Distanz und wirft Glos Strategielosigkeit vor.

Umstrukturierung bei Airbus

Verständliche Furcht

Der Protest der Airbus-Mitarbeiter findet in der Politik seinen Widerhall

Dass Wirtschaftsminister Glos den Druck auf EADS erhöht, ist verständlich. Die Aufgeregtheit erklärt sich aus der Angst, von den französischen Partnern über den Tisch gezogen zu werden. Ein Kommentar von Holger Steltzner.

Umstrukturierung bei Airbus

Regierung droht EADS mit Auftragsentzug

Drohgebärden

Die Bundesregierung will sich anscheinend mit aller Macht für den Erhalt von Arbeitsplätzen in Deutschland beim Flugzeughersteller Airbus einsetzen. Nun droht sie EADS sogar mit dem Entzug von Rüstungsaufträgen.

EADS-Ko-Chef Enders im Interview

„Deutschland kommt nicht unter die Räder“

„Nichts ist für die Ewigkeit in der Wirtschaft“

Im Interview mit der F.A.Z. spricht EADS-Ko-Chef Thomas Enders darüber, wie er deutsche Interessen bei Airbus wahren möchte. „Louis Gallois kommt nicht an mir vorbei“, sagt er.