Ein geschmäckle an ihm bleibt.
Heinz-Olaf Henkel ein eher unverdächtiger Beobachter der Szene hat Herrn Piech vor Wochen hinsichtlich der VW Affäre hart angegriffen.
Es stellt sich für mich die Frage: Kann er von den Vorgängen nichts gewußt haben? Piech hat, Schlau wie er nun mal ist, die Betriebsräte und Gewerkschaften immer für seine Zwecke instrumentalisiert. Ob er tatsächlich am ausmisten des "Augiasstalles" interessiert ist wird sich weisen.
Man kann es VW nur gönnen das die Sache gut geht, sprich möglichst viele Job,s erhalten bleiben. Wenn Porsche (Piech) glaubt mit seinen Rezepten als reiner Nischenhersteller eines offensichtlich überteuerten Produkts, denn nur so lässt sich die gut gefüllte Kriegskasse erklären, einen Massenhersteller führen zu können, werden die Herren sicher schneller als erwartet auf dem Boden der Tatsachen landen.
Wie hat Wiedekind seinen Aktionären sinngemäß zugerufen: "der Weg ist nicht ohne Risiko"..... sicher aber für Herrn Wiedekind und sowiso für Herrn Piech und Managerkollegen!
Man vergesse nicht: Es war die Gewerkschaft, die in Wolfsburg das Arbeiterparadies erschuf und damit den Konzern so lohnkostenlastig und unrentabel machte, dass die Börsenkurse dahinsiechten. Ein hochprofitabler VW-Konzern wäre auch für die Porsche-Piechs unerschwinglich gewesen.
Der Artikel birgt alles an Erklärung in sich, nur in der falschen Richtung. Piech ist das Gegenteil von dem, was wir uns unter einem die Bibel der sozialen Gerechtigkeit mit sich herumtragenden, der corporate governance treu ergebenen Manager vorstellen. Wer sein Wirken aus nächster Nähe erlebt hat, musste sich manchmal fragen, es mit einem Wahnsinnigen zu tun haben. Er hat offensichtlich Erfolg damit und damit mehr Arbeitsplätze gesichert, als es dem VWGesetz nur hätte vorschweben können (dieses hätte unweigerlich zur Zerschlagung des VW-Konzern geführt, mächtige Kräfte waren schon am Werk). Sauber scheinende Menschen wie der lange als Traumschwiegersohn gehandelte niedersächsische Ministerpräsident Wulf lässt er mit seinen hoffentlich wenigstens gut gemeinten Aktionen leichenblass am Rande des Nichts stehen. Und was lernen wir davon? All das, was Sie kritisch anmerken, macht den Erfolg aus und all das, was wir uns in unseren femininen sanften Konsensgesellschaften dem sozial verantwortlichen Manager abverlangen, gar vorschreiben wollen, führt uns in den Ruin. Der Fuchs hat immer schon am lautstärksten nach gewaltfreien Lösungen unter seinen Opfer geschrien,wie Piech mit den Gewerkschaften, die ihm doch danken müssen.
Piech ist ein Phänomen. Ein Industrieller der alten Garde, ein Grand Segnieur unter all den bestechlichen, widerlichen Zeitgeistegoisten, die heutzutage die Zukunft Deutschlands abbilden wollen und sich der Steuerhinterziehung nicht zu schade sind und bezeichnenderweise in der "Spiegelin" von der Bedeutung kostspieliger Frauen in ihrem Leben daherschwadronieren, um sich alleine dadurch schon zu disqualifizieren.
Wir möchten Piech und Porsche Glück wünschen, den Augiasstall VW gründlichst auszumisten mit seinen Hartzlern und den mafiösen Gewerkschaftsbonzen, denen das Wohlbefinden von Nutten näher am Herzen und vor allem sonstwo liegt als Lohn und Brot ihrer Klientel. Man vergesse nicht: es war die schiere Größe von VW, die den GAU durch eine Reihe von Fehlentscheidungen verhinderte, durchaus ähnlich den Milliardenverbrennern bei Schmerzjesusbenz- Schrempp war kein Ausnahmekackenpack.
Indes ist die Beschneidung des Landes Niedersachsen wichtig: Polito Wulf hin oder her- dergleichen Mischpoke ist wankelmütig, ohne fachliche Ahnung und zudem hinterfotzig- falsch: schlichte Ausschlußkriterien in jeder Bewerbung auf einen simplen Bandarbeitsplatz.
Eine Kleinigkeit sollte Piech jedoch noch beherzigen: Zuffenhausen ist nicht Wolfsburg
....die Piechs und Porsches sind wahrlich "Pioniere der Arbeit".
