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Ford streicht in Köln 1000 Stellen

Viel Leistung, wenig Sicherheit in Köln

Viel Leistung, wenig Sicherheit in Köln

03. November 2005 Ford will nach eigenen Angaben in Deutschland bis zu 1300 weitere Stellen abbauen. Das Unternehmen bestätigte damit entsprechende Medienberichte. Der Personalabbau werde vor allem in Köln angestrebt, so das Unternehmen. Bei einem Scheitern freiwilliger Regelungen seien Kündigungen nicht ausgeschlossen.

In einem Schreiben an die Belegschaft habe die Geschäftsführung auf die anhaltend schlechten Ergebnisse des amerikanischen Mutterkonzerns und auf ein „weiterhin schwieriges wirtschaftliches Umfeld“ hingewiesen, hatte der „Kölner Stadt-Anzeiger“ am Donnerstag vorab aus seiner Freitagausgabe gemeldet.

Ein Unternehmenssprecher bestätigte den Brief an die Mitarbeiter. Darin seien die Bedingungen für das laufende Vorruhestandsprogramm verbessert worden. Für den angestrebten Personalabbau gebe es keine Zielzahl. Sollten bis zum Jahresende nicht ausreichend Mitarbeiter das Angebot annehmen, seien im kommenden Jahr betriebsbedingte Kündigungen nicht ausgeschlossen. Eine Betriebsvereinbarung schließt betriebsbedingte Kündigungen bis Ende 2005 aus.

Die Ford-Werke haben in den vergangenen drei Jahren in Deutschland rund 1500 Arbeitsplätze unter anderem dadurch abgebaut, daß freiwerdende Stellen nicht wieder besetzt wurden. Auch bei der Konkurrenz laufen Programme zum Personalabbau. So haben
Daimler-Chrysler und Volkswagen ihren Belegschaften in Deutschland jüngst Abfindungs- und Vorruhestandsangebote unterbreitet, um tausende Stellen abzubauen. Ziel der Konzerne ist, die Kosten hier zu Lande drastisch zurückzufahren.

Der Zeitung zufolge soll die Zahl der Beschäftigten bei den Kölner Ford-Werken von jetzt 19.000 auf unter 18.000 sinken. Das Werk in Saarlouis hinzugerechnet, könnten bei Ford in Deutschland gut 1300 Arbeitsplätze verschwinden. Weltweit wolle sich der Ford-Konzern von 10.000 Mitarbeitern trennen, 2600 davon in Europa. Ford leidet wie sein größerer Konkurrent General Motors unter dem starken Wettbewerb auf seinem Heimatmarkt Vereinigte Staaten.

Text: Reuters
Bildmaterial: AP

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