Durchschnittlich könne jeder Betroffene mit einem geldwerten Vorteil von 50 bis 55 Euro rechnen, sagte Kartellamtspräsident Heitzer

Bundeskartellamt einig mit Versorgern

3,5 Millionen Gaskunden erhalten Rückerstattungen

Das Kartellamt hat im Kampf gegen hohe Gaspreise einen Vergleich mit 29 Versorgern geschlossen. Sie verpflichteten sich, ihren Kunden insgesamt rund 127 Millionen Euro zurückzuerstatten. Wer im einzelnen betroffen ist, veröffentlicht das Kartellamt nicht. Eine unvollständige Liste ist jedoch bekannt geworden.

Lesermeinungen zum Beitrag

01. Dezember 2008 19:09

Das ist ein Witz

Rolf-Michael Henkel (mhenkel)

Heute Nachmittag im Rundfunk in Hessen: Die SÜWAG will angeblich einmalig 36 Euro pro Gaskunde als Bonus zahlen. In unserem Fall entspricht dies gerade etwas mehr als der der bereits angekündigten Erhöhung der Gasvorauszahlungen für einen Monat. Letztere obwohl unser Verbrauch gesunken ist. Das ist ein schlechter Witz, nicht mehr und nicht weniger. Und die nächsten Erhöhungen sind schon angekündigt.

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01. Dezember 2008 18:50

Kartellamt sollte sich schämen

Franz Poschen (FPoschen)

es ist bezeichnend, dass die betreffenden Unternehmen vom Kartellamt nicht benannt werden. Was interessiert den dummen Gaskunden auch, ob und wie er in der Vergangenheit abgezockt wurde. In den regionalen Zeitungen können sich die (Selbst)Gasversorger nun entspannt zurücklehen und "großzügige" Preissenkungen ankündigen und damit noch bei schlechter Informierten Lesern Dankbarkeit auslösen. Ich dachte bisher, das Kartellamt ist für den Verbraucher da. Vielen Dank für die Belehrung

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01. Dezember 2008 18:21

Transparenzfördernd sind diese Verhaltensmuster nicht gerade

Martin Gürsch (Betroffener)

sondern eher verschleiernd. Genau mit den festgestellten Parametern hätten auch andere Gaskunden bei weiteren Versorgern gute Karten für einen Gerichtsgang gehabt - was die Branche zu verhindern wusste und die von der Regierung gelenkte Kartellbehörde wohl auch zu verschleiern hatte. Da darf man sich leider nichts vormachen. Die Abzocke ist staatlich sanktioniert. Es wird nur ein bißchen eingegriffen, wenn es offensichtlich zu happig wird. Da die Millionen der Eon-Töchter (ebenso wie die der RWE-Töchter) alle im großen Topf landen, ebenso wie das Produkt "Gas" über diverse Eimerketten preisanhebend geleitet wird, sollte klar sein wie das funktioniert. Vergleichbar der Leipziger Strombörse, an der sich angeblich die Konzerne schon im Sommer mit teurem Strom eingedeckt haben sollen. Das die Konzerne gleichzeitig aber auch die erzeugenden Lieferanten sind und die Preise selbst an der sogenannten Strombörse hochschaukeln können nach belieben, bleibt dabei natürlich aussen vor. Fast könnte man meinen, mit den angekündigten Strompreiserhöhungen soll die aktuelle Schlappe beim Kartellamt bzgl. Gaspreisen kompensiert werden, um die Gewinne auf altem hohen Stand zu halten.

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01. Dezember 2008 12:33

Peitsche und Zuckerbrot

kristian kroflin (kroflin)

...dieses Spiel wird immer mit den Bürgern gespielt. Zunächst lässt man die Preise ansteigen, um sie darauf zu senken (jedoch nicht auf das ursprüngliche Niveau) oder im Zusammenspiel mit den Gruppenteilnehmern der Gerichte die ganze Sache hinauszuzögern, den Richtern und deren Troß mittels dieser Zeitverzögerung eine Legitimationsgrundlaqe für ihre Jobposition zu geben - um dann die Gelder, mit denen man in der Verzögerungszeit an den Zinsen verdiente, zurückzuzahlen. Der Bürger sollte weder den Gruppenmitgliedern der Gerichte noch denen der großen Konzerne allzuviel Vertrauen schenken - und zwar öffentlich.

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