
Das die Landwirte unter dem starken Preisdruck der Discounter leiden, ist nicht neu.
Das nun allerdings die Preise plötzlich um bis zu 50% steigen sollen, hat damit zunächst einmal nichts zu tun.
Dies ist auch nicht der Marktwirtschaft geschuldet.
Die Nachfrage aus Fernost u.s. w. scheint mir ein vorgeschobenes Argument zu sein.
Vielmehr sind es die Interessenverbände, die jetzt versuchen,
ähnlich wie andere Branchen, ihre rücksichtslosen Forderungen durchzusetzen. Dies vor allem, weil angeblich der "Milchsee" verebbt ist.
Also. man kann jetzt daran gehen, die wahnwitzigen Subventionen abzubauen.

bei Buttermilch, Joghurt und Käse wird eben diese Laktose durch die Milchsäurebakterien "verbraucht", diese Produkte sind also auch für einen erwachsenen mit L-Intoleranz nebenwirkungsfrei. Darüberhinaus handelt es sich um ein quantitatives Problem, nicht um eine Allergie, weshalb auch die WHO Milchprodukte, soweit verträglich, ausdrücklich als Eiweissquelle für Asien empfielt.
Bei den deutschen Joghurt-Kunstprodukten (Fruchtjoghurt) wird Fruchtzucker hinzugefügt, kein Milchzucker.

Hr. Detjen, hat schon einmal etwas ueber Sie in einer chinesischen Zeitung gestanden? Falls noch nicht, sage ich vorher, dass wenn es passiert, sie herzlich lachen werden. Ein wenig Wahres wird dran sein, aber so verdreht, dass Sie lange nachdenken, wie das passen kann.
So ist es mit dem deutschen "Wissen" ueber Ostasien auch. Meine taiwanesischen Freunde trinken nicht nur Kuhmilch, sondern auch Coca-Cola, Starbucks-Kaffee bzw. -Derivate und Rotwein, und haben die gleichen Zivilisationskrankheiten wie die Deutschen. Nur der deutsche Jogurt hat in Taiwan die in Deutschland noch kommenden Preissteigerungen schon hinter sich. Aber das liegt sicher am Oelpreis. Oder am Dollartief?

Nachdem es Jahrelang unmöglich war Kuhmilchprodukte in Asien wegen der allgemeinen Laktoseunverträglichkeit bei Asiaten, dort Kuhmilch abzusetzen, scheinen diese nun mutiert zu sein, um den Weltmarkt anzukurbeln oder eher unsere Preise. Münchhausen ist eben überall, wo Profit gemacht werden soll. Nun die armen Chinesen werden sich nun aus Gründen der Marktwirtschaftlichkeit übergeben müssen und Durchfall bekommen. Schlimmer noch alle Medien nehmen die Argumentation einfach hin. also doch Mutation.

da wurde in den schulen, mit von steuergeld bezahlten büchern, unglaubliche sachen wie milchseen und (tod-)sichere renten beschrieben.
aber da gab es ja auch noch die DDR. der gegenüber nahm man sich anscheinend noch zusammen. Von der bekam man übrigens auch prima fachkäfte...
Man will auch schon herausgefunden haben, das besonders viele Produkte aus Deutschland gekauft werden, wenn der Ölpreis hoch ist. Besonders gern Milchprodukte...
...Zeiten "waren" das. Aber warum interessiert eigentlich Keinen, was Herr Schäuble mit seinem Überwachungswahn anrichtet?!

die Subventionen der Bauern in unserer schönen EU bleiben weiter unangetastet.
Einer der Gründe, das Teufelselement #1, die Globalisierung. Ob dt. Alpenmilch in Spanien oder China, einen Sinn macht der Transport über weite Strecken jedenfalls nicht.
Der Preis ist angeblich allein durch Angebot/Nachfrage entstanden, und schließt jedwede Beeinflussung aus. Doch haben wir in Deutschland einen Mindestpreis für Milch und viele Bauern, nicht nur in der Viehwirtschaft, bekommen unglaubliche Mengen an Subventionen.
Bei all dem Eingriffen der Regierung und der EU kann man wohl kaum von einem Prozess reden, der allein auf marktwirtschaftlichen Festen beruht.
Es wird vielmehr der unliebsame Teil vertuscht. Und der Bauer steckt die Unterstützung bereitwillig ein. Er wäre ja auch dumm wenn nicht.
Aber der Idiot ist, wie so oft, der Verbraucher, der mit höheren Preisen rechnen muss.
Man sollte sich in den obersten Etagen von EU und Regierung mal ernsthaft über das Verfahren mit der europ. Agrarwirtschaft nachdenken.
Es geht nur eins von beidem. Subventionen und einen Staat der aktive Marktpolitik betreibt, oder eine freie Marktwirtschaft, in dem der Preis aus Angebot und Nachfrage besteht.

Die Milchwirtschaft macht Gewinn - wie schön! Dann kann sie ja davon auch mal die ganzen Landwirtschaftssubventionen zurückzahlen, von denen sie seit Jahren profitiert. Die hatten mit Angebot und Nachfrage sicherlich nichts zu tun.
Man kann sich nicht jetzt plötzlich auf Angebot und Nachfrage berufen, weil es einem gerade in den Kram passt.

Idee der Preiserhöhung, die die Milchwirtschaftsverbände seit über einem Jahr vorbereitet haben, ist schlichtweg, den Landwirten höhere Einnahmen zu verschaffen. Ich habe mir vor einem Verbandsfunktionär vorrechenen lassen, dass kleine Betriebe zu den derzeit gängigen Preisen nicht sinnhaft wirtschaften können. Wenn das stimmt, dann muss die Milch mehr kosten. Denn Dumping-Kalkulationen führen zu Qualitätseinbußen. Und das darf es bei Lebensmitteln m.E. nicht geben. Die Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre sind schließlich durch den Wahn immer billiger produzieren zu wollen entstanden. Wenn man sich vor Augen führt, für welchen Blödsinn hierzulande Geld ausgegeben wird, dann muss man sagen: 20, 30, 40 oder auch 50% mehr für eines unsrer wertvollsten Nahrungsmittel ist nicht zuviel.