
Die Loesung des Problems ist doch sehr einfach. VW muss nur eine zweite Marke aufbauen z.B. die Billig-Marke "VW light". Die Modelle werden fuer die Maerkte in China und Indien auch vorort entwickelt und hergestellt und ein 2500 $ Auto sollte daher auch realiserbar sein. Die "light" Marke wird zunaechst nur in Entwicklungslaender verkauft, um dort den Markt abzudecken. In Europa und USA natuerlich nicht, damit die Margen nicht sinken. Sollten dann eines Tages chinessiche und indische Hersteller verstaerkt nach Europa draengen, kann VW sofort ein Billigauto auch anbieten.
Ich kann mir nicht vorstellen, dass im VW Management niemand so einfache Ideen hat. Wahrscheinlich gibt es das bereits.

Vorab: Ich bin ein ehemaliger Autonarr; nein, ich bin es immer noch, alleine verachte ich Verbrennungsmaschinen als Dinosaurier. Ich fahre einen Elektrowagen, der in Sachen Beschleunigung JEDEN Porsche stehen läßt und bei Vmax on par mit diesem ist. Zudem komme ich mit einer Akkuladung >600km weit, da muß der Porsche zweimal tanken bei der Geschwindigkeit (okay, der Cayenne eher zehnmal).
Wenn ich mir diese hochvolumigen Ströme heißer Luft aus der Autobranche anhöre, da wird mir anders. Wachstum ist das einzige Prinzip, was den Kapitalismus am laufen hält -- da hat Intelligenz, Innovation und Umweltschutz (dazu gehören auch die werten Mitkommentatorinnen) keinen Platz; allein, es gibt eine schöne Parallele: Der Krebs, der muß ich immer wachsen. Kapitalismus, die Autobranche und Krebs haben was gemeinsam. Ist das nicht schön?
In Städten sollten bis auf Sonderfahrzeuge (Abfallentsorgung, Polizei und Rettungsdienste sowie Feuerweg und ggf. andere, WICHTIGE) alle Fahrzeuge verboten werden. Punkt. Keine Diskussion mehr um 70.000 Feinstaubtote im Jahr, keine Sicherheitsrisiken durch ML-Klasse, Cayenne und M7, die Welt wird schön.
Der ÖPNV wird reverstaatlicht und die Sache ist geritzt. Ihre Kinder werden es Ihnen danken!

Unsere Autos sind inzwischen derartig vollgestopft mit unnötigem, vom Fahren ablenkenden Unsinn, daß es gefährlich ist. Neulich sah ich, wie im Auto ein TV- Monitor lief. Dazu kann man noch anmachen: Handy, + Computer, + Musikanlage, + Navi, + + +...
Den meisten elektrischen/ elektronischen Quatsch braucht man nicht. Fensterheber stören nur, und die Reparatur ist oft sehr teuer. Die Klimaanlage wäre eigentlich nur an einzelnen Tagen im Jahr wirklich angenehm, draußen ist normalerweise genüg frische Luft verfügbar, wenn man das Fenster öffnet.
Mit der Ausstattung steigt der Reparaturaufwand in Bereiche, die kaum noch bezahlbar sind, wenn man nicht einen Dienstwagen fährt. Der alte, erfahrene Kfz- Meister einer freien Werkstatt, dem wir gelegentlich einen neuartigen Alfa, Mercedes etc. hingestellt haben, ließ sich jedenfalls nicht von seiner Meinung abbringen, daß nach VW Käfer in Deutschland nichts Brauchbares mehr gebaut worden ist. Vielleicht merkt man das jetzt langsam.
Bin sehr neugierig auf auf die Leistung der chinesischen Ingenieure. Erst überholen die Japaner den Westen, dann ....

Was hier viele vergessen, in den Gegenden wo das Auto eingesetzt werden soll, fahren im Moment die meisten mit dem Fahrrad oder einem Motorroller.
Und genau für diese Leute sind diese Autos gedacht! Die Autos für 2500Dollar würden hier nicht einmal die Zulassung bekommen. Sind aber trotzdem noch sicherer als wenn man auf einem Motorroller sitzt.

Die Margen, die mit diesen Billigautos erzielt werden, sind sicher sehr gering und deswegen fuer die deutschen Hersteller eher weniger interessant. Mag ja sein, dass in Zukunft eine menge dieser Kisten verkauft werden, aber um etwas zu verdienen muss die Menge schon sehr gross sein.
Abgesehen davon, dass man an natuerliche Wachstumsgrenzen stoesst, vor allem in Südamerika hat man vielfach den eindruck, dass keine weiteren Autos auf die vorhandenen Strassen passen.
Zudem ist zu erwarten, dass es auf dem Automobilmarkt duch die Billigautos zu Volumenwachstum und nicht zu Substitutionseffekten kommen wird. Es werden vermutlich mehr Autos verkauft, allerdings ist nicht damit zu rechnen, dass Menschen die heute einen Mercedes/Porsche/BMW/Audi fahren, als naechstes Fahrzeug ein Billigauto kaufen. Vielleicht zusaetlich und vielleicht kaufen auch Menschen Billigautos, die sich bisher keines leisten konnten.
Zusammenfassung: Alles halb so wild ... Die Inder operieren in einem anderen Segment. Durch die Obersegmentlastigkeit der deutschen Autoindustrie sind kaum Verluste zu erwarten.

.....und wer meint, beim Kauf eines Autos zu einem Preis 2.500-5.000 € mit einem Fahrzeug versorgt zu werden, welches auch nur annähernd den westlichen Bequemlichkeits- oder Sicherheitsstandards entspricht, muss mit dem Klammerbeutel gepudert sein.
Hinterfragen möchte ich auch die Qualitäts- Umwelt- und Sicherheitsstandards an den in Frage kommenden Produktionsstandorten.
Die Gewinnmargen für die Konzerne in diesem Preissegment dürften auch interessant sein.

Da ist dann aber auch die Politik gefragt endlich mal was für die passive Sicherheit zu tun, denn diesen ganzen Sicherheits- Schnick- Schnack brauchen wir doch auch nur, damit wir in einem Kleinwagen eine Chance haben zu überleben wenn uns bei Tempo 80 in der Bautelle ein 2,5 Tonnen- SUV mit 180 Sachen ins Kreuz rast!
Ansonsten ist der technische Stand der Fahrzeuge Mitte der 90er Jahre völlig aussreichend wenn mit der Zündung auch Vorausschau und Rücksicht aktiviert werden! Also: Tempolimit und Platzverweis für Verkehrssünder, dann klappt das nebenbei auch mit der Umwelt!

Operl Kadett, Käfer, R4, Mercedes 250, BMW 2500, Polo, Morgan Plus 4, Mercedes S-Klasse, Golf, Jaguar/Daimler, BMW 7er: die schönsten waren BMW 2500 und der Morgan. Der Genialste von der Konstruktion her der R4: geringster technischer Aufwand zur Erreichung des Ziels. Der Komfort war praktisch nicht geringer als im heutigen Golf. Elektrische Fensterheber sind kein Gewinn - das ging schneller und einfacher im R4. Gebogene Scheiben, komplizierte Lüftungsanlage ....... - Aber das ist wohl Mentalitätssache. Natürlich hätte der R4 in mehrere Richtungen weiterentwickelt werden sollen, aber immer unter der Maxime: Einfache Lösung für einfache Aufgaben.
Das "Billig"auto wird kommen. Ich würde es eher mit "Askese" statt "billig" verbinden - im Gegensatz zum Auto für Bequeme, die auch den letzten Handgriff durch Automaten erledigen lassen wollen, damit auch ja kein Muskel strapaziert wird.
In der Askese liegen Souveränität, ja Hochmut.

Ein indischer Unternehmer (in Frankreich wohnhaft) will ein Billigauto für €3 000 auf den Markt bringen (dem TF1 zufolge).
Nun wenn ich (mit meinen €3 000) die Wahl zwischen einer Bag von Cartier, einem neuen Computer von HP und einem Billigauto (aus Deutschland?) haben würde, konkurrieren die Autokonzerne automatisch mit anderen Unternehmen ausserhalb der Autobranche!! Ich könnte mir ein neues niedliches unwiderstehliches (100%recyclable) Billigauto sogar jedes Jahr gönnen! Und auf eine Cartier-Bag verzichten, oder?
F. Huber

Da kann ich nur noch sagen: Zurück in die Steinzeit!
Mit solchen Vehikeln bin ich ja schon 1960 gefahren.
War der ganze technische und sicherheitsmässige Fortschritt für die Katz?
Das mögen Rezepte für die dritte-Welt-Länder sein aber doch nicht für uns.
Das hatten wir doch schon alles vor 50 Jahren!
Detlef Stark

Die zunehmende Urbanisierung breiter Bevölkerungsschichten in der westlichen Welt wirft ohnehin die Frage auf, was ein Auto heute überhaupt noch leisten muss.
Für den überwiegenden Teil des urbanen Verkehrs würde entweder gar kein Auto bzw. kein Auto benötigt das mehr als 100 km/h erreicht. Eine starke Verbreitung von 7.000-10.000 $ auch in unseren Industrienationen ist nicht unrealistisch.

Das war eher ein Scherz, aber wenn man liest, wie diese asiatischen Kleinstwagen gebaut und ausgestattet sind, erinnert mich das schon an den Trabi. Einfachste und anspruchslose Technik, wenig Leistung, aber Platz für vier. OK, dafür verbrauchen die heute und morgen weniger und entsprechen wohl auch den gängigen Umweltanforderungen.
Na ja, man muss Dudenhöffer nicht mögen (so wie ich), aber das, was er hier von sich gibt, wird wohl die Realität von morgen sein. Neben dem Umstand, dass diese Autos technisch nicht viel für das in unseren Landen immer so vorangestellte Image hergeben, haben unsere Hersteller aber noch ein anderes Problem. Bei Verkaufspreisen von 2.000 bis 10.000 Dollar (das sind derzeit 1.300 bis 6.700 €) schmilzt auch die absolute Rendite drastisch zusammen.
Eine Händlermarge von 10 % unterstellt, sind dann (ohne Rabatte für den Kunden!) Bruttoerträge von 200-1.000 € zu realisieren. Wenn man als Händler davon leben will, kann man wohl nur die grüne Wiese im Gewerbegebiet auf dem Land als Verkaufsplatz anbieten. Die Autoverkäufer müssen dann entweder gaaaanz viele solcher Autos verkaufen oder/und sich auf lukrative, zusätzliche Dienstleistungen konzentrieren.
Es werden harte Zeiten für die Branche.

sollte beim Kauf eines Automobils im Vordergrund stehen. Ich finde es nicht so prickelnd, wenn meine Kinder im Staßenverkehr angefahren werden, weil der Bremsweg verlängert, weil der Wagen ausbricht, weil die Lenkung schwergängig ist und was weiß ich. Darüberhinaus möchte ich unter diesen Bedingungen auch keinen Unfall verursachen. Hoffentlich boomt mit den Billigauto nicht auch die Versorgung der Verletzten und Toten. Auf eine Menge Schnick-Schnakk kann man verzichten - übrigens auch heute. Aber Sicherheit sollte an oberster Stelle stehen. Darüberhinaus sollten unsere doch so cleveren Ingenieure sich allmählich mal ein paar Gedanken über alternative Antriebsformen machen. Wahrscheinlich rennen uns die Kosten des Unterhalts davon nicht die Erstellungskosten eines Autos.

Der selbsternannte Auto-Professor ist hat immer einen guten Unterhaltungswert. Doch es liegt nicht an den Ingenieuren in Deutschland, wenn hier keine Billigautos entwickelt werden, sondern am hochnäsigen Management, das alles unter "Premium" unter seiner Würde ansieht und nicht merkt, wie lächerlich diese Attitude bei Marken wie Opel wirkt.
Die deutschen Ingenieure haben schon viele erfolgreiche Einfachautos entwickelt und nach dem Krieg damit wesentlich zum Wirtschaftswunder beigetragen. Auch heute ist ein einfaches, billig zu produzierendes, sparsames und gleichzeitig sicheres Auto eine weit interessantere Herausforderung für Ingenieure als ein weiterer mit Ausstattung überladener "Lifestyle"-Kombi in der 30.000-Euro-Klasse. Neben den weltweit begehrten tatsächlichen Premium-Autos aus Deutschland könnte hier ein weiterer Exportschlager entstehen, wenn die Hersteller entsprechenden Mut zeigen. Am Stolz und dem Einfallsreichtum der Ingenieure wirds nicht scheitern (siehe beispielsweise das LOREMO-Projekt).

Autos der meisten deutschen Hersteller sind für sehr viele deutsche Privat-Kunden zu teuer.
Da passt Preis und Einkommen nicht mehr zusammen. Also wurde zuerst auf Gebrauchtwagen ausgewichen, aber das wird langsam auch zu teuer. Da Reparaturen zu teuer werden und wie bei einem namhaften deutsch/amerikanischen Hersteller die Qualität so programmiert ist, daß Lichtmaschinen nach 3 Jahren unabhängig von der Kilometerzahl erneuert werden müssen. Serienfehler! Also bleibt nur, auf einen Billigwagen, wie zB Dacia auszuweichen. Aber der Kauf dieses Wagens scheint von Renault sehr unwillig betrieben zu werden, da er eine Konkurrenz zum normalen Angebot ist. Er ist also bei den Gebrauchtwagen aufgestellt und von den Verkäufern nur unter ex und hopp zu erstehen, schade. Auch schade, daß der Kombi zu spät für meinen Bedarf auf den Markt kam, sonst würde ich Logan-Kombi statt einen Gebrauchten .... fahren. Aber das kommt beim nächsten Mal.

Die Ingenieure sind zu stolz für kleine, effiziente Autos? Dann sollten sie schleunigst umdenken. Ich habe überhaupt keinen Respekt vor Ingenieursleistungen wie Porsche Turbos oder Mercedes M-Klassen - mit derart miserablen Kraftstoffverbrauchswerten kann das jeder (polemisch ausgedrückt). Schade, daß gerade deutsche Hersteller (mit der vielleicht besten Ingenieurstradition im Autobereich) ihre Ressourcen weiterhin auf sowas verschwenden wollen.
Kleine Autos, kleine Motoren mit drastisch besserer Energieausbeute, trotzdem gute Qualität... was könnte hier alles entwickelt werden, wenn die Hersteller nur wollten. Aber wenn ich lesen muß, daß der VW-Chef das eigene 1-Liter-Auto schon bei der (widerwilligen) Ankündigung zum Flop erklärt... das ist nicht die richtige Einstellung.
Dinosaurier.

Manche Thesen von Prof. Dudenhöffer polarisieren ja. Beim Billigauto kann man ihm nur beipflichten. Sie werden nicht nur in Asien und Osteuropa eine
große Bedeutung haben,sondern auch in westeuropäischen Ländern.
Hier getragen von den extrem steigenden Kosten für Erwerb,Betrieb und Unterhalt eines Autos. Am Verhalten des deutschen Privatkunden 2007 ist der Trend abzulesen. Er will und kann das immer größer,immer stärker, immer teurer der heimischen Hersteller nicht mehr leisten. Der Rohölpreis hat sich in 6 Jahren um 400 % erhöht, das DIW sagt uns jüngst für 2018 einen Spritpreis von 4,- €
voraus. Die Mobilität ganzer Bevölkerungskreise kann dann nur noch mit billigen,
einfachen und sparsamen Autos aufrechterhalten werden. Ich sehe sie spätestens
2012 in Bremerhaven aus den Bäuchen großer Frachtschiffe fahren:Indische Tatas
mit 4 Sitzplätzen, 2 Zyl. Bosch-India-Dieselmotoren, 2-3 Liter Verbrauch, ordentlicher Sicherheitsausstattung, aureichenden Funktionen und einfacher Bedienung. Das Ganze für keine 5.000 €. Die Amerikaner haben auch die falschen Autos gebaut. Sie wurden zuhause von den Japanern empfindlich getroffen. Unsere
Autoindustrie läuft Gefahr in heimischen Gefilden von Indern und Chinesen
überrumpelt zu werden.

Noch letztes Jahr hat die Fachpresse vor dem Kauf eines Dacia Logan gewarnt:
"Diese Fahrzeuge sind gefährlich und auf dem sicherheitstechnischen Stand eines deutschen Autos aus den Mitte 90er Jahren"...
Nun; ich schaute aus dem Fenster und sah mein deutsches Gebrauchtauto, Baujahr 1995, vor der Tür stehen - ohne ESP, ohne Gurt-Anlage-Pieps-Warner und ohne Seitenairbags.
Und irgendwie fühlte ich mich hinter den 4 Ringen dieser Marke immer recht sicher.
Also: warum keinen Dacia Logan (o.ä) als nächsten fahrbaren Untersatz. Und das Ganze für ein Viertel Neupreis und trotzdem beste Verbrauchs und Abgaswerte.
(Die damit verbundenen , massiv gestiegenen Kosten sind der Grund das "alte" Auto überhaupt verkaufen zu wollen...)