Abwehrbereit: Conti-Chef Manfred Wennemer

Conti im Abwehrkampf

„Egoistisch, selbstherrlich, verantwortungslos“

Spezial Die Wortwahl von Continental-Chef Manfred Wennemer ist drastisch. Der Autozulieferer wehrt sich heftig gegen Schaefflers Angriff. Doch damit hatten die Franken gerechnet. Die nächsten Schritte zur mehrheitlichen Übernahme sind schon geplant. Von Johannes Ritter und Henning Peitsmeier

Lesermeinungen zum Beitrag

17. Juli 2008 09:37

Sehr geehrter Herr Wennemer,

Andreas Pliester (pliester)

Ihre selbstherrliche Reaktion auf Schaefflers Offerte zeigt, dass Sie sich nicht in Ansätzen bewusst sind, welch desaströsen Zustand Continental unter Ihrer Führung angenommen hat. Auf den Fluren, auf denen einst betriebsame Entwickler liefen, findet man heute nur noch uniformierte Geldvernichter. Sie setzen alles daran, dass keine Werte mehr geschaffen werden (Stichwort: Reduzierung des Entwicklungsbudgets von 11% auf 7%). Unter den Arbeitern und Entwicklern, also denen, die Coninental groß gemacht haben und die heute Coninental überhaupt nur eine Zukunft zu geben in der Lage sind, hat sich längst Demotivation breit gemacht. Es wird nicht mehr gearbeitet, das Tagesgeschäft besteht nur noch aus Reorganisationen, Umzügen und effizienzlosen Versuchen, Betriebsamkeit vortäuschenden "Entwicklern" in Ungarn und Rumänien das Arbeiten beizubringen. Funktionierende, über Jahrzehnte aufgebaute und bewährte Arbeits- und Kommunikationsstrukturen werden durch Sie bewusst zerstört. Herr Wennemer, kommen Sie runter von Ihrem hohen Roß und werden Sie sich bewusst, dass Continental inzwischen selbst zu einem Übernahmekandidat verkommen ist.

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17. Juli 2008 00:19

Die Conti Schulden werden Schaeffler im Hals steckenbleiben

Ernst Baner (kesselstadt)

Die machthungrige Dame bei Conti koennte sich als der wahre Verlierer erweisen: Schulden ohne Ende fuer den Kauf eines Unternehmens, dessen Bilanz vor allen Dingen Schulden ausweist und das sich auf dem Hochpunkt des Konjunturzyklus befindet. Verdienen daran werden nur die investment Berater, die schon an der ueberteuerten Schuldenorgie bei der VDO UEbernahme durch Conti verdienten.

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16. Juli 2008 20:25

Continental (Reifen) interessieren mich nicht ...

Thomas Spaniel (Echnaton1970)

... seit bei einem seinerzeitigen Sommerreifentest der renommierten Zeitschrift "mot" bei den 4 Test-Exemplaren aufgefallen war, dass sie zwar ein beeindruckendes Grip-Niveau aufzuweisen hatten, jedoch schneller verschlissen, als der aktuelle TUEV vorhaelt. Auf Nachfrage erklaerte man seinerzeit bei Conti, es seien "versehentlich" 4 Engineering sample fuer den Test geliefert worden, nun, an den Weihnachtsmann glaube ich selbstverstaendlich auch. Ausserdem habe ich es Conti bis heute nicht verziehen, dass (zumindest seinerzeit) modernste Reifenwerk der Welt nach Timişoara geklotzt zu haben. Wie man im Zuge des Nokia-Exodus von Bochum nach Rumaenien lesen konnte, arbeitet dieses Werk bis heute(!) nicht profitabel. Meine Schadenfreude darueber sehe man mir bitte hoeflichst nach. P.S. Ich habe nichts gegen Rumaenien, wohl aber gegen Continental (Reifen).

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16. Juli 2008 18:06

Familienunternehmen als Großaktionäre

Ernst-Markfried Kraatz (ErnstKraatz)

haben bislang -siehe BMW- Aktiengesellschaften gutgetan, weil nicht allein Renditegesichtspunkte in der Firmenpolitik den Ausschlag geben. Und daß die Gewerkschaften bei Schaeffler wenig zu sagen haben, ist ein weiterer Pluspunkt.

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16. Juli 2008 17:54

Wulff ...

Reinhold Eysel (Eysel)

... qualifiziert sich mit diesem Statement mal wieder als Populist. Er hat doch gar keinen Wahlkampf!

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16. Juli 2008 17:52

Man sollte einen Zusammenschluss nicht so negativ sehen

Peter Bach (peter_bach)

Eine Übernahme von Schaeffler ist meiner Meinung nach nicht so schlecht, wie sie überall gemacht wird. Zunächst einmal ist Schaeffler ein deutsches Unternehmen, das weltweit mehr als 66.000 Mitarbeiter beschäftigt und im letzten Jahr über 8 Mrd. Euro Umsatz erwirtschaftet hat. Das die Schaeffler Gruppe als KG ihre Unternehmensdaten nicht so veröffentlichen muss wie eine AG ist wohl eher ein Vorteil, immerhin kann man es sich dann eher leisten langfristiger zu planen und ist nicht dem Wohl von irgendwelchen "Analysten" ausgesetzt. Ausserdem hat sich das Schaeffler Management in der Vergangenheit als klever und fähig bewiesen, etwas das man von Herrn Wennemer nicht unbedingt sagen kann, jedenfalls wenn man sich die Unternehmenszahlen der Continental AG mal anschaut. Und schliesslich war Continental ja in der Vergangenheit mehrfach Übernahmekandidat, so dass auch, falls die Übernahme von Schaeffler misslingen sollte, keine Ruhe einkehren wird. Und im Vergleich zu anderen internationalen Konsortien ist mir ein mittelständisches deutsches Unternehmen allemal lieber.

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