21. Oktober 2004 Nach der Rücknahme des Schmerzmittels Vioxx ist der Gewinn des amerikanischen Pharmakonzerns Merck um 29 Prozent eingebrochen. Im dritten Quartal blieben unter dem Strich 1,33 Milliarden Dollar (1,05 Milliarden Euro), gegenüber 1,86 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum, wie der Konzern am Donnerstag mitteilte.
Der Umsatz ging im gleichen Zeitraum um vier Prozent auf 5,54 Milliarden Dollar zurück. Im September hatte Merck das häufig angewandte Schmerz- und Rheumamittel überraschend vom Markt genommen. Nach Ergebnissen klinischer Studien wiesen mit Vioxx behandelte Patienten ein höheres Risiko für Schlaganfälle und Herzinfarkte auf.
Die Rücknahme von Vioxx, dessen Umsätze sich auf 2,5 Milliarden Dollar pro Jahr belaufen hätten, bedeute einen schweren finanziellen Verlust für Merck, sei aber die richtige Entscheidung gewesen, erklärte Firmenchef Raymond Gilmartin. Die bislang in der Vioxx-Entwicklung beschäftigten Mitarbeiter seien in die Forschung an neuen Produkten und Medikamenten verlagert worden.
Text: AFP