26. Februar 2007 Daimler-Chrysler denkt einem Zeitungsbericht zufolge darüber nach, bei einem Verkauf der US-Sparte Chrysler als Bezahlung eine Minderheitsbeteiligung am amerikanischen Autobauer General Motors (GM) zu erhalten.
Eine solche Aktienlösung werde derzeit von Daimler-Chrysler erwogen, berichtete die Financial Times am Montag unter Berufung auf mit der Situation vertraute Kreise.
Zu den anderen Optionen gehöre ein Verkauf von Chrysler an Private-Equity-Firmen. Auch eine Ausgliederung der US-Sparte mit einem anschließenden Börsengang sei denkbar. Ein Daimler-Chrysler-Sprecher habe sich nicht zu den Informationen äußern wollen, schreibt die Zeitung.
Daimler wäre froh
Für Daimler-Chrysler sei es wichtig, wer Chrysler übernimmt, sagte laut FT ein Vertreter eines der größten Aktionäre nach Diskussionen mit Managern des Konzerns.
Er glaube, der Konzern wäre froh, GM-Aktien dafür zu bekommen. Zudem haben der FT zufolge mindestens zwei institutionelle Großaktionäre Unterstützung für das Modell signalisiert.
Chrysler-Chef beruhigt Mitarbeiter
Chrysler-Chef Tom LaSorda hatte den Mitarbeitern vergangene Woche mitgeteilt, es könne Monate dauern, bevor Fragen bezüglich eines Verkaufs beantwortet werden könnten.
Die Nachrichtenagentur Reuters hatte in diesem Monat aus mit der Situation vertrauten Kreisen erfahren, dass GM Vorgespräche mit Chrysler dem Ziel einer Übernahme oder der Bildung einer strategischen Allianz geführt habe.
Text: FAZ.NET mit Material von Reuters und vwd
Bildmaterial: AFP, ddp