20. Juli 2005 Der niederländische Chemie- und Pharmakonzern Akzo Nobel hat im zweiten Quartal ein von allen Unternehmensbereichen getragenes Umsatzplus von 6 Prozent auf 3,35 Milliarden Euro erzielt. Mit dem durch Sondererträge um 22 Prozent auf 182 Millionen Euro gestiegenen Nettoergebnis ist der Konzern allerdings leicht hinter den Markterwartungen zurückgeblieben. Das operative Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) stieg wegen positiver Einmalergebnisse um 25 Prozent auf 341 Millionen Euro. Ohne diese Sondereffekte von 29 Millionen Euro lag das Ergebnis um 9 Prozent unter dem Niveau des Vorjahresquartals, wie Finanzvorstand Rob Frohn jetzt in Amsterdam mitteilte. An dem Ergebnisausblick für 2005 hält er fest. Danach wird ein Nettoergebnis etwa in der Vorjahreshöhe von rund 800 Millionen erwartet.
Die Pharmasparte Organon verbesserte den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr um 4 Prozent auf 603 Millionen Euro. Das Ergebnis stieg um 10 Prozent auf 87 Millionen Euro. Deutlich erhöht wurde der Aufwand für Forschung und Entwicklung. Die Sparte Intervet (Tiergesundheit) wuchs um 9 Prozent auf 277 Millionen Euro Umsatz und verbuchte nach Angaben Frohns mit einem Ergebnissprung um 50 Prozent auf 60 Millionen Euro das ertragsstärkste Quartal seit drei Jahren. Der Bereich Coatings (Farben und Lacke) litt noch unter dem Druck der Rohstoffkosten, die jedoch zunehmend über die Preise weitergegeben werden. Bei einem um 7 Prozent auf 1,5 Milliarden Euro gestiegenen Umsatz fiel das Ebit um 6 Prozent auf 140 Millionen Euro zurück. Hohe Energiepreise belasteten auch das Geschäftsfeld Chemicals, dessen um Sondereffekte bereinigtes operatives Ergebnis zurückging. Unter Berücksichtigung von Effekten wie Buchgewinne lag das Ebit mit 77 Millionen Euro um 12 Prozent über dem Vorjahr. Der Umsatz verbesserte sich leicht auf 963 Millionen Euro. (B.K.)
Text: F.A.Z., 21.07.2005, Nr. 167 / Seite 17
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