Die Vermögensfrage

Der Verkauf des Eigenheims als letzte Rettung

Altern auf Pump: Wenn im Alter die Rente nicht reicht, kann eine Hypothek auf das eigene Haus helfen. In Raten gezahlt, bessert dies die Rente auf. Ganz ohne Probleme ist das jedoch nicht. Von Volker Looman

Lesermeinungen zum Beitrag

01. März 2008 21:22

Richtig gerechnet

Horst Presber (hopre)

Der Verfasser des Artikels, Herr Looman, hat richtig gerechnet. Das Kapital wird verzehrt. Bei monatlich vorschüssiger Entnahme ergibt sich der in Rede stehende Betrag.

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26. Februar 2008 17:22

Alternativ-Vorschlag

Peter Müller (Darko04)

Die Möglichkeit seine bezahlte Immobilie zu kapitalisieren und weiterhin in Ihr
gesichert wohnen zu bleiben (durch Eintragung ins Grundbuch) ist heute bereits in Deutschland möglich.
Den Ablauf möchte ich nur stichwortartig umreissen, kann ihn jedoch auf Anfrage
darlegen.
- Der Besitzer wird Mitglied einer Wohnungsbau-Genossenschaft, durch Zeichnung
eines Genossenschaftsanteils zwischen 10.000 und 40.000 EUR.
- Nach Einhaltung einer Wartefrist (wie beim Bausparen) verkauft der Eigentümer seine Immobilie an die Genossenschaft.
- Mit dem Verkauf der Immobilie erhält der Verkäufer ein Wohnrecht zur Miete (derzeit 4,5 % p. a.) auf maximal 25 Jahre, nebst einer Auflassungsvormerkung im Grundbuch (Rang II) für den möglichen Rückkauf in dieser Frist.
- Den Verkauferlös legt der Kunde in eine Kapitalanlage, die mit ca. 10 % auf das Anfangs-Investitionskapital rendiert und das Investitionskapital in gleichmäßigen Raten jährlich nebst Zinsen zurückführt. (Gibt es auch bereits)

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25. Februar 2008 22:30

Kein Verständnis

Jürgen Enseleit (jonas1959)

Warum wird ein derartiger Artikel veröffentlicht?Noch schwerer ist zu verstehen,daß ein Experte zu solchen Schlußfolgerungen kommt.Oder richtet sich diese Zeitung nur an ein gewisses Klintel? Allerdings sprechen die im Artikel gewählten Zahlen dann doch nicht dafür.Der Artikel vernachlässigt ein Thema komplett.Es ist doch nun wahrlich unübersehbar,daß sich die demographischen Entwicklungen auch auf den Immobiliensektor auswirken werden.Nebenbei vernachlässigt der Autor des Beitrages ein weiteren Aspekt-die weiter sinkende Kaufkraft.Wie werden sich die Demographie u.der Kaufkraftverlust aus das Immobiliengeschäft auswirken?Muß man wirklich studiert haben,um nicht doch jetzt schon erkennen zu kennen,daß zumindestens außerhalb der Ballungsgebiete Häuser u.Eigentumswohnungen immer mehr an Wert verlieren u. z.T. jetzt schon nicht mehr verkäuflich sind.Das trifft zwischenzeitlich nicht mehr nur für die NBL zu. Zahlreiche ländliche Regionen in Ostwestfalen o.in Rheinland-Pfalz leiden ebenfalls unter dieser Entwicklung.Sind es nicht aber genau diese Familie oder Einzelpersonen,die dringend eine Aufbesserung der Rente benötigen?Vermögende Immobilienbesitzer haben sich anderwertig auf den Ruhestand vorbereitet-siehe aktuelle Entwicklung.

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25. Februar 2008 19:09

Warum die Banken nicht interessiert sind?

Burkhard Vollbrecht (voxx)

Für die Verwertung einer Immobilie ist der tatsächlich zu erzielende Verkaufspreis maßgeblich. Wer will heute vorhersagen, zu welchem Preis ein bestimmtes Haus in 20 Jahren zu verkaufen ist?

Vielleicht kommt Europa in eine Depression, da China unsere Technologie-Exporte nicht mehr braucht, weil man das inzwischen alles selber kann. Auch wenn Europa den kommenden Wandel gut verdaut, bleibt noch die Vermutung, dass in Zukunft viele Häuslebauer ihre Hütte auf den Markt werfen werden. Außerhalb der gefragten Ballungsräume, sind die Häuserpreise schon heute einem stetigen Verfall ausgesetzt. Die Banken legen auf solche Wetten keinen Wert.


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25. Februar 2008 17:56

Warum keine Leibrente gegen das Langlebigkeitsrisiko?

Carl Schmöle (schmoele-ambach)

ich vermisse eine Erörterung der Variante Leibrente.

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25. Februar 2008 13:21

... und wieder ein Spitzenartikel

Andreas M. Wirth (mightyson)

von unserem "Finanzexperten" Loomann:

Wenn das Haus € 350.000.- wert ist, dann dürfte es in etwa einen Mietwert von € 1000.- im Monat haben (3,5 % Verzinsung). Da stellt sich doch nur eine Frage: Kann bzw. will ich mir das im Alter weiter leisten oder nicht? Und wenn nicht: Dann vermiete ich die Kiste halt einfach und miete mir dafür eine kleinere z.B. für € 500.- und schon habe ich die zusätzlichen € 500.- ohne jeden Substanzverzehr! Wer aber lieber seine Hütte für die selben € 500.- im Monat (Modell mit den 25 Jahre Laufzeit) an einen Finanzexperten wie Loomann verhörkern will, soll das ruhig machen! Nach Abzug der Miete (z.B. € 500.-) bleibt dann nämlich gar nichts ubrig, außer, daß die Hütte nach 25 Jahren mal definitiv weg ist ! Ist ja aber auch nicht schlimm, ist ja nicht weg, hat dann halt nur ein anderer, und wer sich dafür entscheidet, der sollte eh schon längst im Altersheim sitzen und den ganzen Tag fernsehen !

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25. Februar 2008 09:19

Artikel unvollständig

Stefan Glöckner (Bellringer)

1. Man(n) quält sich nicht beim abbezahlen, sondern baut Vermögen auf, während beim Nachbarn der zur Miete wohhnt, dieses Geld verloren ist. Außerdem sinkt die Fianzierungsbelastung i.d. Regel kontinuierlich, mehr Geld als beim Mieter bleibt übrig (für Alstersvorsorge ?).
2. Was nutzt ein Haus wenn die Rente gering ausfällt?
- Es erspart den Mietziens der selbts für eine Klienswohnung 400 € monatlich ausmacht.
- Es schenkt Lebensqualität.
- Es ist möglicherweise durch geringe Modifikation teilweise vermietbar oder für andere Familienmitglieder mit nutzbar.
usw. usw.

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25. Februar 2008 01:28

Tja, für Alleinstehende eine Möglichkeit. Ansonsten aber ...

Klaus P. Lücke (microplan2002)

... käme es einer Enterbung der Kinder gleich.

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24. Februar 2008 23:03

Nicht besonders gut recherchiert

Patrick Böert (patrick.boeert)

1) Die deutschen Banken arbeiten durchaus am Thema umgekehrte Hypothek und das Produkt einer adaptierten deutschen Version der Reverse Mortgage wird sicherlich bald auf dem Markt sein.

2) Der Witz an der Reverse Mortgage ist nicht nur die individuelle schrittweise Umwandlung von Immobilienvermoegen in Konsum. Insbesondere ist die amerikanische umgekehrte Hypethek typischerweise keine Hypothek mit fester begrenzter Laufzeit wie dargestellt. Vielmehr gibt es unterschiedliche, individualisierbare Auszahlungsplaene mit einer (potentiellen) Mischung von Einmalzahlungen und monatlichen Zahlungen mit lebenslanger Auszahlung. Diese Auszahlung wird GERADE auch dann fortgesetzt, wenn rechnerisch das Vermoegen des Hauses schon verzerrt wurde. Die Reverse Mortgage enthaelt damit auch eine Versicherungskomponente, die eine lebenslange Auszahlung garantiert (und die Auszahlung senkt.)

3) Jedes Instrument wird von den Banken zu Marktpreisen + Gewinnzinsspanne bewertet, entsprechend ergeben sich alle Vor-/Nachteile der verschiedenen Loesungen aus den unterschiedlichen Folgen fuer Eigentumsrechte / Hoehe der Auszahlung. Diese Punkte sind immer individuell anhand der Lebenslage zu bewerten, entsprechend auch jede Praeferenz fuer eines der Produkt

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24. Februar 2008 22:27

Viager

Patrick Pulver (job3809)

In Frankreich gibt es ein System Names Viager.
Der Besitzer kann sein Eigenheim verkaufen erhaelt jedoch ein lebenslanges Wohnrecht in seinem Eigenheim.
Je nach Wert des Objektes und Alter der Besitzer wird der Kaufwert des Objektes sowie eine eventuelle monatliche Rente ermittelt .

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24. Februar 2008 16:16

kein Rechenfehler

Andreas Wohlfeld (agw)

Es wird natürlich mit Kapitalverzehr und fester Laufzeit von 20 Jahren gerechnet.
Bei lebenslanger Zahlung ab dem 65. Lebensjahr dürfte es einen kleinen Abschlag geben.

Das Kapital nicht zu verzehren widerspricht ja dem Thema.

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24. Februar 2008 11:34

Falsche Analyse

Sebastian Schreiber (koenig.von.deutschland)

Keiner dieser drei vorgestellten Wege kann überzeugen, denn sie sind schon in ihrer Anwendbarkeit stark beschränkt:
1. Die Mehrzahl der Menschen in Deutschland wohnt zur Miete und besitzt gar kein Haus, welches zur Rente versilbert werden könnte.
2. Der Wert eines Hauses liegt idR unter 350.000 Euro.
3. Viele Banken haben gar kein Interesse an Krediten für Rentner und einem Haus als Sicherheit, welches sie dann auch noch selber verkaufen müssen.

Aber die eigentliche Schande ist doch, dass man sein Leben lang als Arbeitnehmer in die Rentenkasse eingezahlt hat und dafür eine Rente beziehen kann, welche so niedrig ist, dass man auch noch sein Haus verkaufen muss. Der Vergleich mit den USA ist in der Hinsicht auch wenig aussagekräftig: wir zahlen fast 20% an Rentenbeiträgen und die Amerikaner nur 10%. Und das diese Nation gerne auf Pump lebt, sollte sich inzwischen rumgesprochen haben. Unser Rentensystem kollabiert nicht, weil wir zu wenig Einzahler oder zu wenig Beiträge leisten oder weil die demographische Entwicklung ungünstig ist, sondern weil unsere hart erarbeiteten Rentenbeiträge für irgendwelche anderen sinnlosen Subventionen und Staatsausgaben verballert wird.

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24. Februar 2008 08:49

Rechenfehler ?

Karsten Pieper (KaPi)

Der Autor möge freundlicherweise einmal vorrechnen, wie er aus 350.000 € bei einem Zinssatz von 4,5 % eine monatliche Rente von 2.197 € erhält. Der Unterzeichner kommt nur auf 1.312,50 €, was abzüglich 1.000 € auch nur rund 300 € in der Kasse belässt.
Karsten Pieper

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