Was will einem der Autor hiermit sagen: Diese Frage stellt sich einem vorallem am Ende des Artikels.
Positiv zu vermelden ist die Behautung man solle nicht immer und nur auf die Steuer schauen. Dies vorallem deshalb, weil die meisten steuerbegünstigten Anlagen (z.B. Riester und Bausparen) eine mäßige bis schlechte Verzinsung bringen. Ein teures (weil wenig Ertrag) Produkt wird nicht durch staatliche Produkte plötzlich günstig.
Negativ zu nennen ist, dass weder für kurz- noch für langfristige Anlage eine Aussage darüber getroffen wird, welche Art von Anlage UNTERN STRICH sinnvoll erscheint.
Inhaltlich falsch ist jedoch die Behauptung bei Rentenpolicen (egal ob klassisch mit als Fondspolice) sind Minderungen, Erhöhungen oder Zuzahlungen nicht möglich. Diese Aussage galt bis 2004! Seit diesem Zeitpunkt ist dies zumindest bei den guten Gesellschaften und Tarife problemlos möglich. Ebenso kann man zumindest bei Fondspolicen auch Beträge entnehmen, ohne das dies ein Darlehen ist, sondern eine Vorauszahlung des eigenen Guthabens.
Zitat: "Von diesem Betrag werden in einer Aktienfondspolice und bei einem persönlichen Steuersatz von 40 Prozent ungefähr 242.000 Euro übrigbleiben, weil die Differenz zwischen den Sparraten und der Ablaufleistung wieder zur Hälfte steuerpflichtig ist."
<br>40% persönlicher Steuersatz wurde bisher herangezogen. Nach dem 01.01.2008 bezahlen alle unabhängig vom persönlichen Steuersatz 25% plus Soli, also ca 30%.
<br>Absolut richtig ist, dass die meisten Lebensversicherungen nicht bis zum Schluss durchgezahlt werden, weil sich die Lebenssituation änderte. (Ist aber in 30 Jahren nicht unwahrscheinlich). Keiner der heiratet geht davon aus, dass er sich mal scheiden lässt, kein Drogensüchtiger wollte süchtig werden und so sehen es viele, die eine Lebensversicherung abschließen. Oft nehmen sich die Leute mehr zeit, um ihren nächsten Urlaub zu planen, als um für die Lebensplanung. Lebensversicherungen haben ihren Sinn, aber da kommt es nicht nur auf eine gute Beratung an, sonder vor allem Dingen, dass der Kunde die Sache versteht. Ansonsten kommt ein andere Vertreter dahergelaufen und erklärt, dass das alles "Käse" ist und fordert dem Kunden zur Kündigung auf, um was eigenes abzuschließen.Das Problem bei Fons ist, dass man jederzeit rankommt.
Der Autor hat vollkommen recht, dass auf den Staat leider kein Verlass mehr ist und mehr Konstanz wünschenswert. Allerdings führen Steuern gerade nicht auf Abwege.
Hier korrigiert sich der Autor am Ende selbst, wenn er die Renditen nach Steuern vergleicht. Der Kunde muss sein Ziel festlegen und anschließend das beste Produkt für dieses Ziel suchen, unter Einbeziehung der Risikoneigung des Kunden und der Steuer. Manchmal ist dann eben die Versteuerung und Anlage der Gelder optimal, ein anderes Mal ein staatlich gefördertes Produkt; am Ende hängt es auch an der gewünschten/möglichen Sparrate.
Dennoch spricht alles für das Produkt mit der höchsten Nachsteuerrendite. Natürlich muss sich der Kunde klar über seine Rahmenbedingungen (Verfügbarkeit, Risiko) sein und die Disziplin aufbringen durchzuhalten. Wenn 2/3 aller Kapitalversicherungen vorzeitig gekündigt werden, ist der Staat dagegen doch noch verläßlich ;-)