Also ich betreibe zusammen mit 4 Partnern, darunter 1 Landwirt seit 4 Jahren eine solche Anlage.
Was besser ist als bei Windrädern und Solaranlagen ist zweifelsohne der konstante Ertrag, der nur minimalen Schwankungen unterliegt.
Was aber in Ihrem Artikel völlig unberücksichtigt bleibt, ist die Tatsache . daß sich die Rohstoffkosten (im Gegensatz zu Wind- oder Solaranlagen muss eine Biogasanlage "gefüttert" werden) in den letzten 2 Jahren drastisch verteuert haben.
Wer sich dann noch an einem Projekt mit 25% weichen Kosten beteiligt hat, bei dem sich Treuhänder, Initiator und Vertrieb upfront die Taschen voll machen, dann gute Nacht für den Anleger.
Dann reden wir in der aktuellen Situation nämlich nicht mehr über positiven Ertrag, sondern darüber wieviel ein Anleger ggf. nachschießen muss.
Ein Blick auf die börsennotierten Biogashersteller Schmack und Envitec spricht übrigens Bände...
Wer hat noch nicht gemerkt, dass Photovoltaikanlagen auf Hausdächern blühen wie anderswo das Unkraut - pardon, das Wildkraut? Oft hört man: die Anlage trägt sich selbst, sogar noch die komplette Finanzierung, und das nach 12 bis 15 Jahren...
Ich habe selbst gerade ein entsprechendes Angebot bekommen und hatte gestern die Muße, die ganze Sache einmal "durchzurechnen". Dabei dachte ich mir, ein geeignetes Maß um das Lohnen einer derartigen Investition mit Fremdkapital ist ein monatlich ausgeglichener CashFlow für den Zeitraum von 20 Jahren. Grundlage dafür war die Wirtschaftlichkeitsberechnung des Anlagenanbieters sowie in der Finanzierung das KfW-Solarstrom-Programm sowie die Ausrichtung der Dachflächen nach Südost (40°, kein 100%iger Wirkungsgrad).
Kurz gesagt: Die Aussage, dass die Photovoltaik-Anlage sich selbst und auch die Fremdfinanzierung trägt stimmt. ABER: nach 19 Jahren und 9 Monaten. Wer hat also etwas davon? Der Verkäufer der Anlage und die Bank, hier die KfW.
Dabei sind die steuerlichen Dinge, eine ggf. sinnvolle Versicherung der Anlage gegen Sturmschäden, Reparaturen, aber auch die ggf. "pessimistische" Berechnung der Wirtschaftlichkeit nicht berücksichtigt. Da existiert noch Kommunikationsbedarf...
