Investition bestanden: Absolventen in Bremen

Die Arbeitskraft ist für die meisten Menschen das größte Kapital. Leider wird dieser Schatz häufig zu wenig gepflegt. Eine Investition in eine Fortbildung ist aber oft lohnender als die klassische Kapitalanlage. Die Vermögensfrage.

Lesermeinungen zum Beitrag

19. Februar 2007 10:07
Der Denkfehler  
Sophia Orti (rum)

Auch wenn die Universität eine Berufsschule wäre, auch wenn der alleinige Sinn des Studiums wäre, Geld damit zu verdienen, auch wenn wir alles zu Wirtschaft reduzieren und nur wirtschaftlich argumentieren: nicht der Absolvent ist der größte Gewinner beim Studium. Die beste Finanzierung mit Kredit geht durch die Steuer: wenn der Absolvent verdient, wird er das Studium durch die Steuer zurückzahlen. Wenn er wenig verdient, aber sein Arbeitgeber viel durch ihn gewinnt, dann wird der Arbeitgeber das Studium durch die Steuer bezahlen.

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19. Februar 2007 09:48
Bafög für Alle oder abschaffen  
Marcel Meier (MarcelMeier)

Wenn das Bafög System doch so sozial austariert ist, um sozial Schwachen das Studium zu ermöglichen, warum müssen dann so viele Studenten arbeiten?
Es ist nicht einzusehen warum Eltern anderen Kindern das Studium bezahlen und ihre Eigenen arbeiten müssen!

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19. Februar 2007 07:53
93.000 Euro Schulden statt Kinder  
Franz Holzinger (franzholz)

Für viele der Studienabsolventen würden 93.000 Euro an Schulden bald ruinöse Folgen haben. Dazu kämen auch die Stuidienabbrecher, die ebenso nicht unerhebliche Schulden angesammelt hätten. Es gibt für niemanden einen Arbeitsplatz- oder eine Mindestgehaltsgarantie. Wer es nicht schafft, kurz nach dem Studium einen gutbezahlten Job 10 Jahre lang ausüben zu dürfen, der kann seine Schulden aus dem Studium nicht mehr wieder zurückzahlen. Und mit einem hohen Schuldenberg könnten sich diese Leute auch nicht mit guten Ideen selbständig machen. Sie säßen in der Schuldenfalle ohne gute Aussichten, da jemals wieder herauszukommen. Sollten Sie einen Lebensgefährten oder Ehe-Partner finden, dann müßte dieser ziemlich sicher ebenso diese 1000 Euro/Monat an Schuldendienst mitübernehmen. Es bliebe kein Geld mehr dafür übrig, eigene Kinder zu unterhalten.
Mit anderen Worten: Viele Studenten würden später zu Leibeigenen der Banken werden. Statt für eigene Kinder müßte alles Geld für die Banken ausgegeben werden.

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18. Februar 2007 20:57
Gehalt für Studenten  
Jürgen Weber (weberjn)

Genauso, wie Handwerker sind auch viele Akademiker bereit, sich nach ihrer Ausbildung zu verschulden, um ein Unternehmen aufzubauen. Aber sich für eine Ausbildung zu verschulden, ist eine andere Sache.
Welcher Handwerks- oder Banklehrling wäre bereit, für seine Bildung zu bezahlen, statt dem schönen Lehrlingsgeld, mit dem man immerhin in der Disko sehr flüssig ist und das häufig für die Motorisierung reicht, Lehrgeld zu bezahlen, wie es im Mittelalter üblich war?
Von den Studenten verlangt man dies aber.
Warum zahlt man eigentlich nicht den Studenten das gleiche Gehalt wie den Lehrlingen auch? Warum sollen die einen für ihre erste Berufsausbildung bezahlen und die anderen ein Gehalt erhalten?

Warum sollte man an einer Universität studieren, wenn die Absolventen von Berufsakademien das gleiche Gehalt erhalten?

Es ist widersinnig, in Zeiten der Globalisierung, wo Deutschland nur durch die Ausbildung seiner Bewohner bestehen kann, mit Studiengebühren die jungen Leuten von den Universitäten fernzuhalten. Vielmehr sollte man mit einem Lehrlingsgehalt den Studenten den Rücken zum Lernen frei halten.



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18. Februar 2007 19:29
Blick durch Dollars verdeckt  
Florian Karl (Flori4)

Herr Lohmanns Gedanken sind nicht nachvollziehbar: erstens müsste das Studium gerade deshalb kostelnlos bleiben, weil Handwerker die Berufsschule auch vom Staat finanziert bekommen, was ja auch gut ist. Will der fertige Rechtsanwalt irgendwann seine Kanzlei eröffnen, wird er wie der Handwerker bei einer Betriebsgründung einen erheblichen Kredit aufnehmen müssen. Doch das Denkproblem ist ein anderes: nicht jeder Hochschulabsolvent wird Rechtsanwalt oder Top-Manager und verdient so viel, dass er 1000 € monatlich sparen könnte. Viele wären froh, wenn sie den selben Betrag zum Leben hätten. Ein weiterer Fakt ist, dass das Bafög seit 5 Jahren nicht mehr an die Inflation und Teuerung angeglichen wurde, mit dem Verweis auf Studienkredite als Alternative, die zum Vorzugszins von knapp 6% bei der bundeseigenen KFW-Bank zu bekommen sind. Bezieht man dann noch die unverständlich hohen Krankenkassenbeiträge für Studenten > 30 J. in eine Bilanz mit ein, wird Studieren schnell zum Ruin!

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18. Februar 2007 15:01
Es muss ja keine Million sein  
Matthias S. (Schoemann)

Wer ein Studium anstrebt um Millionär zu werden, hat sicher irgendwas falsch gemacht in seiner Lebensplanung. Man sollte studieren weil man Lust auf Bildung hat und man sollte sich gut überlegen, ob man sich ein Studium auch wirklich zutraut. Hier setzen Studiengebühren die richtigen Anreize.
Der Bologna-Prozess wird eine Akademisierung auf niedrigen Niveau mit sich bringen. Vielmehr Berufe werden einen B.A. Abschluss voraussetzen. Vielleicht steigt aber auch die Qualität der wissenschaftlichen Master und Ph.D. Studiengängen, was wünschenswert wäre.

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18. Februar 2007 13:20
"Wie der Traum vom kleinen Vermögen Realität wird"  
Sophia Orti (rum)

Herr Looman träumt von Vermögen, und das, was er nicht versteht, soll nach seinen Träumen gestaltet sein. Es wäre schade, wenn Herr Looman eine (kostenlose) akademische Bildung hat: Leuten wie ihm soll sie viel Geld kosten, aber am besten sollten sie von einem Studium abgehalten werden, denn mit einem Titel können sie viel zerstören.

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