Die Vermögensfrage

Immobilienerwerber sollten ihre Schulden möglichst rasch abtragen

Die Finanzierung von Immobilien ist dank Internet ganz einfach geworden. Dennoch sind Fehler schnell gemacht, und dann droht ganz leicht eine kalte Dusche. Es empfiehlt sich, viel Eigenkapital einzubringen und die Hypotheken abzusichern. Von Volker Looman

Lesermeinungen zum Beitrag

05. März 2008 15:28

Kredite einfach?

Norman Argubi (argubi)

In Zeiten, in denen es durch die Presse geistert das Menschen ihr Haus in einer Zwangsversteigerung verlieren, obwohl sie immer alle Raten bezahlt haben davon zu reden, dass eine Finanzierung einfach ist, ist ein Hohn!

Warum passieren solche Fälle? Weil die Menschen nicht wissen was sie tun. Weil sie keinen Profi an ihrer Seite haben, der eine Grundschuld von einer Hypothek auseinanderhalten kann. Somit hätte es diese Fälle nicht gegeben.

Jetzt wieder zu behaupten, man könne übers internet eine Finanzierung lösen, der sollte sich schon in Vertragerecht, Grundbuchrecht und in AGBs von Banken auskennen. Wer nicht ganz so firm ist, sollte das vielleicht doch einem Profi überlassen.


Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
04. März 2008 22:34

Heute verschulden und später mit wertlosem Geld zurück zahlen!

Ralf Dellert (InvestmentProf)

Die Inflation kann auch "Freund" sein. Nämlich "Freund des Schuldners"!
Dies wird immer wieder gerne ausser Acht gelassen.
Bei dem genannten Beispiel: 240 tsd EUR inkl. NK, 4,5 % Zinsen, 1 % Tilgung: Restschuld nach 10 Jahren: 210 tsd EUR.
Nach weiteren 10 Jahren(unterstellte gleiche Zins- und Tilgungsraten): Restschuld 162 tsd EUR.
Realwert der 162 tsd EUR nach 20 Jahren bei 3 % Inflation: 90 tsd EUR.
Das Einkommen der beiden wird nach 20 Jahren nur bei Inflationsausgleich bei knapp 180 tsd brutto p.a. liegen. So sollten die "Schulden" doch erträglich sein. Worüber reden wir also? Ein schlauer Mann sagte einmal: Zu einem großen Vermögen gelangt man nur durch die "intelligente Verschuldung in Sachwerten".
Deshalb einfach einmal über "versicherungsfreie Lösungen" nachdenken. Wetten, das diese deutlich interessanter für den Häuslebauer sind?

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
03. März 2008 13:11

An die Nebenkosten denken!

Ulli Zedler (UlliZ)

Mir graust es immer, wenn Argumente wie "kaufen statt mieten!" unterfüttert werden mit Modellrechnungen, bei denen der Kauf der Immobilie nicht teurer sein soll als Miete. Dabei wird oft einseitig nur auf die Anfangsbelastung bei Zins und Tilgung fokussiert.

Richtig ist zudem die Kritik des Autors, daß "Sparen auf Kredit" vollkommener Blödsinn ist, also die Einzahlung in einen Bausparvertrag parallel zur Finanzierung einer Immobilie auf Kredit.

Eine Immobilie ist zwar ein Sachwert, das sollte eigentlich das Inflationsrisiko ausgleichen. Aber hier wird gesprochen vom Neubau eines Einfamilienhauses, und dieser "Sachwert" ist, bis auf den Grundstücksanteil, letztlich auch von Wertverfall (Objektverbrauch) betroffen, es sei denn, man tätigt von Anfang an regelmäßig Unterhaltungsaufwendungen und in ausreichenden Abständen Modernisierungs- und Erneuerungsinvestitionen.

Für diese müssen, über Zeiträume von 15 Jahren und mehr, ebenfalls erhebliche Geldmittel bereitgehalten werden. Daran denkt bei einem Neubau zunächst fast niemand, wenn mit dem spitzen Bleistift gerechnet wird.

Immobilienwerwerb ohne ein Minimum von 40% Eigenkapital ist daher finanzielles Harakiri und endet nicht selten in der Zwangsversteigerung.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
03. März 2008 08:58

@ Dietrich von Hase (notebookrabbit)

Marko Hrbat (Hrbat)

Sie schreiben:
>>Wenn ich heute einen Hypokredit für 4,5% Zins bekomme und die aktuelle Preisinflation schon nahe dieses Prozentsatzes liegt (und die monetäre Geldmengenaufblähung liegt ja in der EU-Bereich wohl etwa zweistellig pro Jahr), dann kostet mich der Kredit ja real kaum noch Geld.<<

Da auch ich von einer realen Inflation von ca. 5% p.a. ausgehe - das sagt zumindest der Küchenindex meiner Eltern, die seit 1973 ein Haushaltsbuch führen - haben Sie - auf den ersten Blick - völlig Recht!

Aber: Die Menschen zahlen momentan woanders drauf.
Sie zahlen - wie schon in den 1990er Jahren bei Schrottimmobilien (HypoBank jetzt HVB etc.; eine Google-Suche ergibt fast 100.000ß Treffer) - zu hohe Preise.

Wenn sie dann verkaufen wollen, bekommen sie viel weniger für die Immobilie.

Dies hat Ähnlichkeiten mit den Verbraucher-Krediten bei den Autobanken.
Natürlich bekommen Sie den Kredit für NUR 0,9% Zinsen.
Dafür zahlen Sie NUR einen um 5.000 EUR höheren Wagenpreis....

Die Banken holen sich das Geld eben durch überhöhte Preise und teilweise durch Maklerprovisonen. Es soll Banken geben, die Häuser zwangsversteigern , über Tochterfirmen selbst ersteigern (Rest-Schulden bleiben!) und wieder Neu-Käufern /Neu-Kreditnehmern anbieten...

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
03. März 2008 00:12

Immobilienerwerber...

Karsten-Hinrich Festge (Festge)

Eingangs seines Beitrags geht dessen Verfasser wie selbstverständlich davon aus, Kreditzinsen für den Erwerb einer Immobilie könnten-seit wann ?- nicht mehr als Werbungskosten geltend gemacht werden.-
Ich habe seit bald 12 Jahren meinen ausschließichen Wohnsitz in Österreich. Ich bin deshalb zur Überprüfung einer solchen Behauptung auf eine internet-Recherche angewiesen.- In den Verlautbarungen des Bundesfinanzministeriums kann ich freilich zur Verifizierung dieser Behaupung garnichts finden.- Ich bitte deshalb den Verfasser um Aufklärung unter meiner e-mail-Anschrift: karsten.festge@aon.at.-

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
02. März 2008 14:18

Milchmädchen-Zinsrechnung ohne Inflation?

Dietrich von Hase (notebookrabbit)

Bei diesem Beitrag ist mir - offen gesagt - die gesamte Argumentation recht schleierhaft. Der immer zentraler werdende Aspekt Inflation wurde nirgendwo berücksichtigt.

Wenn ich heute einen Hypokredit für 4,5% Zins bekomme und die aktuelle Preisinflation schon nahe dieses Prozentsatzes liegt (und die monetäre Geldmengenaufblähung liegt ja in der EU-Bereich wohl etwa zweistellig pro Jahr), dann kostet mich der Kredit ja real kaum noch Geld.

Also dürfte es Sinn machen in inflationären Zeiten bei den derzeitigen Niedrigzinsen im Hypobereich bei den Banken eher zu tanken und wenig zurückzuzahlen um warten, bis die Inflation die Hypothekenschulden bei der Bank "aufgefressen" hat.

Physische Assets wie Immobilien, Rohstoffe, usw. dürften in inflationärer Umgebung im Preis eher steigen so dass der Häuslebauer am Kredit verdienen und die Banken verlieren dürften.

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
01. März 2008 20:14

Pflicht bei Ratenkrediten?

Sven Kaulbars (faz-kaule)

Ich verkaufe Ratenkredite auch ohne Restschuldversicherungen, mach ich da was fasch?

Diese Lesermeinung bewerten Belanglos Lesenswert
1 - 7 von 7 Lesermeinungen
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche