Debatte

Merkel kritisiert Günter Grass

Bundeskanzlerin Merkel hat sich zu den Kritikern von Günter Grass gesellt. „Ich hätte mir gewünscht, wir wären über seine Biografie von vorneherein in vollem Umfang informiert gewesen“, so Merkel am Montag.

Lesermeinungen zum Beitrag

22. August 2006 16:56

Die Grass-Debatte

gisbert heimes (gisbert4)

breitet das Panorama der jüngsten (nicht nur deutschen!) Geschichte noch einmal voll aus. Das ist gut so. Die von den Deutschen in der rasend kurzen Zeit von 12 Jahren ausgelösten historischen Erschütterungen werden wie unter der Lupe noch einmal deutlich. Wieviel anders könnte man sich den Verlauf der Geschichte da ohne vorstellen.

Im Rückblick könnte diese Debatte vielleicht einmal so etwas wie einen Endpunkt darunter darstellen (jedoch nicht den berüchtigten 'Schlußstrich').

Kleine Fußnote: unter den Grass-Verteidigern scheinen sich etliche zu befinden, die ihren alten Feind nur allzugerne nach dem Motto 'sieh da, einer von uns' in ihre Reihen aufnehmen möchten... Grass sollte nicht zu nachsichtig mit sich selbst sein :-).

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21. August 2006 23:33

Ein Ideologieanfälliger - durchs ganze Leben!

Fritz W. Peter (fpeter)

Warum hat GG seine SS-Zugehörigkeit nicht zugegeben - wie Erich Loest seine "Werwolf"-Zugehörigkeit?

GG war seit den 60er Jahren stets Wahlhelfer der SPD. Dazu hätte es kaum gepasst, nicht nur Mitläufer, sondern sogar SS-Aktiver gewesen zu sein u. bis zuletzt vom "Endsieg" geträumt zu haben.

Um seine Wirkung für die SPD nicht zu gefährden, durfte es ein SS-Thema in der Biographie v. GG nicht geben. Die Verdrängungsleistung stand quasi in höheren „politisch-moralischen” Diensten. GG diente damit sich u. ebenso seinem ideologischen Partner SPD.

Er hat diese Rolle mit ideologischem Schaum vor dem Mund gespielt. Dieses wenig verfeinerte Verhalten in seinem erwachsenen Leben erinnert an sein (wie ich finde verzeihliches) unkritisches Verhalten in den Jugendjahren.
Das frühe Verhalten ist jugendlichem Alter zuzuschreiben, das spätere gehört aufs Konto Ideologieanfälligkeit. Die SPD ließ es sich als Wahlhilfe gern gefallen, so auch Schröder.

So wenig letzterer durch Intellektualität aufgefallen ist, so wenig verdient die fungible Parteinahme v. GG für politische Zwecke die Bezeichnung „intellektuell”. Man wird sie ihm für das literarische Werk attestieren, seine Agitprop erscheint hingegen eher banal -- und sehr dienstbar.

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21. August 2006 18:18

@ Martin Buchwald

Tilmann Liess (faz4tl)

"Der Fall Grass interessiert die mittlere und jüngere Generation dieses Landes, nicht Frau Merkel!"

ODER

"Der Fall Grass interessiert die mittlere und jüngere Generation dieses Landes nicht, Frau Merkel!"


Vielleicht ein bisschen kleinlich, solch eine kurze Stellungnahme (ca. 1 Minute) so zu kritisieren:
"Es gibt viel zu tun packen Sie es an."

Ja,
Es gibt viel zu tun - packen Sie es an.

Vielleicht 10 Min. für einen guten Zweck, heute und morgen.

Ich bekomme schon ein schlechtes Gewissen, wegen der 4Min. 26 sec für dieses Schreiben. Aber vielleicht klappt mit den 10 Minuten auch über- und überübermorgen.

Mit freundlichen Grüßen
Tilmann Liess

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21. August 2006 17:01

Frau Merkel

Martin Buchwald (Denken)

Der Fall Grass interessiert die mittlere und jüngere Generation dieses Landes nicht Frau Merkel!

Es gibt viel zu tun packen Sie es an.

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21. August 2006 15:36

Merkels Kritik von Grass

Peter P. Haase (Moonfarer)

Auch ich kann Frau Kanzlerin Merkel nur beistimmen. Grass war und ist ein tendenzioeser Kritiker und damit ein ziemlich offensichtlicher Opportunist.

Nur sehr wenige wirklich geschichtserfahrene Deutsche und Auslaender stimmen mit seiner rein tendenzieoesn Geschichtsdeutung ueberein. Er ist einer der vielen die nach dem Kriege auf der Seite der puren Kritiker Deutschlands standen und er wollte mit dieser Art seiner Propaganda viel Geld zu verdienen.

Peter P. Haase
Boca Raton, Florida
USA

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