Die Autorin: Necla Kelek

Gastbeitrag

Gehorsam und Erziehung zur Gewalt

Die Autorin Necla Kelek schreibt in einem F.A.Z.-Gastbeitrag über Religion und eine Erziehung zur Gewalt in Migrantenfamilien. Sie kritisiert den Appell prominenter Deutschtürken und die CDU, die die Ursachen der Misere ausblendet.

Lesermeinungen zum Beitrag

13. Februar 2008 09:32

religiöse Indoktrination

Fritz Matthäus (matthaeus2)

schlimm ist die religiöse und zugleich politische Indoktrination von Kindern und Jugendlichen, die dem noch lange nicht gewachsen sind. Da werden schon die ersten schlimmen Feindbilder aufgebaut, die später nur schwer oder auch gar nicht mehr im weiteren Leben abzubauen sind. Deshalb müssten Koranschulen schlichtweg verboten werden.

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12. Februar 2008 22:39

An Daniel Kleiner

adem öztürk (adamos)

Herr Daniel Kleiner ich moechte sie nur daran erinnern das die Kurden in der Tuerkei keine Minderheit sind!das sollten sie bitte in ihre Gedaechtniss einpraegen.Die Kurden in der Tuerkei sind in allen Aemtern und in der Politik fuehrend.Aber wenn sie von den 5000 verbotenen PKK terroristen reden haben sie recht die sind minderheit.
mit freundlichen Gruessen

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12. Februar 2008 13:47

Wie man in den Wald hineinruft...

Erol Dogan (zeydun)

Als ein in Deutschland geborener Muslim mit türkischem Migrationshintergrund kann ich mich der aktuellen Debatte über die Gewaltbereitschaft der Ausländer überhaupt nicht anschliessen. Ich fühle mich genauso deutsch, wie jeder Andere mit deutschen Urahnen. Zumal ich ja viel länger in diesem Land lebe, als viele andere Deutsche und für dieses Land mehr getan habe als so manch Andere.
<br>Daher finde ich es frustierend, wenn irgendwelche Propagandisten daherkommen, und behaupten; ihn sei es in die Wiege gelegt worden erhaben über andere Leute zu sein.
<br>Ich bin für eine tolerante Gesellschaft; doch wenn sich einige nicht überreden lassen wollen, und einäugig den "Übermenschen" makieren, werde ich genauso gegen diejenigen herziehen.
<br>Vielleicht rührt es aus meinem "deutschen" Verständnis mich nicht einfach unterdrücken zu lassen, und mich gegen politische Missstände zu währen.
<br>Vorurteile und Verallgemeinerungen gibts überall. Wer denken und sich gut informieren kann ist klar im Vorteil.
<br>Die türkische Subkultur ist bis dato gesellschaftlich ein ungeschriebenes Blatt in Deutschland.
<br>Solange man sich nicht mit der Sache befasst muss man wohl öder übel den Medien die Meinungsbildung überlassen. Allen voran der B**d Zeitung!!

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12. Februar 2008 11:30

Toleranz ist sehr wohl möglich

Julius Franzot (JFranzot)

Wenn man die Koranschulen lobt oder dämonisiert, tut man auf jeden Fall einigen davon Unrecht. Wegen meines Buchprojekts hatte ich Gelegenheit, das Thema "Islam" zu vertiefen. Es stimmt sehr wohl, dass es sich dabei nicht nur um eine Religion, sondern auch um ein juristisches und politisches Lehrgebäude handelt, nur ist es faktisch unmöglich, aus den unzähligen, und oft widersprüchlichen Koran-Zitaten, klare Handlungsmaximen abzuleiten. Was heisst, z.B. "Erlaubnis zu kämpfen ist denen gegeben, die Opfer von Unrecht wurden"?
Hier kann man eine ganz normale Notwehr, wie auch Revanschismus in Palästina lesen. Ferner "Du sollst nicht töten, es sei Allah erteilt dafür Erlaubnis"?
Da es keine islamische Kirche und daher auch keine offizielle Lehrmeinung gibt, bleibt es dem einzelnen Lehrer überlassen, in welcher Richtung er seine Schüler lotst. Wer das Glück hat, in die Hände eines vernünftigen Lehrers zu gelangen, der lernt tatsächlich gute und rechtlich unbedenkliche Lebensweisheiten. Wenn sich dagegen der Lehrer die Islamisierung der Welt auf die Fahnen geschrieben hat, dann erzieht er seine Schüler als Fanatiker. Vor vier Jahrhunderten wäre es genauso mit dem Katholizismus (Hexenprozesse) passiert. Der Islam ist noch jung.

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12. Februar 2008 05:20

Natürlich behandelt eine Koranschule explizit den Islam, was denn sonst?

Klaus Meyer (deutschlaender2)

Was man von Angehörigen jeder Religion verlangen muss, ist, mit Angehörigen einer anderen oder auch keiner Religion friedlich und gedeihlich zusammenzuleben und zu arbeiten, nicht aber, diese anderen Religionen oder den Unglauben für richtig und wahr zu halten. Das ginge doch etwas zu weit. Oder sind Sie Bayern-, Dortmund- oder HSV- Fan, weil Sie die anderen Mannschaften für genauso gut halten? Das hat mit Intoleranz nichts zu tun, das ist nur der eigene Standpunkt, auf den man doch wohl noch ein Recht hat, auch als Moslem, oder? Schließlich hören wir auch von Bischof Huber und der EKD Mahnungen, es mit dem religiösen Relativismus nicht zu übertreiben. Das mögen dann bitte auch Moslems so halten dürfen.
Wo auch immer ausländische Kinder Deutsche Schimpfworte aufschnappen mögen, jedenfalls nicht in der Koranschule, wo Höflichkeit und gutes Benehmen selbstverständlich sind.
Dass das islamische Wertesystem generell diametral zu den westlichen Werten (in ihrer derzeitigen Fassung) stünde, ist falsch. Es ist eine der Parolen, mit denen Muslime pauschal dehumanisiert und zu Feinden gestempelt werden sollen, um die angeblich unvermeidliche Auseinandersetzung mit ihnen im Stil des versuchten Bosnier-Genozids der Serben vorzubereiten.

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11. Februar 2008 17:25

@ Klaus Meyer, auf welchem Planten leben Sie.

Rainer Redeker (rentner44)

Ich vermute , Sie haben sich mit dem Koran, Scharia noch nicht intensiv beschäftigt, sonst würde ihre Antwort anders ausfallen. Haben Sie den Schlusssatz des Arztes bei Anne Will im ARD gehört.? Seine Befüchtungen gehen in die Richtung, dass die Koranschulen explizit den Islam behandeln, hier werden die Unterschiede der Religion behandelt und den Islam als die wahre Religion gelehrt. Da bleibt kein Platz für Toleranz gegenüber Andersgläubige. Wie sich die 3. u. 4. türkische Generation in der Öffentlichkeit zeigt spricht Bände, das zeigen die Ballungsgebiete überdeutlich. Was glauben Sie, von wem haben das die jungen Leute gelernt, Gewalt, Beleidigungen wie Schlampe, Hurensohn, Schweinfleischfresser etc., vom Kindergarten, der Schule ? Oder ist das das Spiegelbild, wie im Elternhaus gedacht, gelebt und gehandelt wird. Das islamische Wertesystem steht diametral zu den westlichen Werten. Das vergesssen hier die meisten, weil in Sachen Islam bildungsfern.
Behandeln Sie den Islam nicht wie eine Religion, das viel mehr. Religionsfreiheit darf nicht dazu führen, dass die Lehre des Islam, fernab des GG , hier ohne wenn und aber toleriert wird. Übrigens, Schule ist Pflicht, für jeden, der seine Kinder in eine deutsche Schule bringt.

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11. Februar 2008 04:18

Natürlich kann ein Geistlicher nur den Gottesweg aufzeigen,das gilt für Hodschas

Klaus Meyer (deutschlaender2)

in Deutschland genauso wie für katholische Priester in Nordirland oder im nach wie vor mafiaverseuchten Süditalien. Seine Erfolgsaussichten hierbei werden von vielen Faktoren begrenzt, unter denen das soziale Umfeld und der Bildungsstand der Familien mit die wichtigsten sein dürften. Dem Geistlichen das zum Vorwurf zu machen zeigt die Perfidie, mit der Frau Kelek vorgeht, um den Islam als Religion in toto schlecht zu machen. Zeigen Sie mir die Koranstunde, in der zu Straßenkriminalität, Rauschgifthandel und Ehrenmorden aufgerufen wird!
Das Wesen einer Verfassung ist es, gewisse unverwirkbare Grundrechte zu gewähren. Deren Missbrauch zu verhindern, muss auf einer anderen Regelungsstufe geschehen. Grundrechte gewissen Gruppen selektiv vorzuenthalten wegen deren unterstellter Absicht, das Gemeinwesen zu vernichten, ist abstrus. Solange sich Personen an den gesetzlichen Rahmen halten (und Mädchen vom Schwimmunterricht abzmelden ist nunmal bisher keine Straftat), kann man ihnen den Genuss verfassungsmäßiger Grundrechte nicht verweigern, ohne die Verfassung ad absurdum zu führen.
Zu unseren Grundwerten gehört, seinen Lebensstil im gesetzlichen Rahmen selbst aussuchen zu können. Wir echten Deutschen leben auch nicht alle gleich.

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11. Februar 2008 00:24

Herr Jahn, wie definieren Sie "Akzeptanz unserer Grundwerte"?

Halil Bahadirli (halilba)

Die Kernfrage, um die alle wie um den heissen Brei herumreden, ist folgende:

Was bedeutet "Akzeptanz unserer Grundwerte"? Ist mit Verfassungs- und Gesetzestreue die Bringschuld für Einwanderer in Deutschland erfüllt, oder nicht?

Dass Einwanderer, welche oben genannten Mindestanspruch nicht erfüllen, hart bestraft werden müssen, hat niemand je in Frage gestellt. Es ist das gute Recht und die dringende Pflicht des deutschen Staates, diesen gemeinsamen Nenner durchzusetzen (z.B. durch Ausweisung von Hasspredigern etc.).

Was jedoch von den Necla Kelek's bzw. deutschen Halb- und Rechtsintellektuellen in puncto türkischer Minderheit gefordert wird, geht weit über diesen Anspruch hinaus.

Verzicht auf den Bau eigener Gotteshaeuser (da ja dort Terroristen ausgebildet würden), Verzicht auf die Heirat mit einem Partner aus der Türkei (da ja "Importbraeute" die Integration der Kinder erschweren würden), Verzicht auf das Recht ein Kopftuch zu tragen (da es ja ein Unterdrückungssymbol sei) usw.

Dass Grundproblem der türkischen Gemeinschaft ist ihre unentschuldbare Bildungsferne, welche es ihr verbaut, den Aufstieg in die Mittelschicht zu schaffen und Leuten wie Necla Kelek es ermöglicht, einen Kübel Dreck über ihre Kultur auszugiessen.

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10. Februar 2008 21:52

Man könnte jetzt die Geschichte

Torsten Klier (TorstenKlier)

auf jeden Einzelfall aufdröseln, Herr Karim Hassan.
Aber dazu habe ich jetzt keine Lust. Auch Lateinamerika interessiert mich nur peripher; deshalb unterstelle ich einfach mal dass Sie mit Ihrer Aussage dazu Recht haben.

Aber als in Deutschland lebender Deutscher interessiere ich mich sehr für Deutschland. Und Ehrenmorde gehören nun mal nicht zur Tradition hier; auch nicht zur Tradition der Nachbarländer. Dieses Thema wurde, das ist die traurige Wahrheit, von den muslimischen Migranten hier eingeführt. Deshalb ist es nicht ganz abwegig, die Verbindung zu dieser Religion festzustellen.

Ja, es gibt nicht „den Islam“. „Das Christentum“ gibt´s ja auch nicht.
Tatsache ist jedoch, dass das Christentum die Religion der Menschen ist, die ihre heidnische Stammesvergangenheit verwerfen (mussten) und Kinder Gottes geworden sind. Wohingegen der Islam die Religion ist, die die Stammesverbände gegen die Umkreisung durch die moderne Welt beschützt. Und so sind wir eben doch wieder bei archaischen Bräuchen. Leider.
...
Weitere fundamentale Unterschiede zwischen Islam und Christentum in diesem Zusammenhang ließen sich nennen - aber, sorry, nicht mit 1250 Zeichen.

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10. Februar 2008 18:56

"20 Mio Ausländer"?

Martin Enzinger (FlorianGeyer)

Haben Sie dafür eine Quelle, Herr Doerre?

Sind da womöglich Hugenotten, Sudetendeutsche und Vertriebene und Flüchtlinge aus den Ostgebieten des Deutschen Reiches dabei?

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10. Februar 2008 16:24

Besser kann man es kaum sagen, Herr Seifert!

Klaus Meyer (deutschlaender2)

Zu ergänzen wäre noch etwas, was Frau Kelek aufgrund ihrer Ferne zur Religion und ihrer nicht verhohlenen Voreinstellung, dass selbstverständlich die islamische Religiosität der Ursprung des Problems sein muss, nicht auffallen konnte:
Teil der archaisch- patriarchalischen Kultur der von Frau Kelek abgewatschten Migranten- Milieus ist in der Tat auch ein entsprechendes Gottesbild von Allah als strengem, strafendem Ungeheuer, vor dem man permanent nur in Angst leben kann und dem man blinden Gehorsam schuldet.

Dies erinnert mich an meinen streng katholischen Großvater, von dem meine mehr mit dem Herzen glaubende Tante einmal gesagt hat, er sei ein armer Mensch gewesen, weil er permanent in Furcht vor Gott und der eigenen Unvollkommenheit gelebt habe und gestorben sei. Dieses Gottesbild ist weit verbreitet, heutzutage im westlichen Christentum nicht mehr typisch, aber die Tage sind auch bei uns noch nicht lange vorbei, also bitte keine Überheblichkeit!

Somit landen wir doch wieder bei sozialen und milieubedingten Faktoren, denn bei jüngeren, gebildeten Türken und anderen Muslimen findet man eine andere Auffassung von Allah als dem liebenden, verzeihenden Gott, dem gegenüber die angemessen menschliche Haltung Dankbarkeit ist.

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10. Februar 2008 13:04

deutschland heute

anton schmidt (whamfan)

soviel ich weiß wurde die türkische junge frau in berlin von ihrem bruder erschossen, weil sie sich entschlossen hatte, MIT EINEM DEUTSCHEN ZUSAMMENZULEBEN! das scheint für die täter als grund ausreichend gewesen sein. sehr krass. und deutlicher kann man den unwillen zur integration, zu einem zusammenleben (also ein echtes miteinander über die leeren phrasen und beschwichtigungen hinausgehend) kaum verdeutlichen. natürlich steht diese das zusammenleben zwischen deutschen und türken ganz offenschtlich ablehnende familie nicht repräsentativ für alle familien aus diesem kulturkreis, aber ein einzelfall ist sie wohl eher weniger. wenn leute die deutsche/europäische kultur derartig ablehen, ist fraglich ob man so einer entwicklung mit türkischen sozialarbeitern und sprachkursen angemessen entgegenkommt.

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10. Februar 2008 11:19

Keine Einsicht

peter jahn (peterjahn)

sieht man bei den türkischen Kommentatoren des Beitrags. Wie in fast allen Äußerungen auch seitens türkischer oder islamischer Funktionäre wird eigener Handlungsbedarf nicht erkannt. Frau Kelek wird Assimilation vorgeworfen. Mit anderen Worten: die Akzeptanz der Grundwerte unserer Gesellschaft sehen viele Türken als unüberwindlichen Gegensatz zu ihrer Kultur und Religion. Der türkische Ministerpräsident hat deutlich gemacht, daß seitens der Türken und der Türkei ein aggressiver Anspruch auf autonome Existenz einer türkischen Parallelgesellschaft in Deutschland erhoben wird, für welche die Werte und Regeln unseres Landes und unserer Kultur keine Gültigkeit beanspruchen dürfen. Bis die Konsequenzen dieser Haltung erkannt werden, wird es noch lange dauern. Denn dank der schulischen und beruflichen Karrieren der meisten jugendlichen Türken, werden die politischen Entscheidungsträger noch viele Jahre und Jahrzehnte nicht bemerken, wie weit sich ihr persönliches und berufliches Umfeld von der gesellschaftlichen Wirklichkeit abspaltet.

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10. Februar 2008 09:17

Ehrenmorde weder christlich noch muslimisch

Karim Hassan (karimhassan)

Die Chronik eines angekündigten Todes spielt in Lateinamerika, einem Teil der Erde, der mit dem Islam nie in Berührung gekommen ist. Archaische Bräuche haben weder mit dem Christentum noch mit dem Islam etwas zu tun. Beide Religionen versuchen sie zu überwinden!

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10. Februar 2008 09:16

Frau Kelek hat recht, ebenso Giorano

Rainer Redeker (rentner44)

Wer in hysterischer nationaler Selbstbeobachtung verharrt und meint, dass nur das einheimische Volk zu kontrollieren sei und weniger die Zuwanderung aus fremden Kulturkreisen, wird das Heraufziehen des Halbmonds über Deutschland politisch korrekt verschlafen.
Wer aus weltfrommer Multkulti-Seeligkeit den florierenden Moscheebau nur als Bereicherung religiöser Einfallslosigkeit des Westens begreift und meint, Dialogtechniken würden den Islam schon auf die Fährte westlicher Aufklärung locken, macht sich mitschuldig an einem Gesellschaftswechsel von kontinentalem Ausmaß. Ganz offenkundig setze sich allmählich unter einem Teil der strengen Moslems die Ansicht durch, das Grundgesetz sei geradezu ein Vorteil für sie:
"Nicht dass diese Verfassung für sie ein Wert an sich wäre. Wichtig scheint nur zu sein, dass sie die Minderheiten schützt und ihnen Freiheiten gewährt, die sie in keinem einzigen islamischen Land haben können. Das Grundgesetz ist dem Islam nützlich. Denn es bietet die Basis dafür, dass man Rechte einfordern kann."

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09. Februar 2008 20:14

Keine andere Migrantengruppe wird über Vereine,

Rainer Redeker (rentner44)

politische Organisationen und der Religion in Verbindung mit der türkischen Innenpolitik, so manipuliert wie die der Türken. Der organisierte Islam in der BRD ist immer noch viel zu sehr in die Konflikte der Herkunftsländer (Türkei,Libanon) verstrickt. Warum lässt hier unser Staat eine innenpolitische Einmischung durch den türkischen Staat zu ? Nicht zu vergessen auch die Rolle die die DITIB in Deutschland spielt, die von der türk. Innenpolitik gesteuert wird. Permanente Propaganda türkischer Medien bezweckt die Herausbildung starken Nationabewußtseins mit Richtung auf ein großtürkisches Reich (in Anlehnung an das osmanische Reich). Auf diese Weise soll der Vielvölkerstaat Türkei zusammengehalten, von den eklatanten wirtschaftlichen und innenpolitischen Problemen in der Türkei abgelenkt und Frust und Verunsicherung der Migranten in religiöse Bahnen gelenkt werden. Diese Einmischung, auch die der türkischen Presseorgane und der TV-Sender auf deutschen Terrain, führen letztendlich zur Vertiefung der Parallelgesellschaften.
Die Äusserungen Erdogan zur Integration sind nicht hilfreich, sondern kontraproduktiv. Ludwigshafen lässt grüßen. Wie sagte Schily 2004, wir haben kein Ausländerproblem, sondern ein Türkenproblem.

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09. Februar 2008 17:39

Ehrenmrde sind keine christliche Idee

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Wenn immer weider behauptet wird, sog. Ehrenmorde kämen auch in christlich geprägten Kulturen vor, so muss man betonen, dass dies nur für ehemals islamisch beherrschte Gebiete (Sizilien, Balkan usw.) zutrifft. Das Konzept von Sippenhaft und Blutrache ist im Gegenteil von der christlichen Kultur überwunden worden.
Frau Kelek vermischt gerade nicht 'die Religion des Islam und die bäuerliche, archaisch-patriarchalische Herkunftskultur vieler Migranten zu einem unentwirrbaren Amalgam, das bald "ethnisch", dann wieder "religiös" als "der" Islam erscheint', wie ein Vorredner behauptet, sondern legt die betreffenden kulturellen Zusammenhänge offen. Wie sonst wollte man die soziale Rückständigkeit eines technisch hochentwickelten Landes wie Saudi-Arabien erklären?!

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09. Februar 2008 17:21

Frau Kelek und das Image

Özcan Bozdemir (cancan025)

Ich finde Frau Keleks Artikel stark verallgemeinert, und parteigreifend.
Man kann es aus den Zeilen herauslesen, dass es im grunde genommem nur um publishing geht.
Um ein Thema was hoch brisant ist, immer aktuell zu halten, um davon noch mehr im Mittelpunkt zu stehen und um noch mehr Kommerz zu erzielen.
Das es unstimmigkeiten zwischen türken und deutschen gibt, ist so normal wie unstimmigkeiten zwischen francophon und Flamen, oder anderen kulturen.
Ausschlaggebend hier ist die Religion, Wir Christ, Ihr Islam, passt nicht.
Und die Dame Kelek erntet kräftig witer an Absatz!

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09. Februar 2008 17:02

@erhan erdem , @Thomas Seifert , @Binali Karadeniz

Rainer Redeker (rentner44)

Es fehlt den Muslimen die Bereitschaft zur Kritik der eigenen Traditionen. Sie verurteilen Morde. Aber sie erkennen in dem Terror u. Gewalt kein Grundproblem ihres Glaubens.Kaum ein islamischer Geistlicher, geschweige denn ein frommer Laie ist willens und in der Lage, das Kernproblem in der Denkstruktur des eigenen Glaubens zu sehen. Muslime fühlen sich heutzutage schnell attackiert. Sie haben das Gefühl, in einer permanenten Verteidigungshaltung ausharren zu müssen. Das schweißt sie zusammen und erschwert die kritische Selbstbetrachtung. Diese Geisteshaltung entfremdet die Muslime zunehmend von ihrer Umgebung. Sie macht aus ihnen eine Art verschworener Gemeinschaft, die in den Augen anderer zunehmend als gefährlich eingestuft wird.Der Islam in seiner gegenwärtigen Verfassung polarisiert nicht nur die Meinungen, er sorgt inzwischen auch für ein Klima, in dem der Rechtsstaat bedroht ist.Dieses neue Selbstbewußtsein der Muslime führt keineswegs zu der erwünschten gesellschaftlichen Integration, sondern in den direkten Konflikt mit der Mehrheitsgesellschaft. Denn nicht selten nutzen radikale Muslime die Toleranz und die Werte- und Meinungsfreiheit aus, um letztendlich dagegen zu agieren. Ein solches Verhalten muß unterbunden werden.

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09. Februar 2008 16:05

was eigentlich alle wissen

Horst Dettweiler (dettw)

darf man zwar nicht sagen (zumindest wenn man Deutscher ist). Deshalb ist Frau Kelek Dank zu sagen. Vor der Tatsache, dass unsere Gesellschaft zuviel fördert und zu wenig fordert, kann man die Augen nicht verschliessen. Das führt zu Asozialität bei deutschen und ausländischen Jugendlichen gleichermassen.

Ebenso richtig ist aber, dass die Prägung der islamisch-türkischen Weltanschauung den Weg in eine offene, tolerante Gesellschaft ausserordentlich behindert, ja eigentlich auch gar nicht will.

Darauf hinzuweisen wird den Talkshow-Muslimen nicht gefallen, es ist aber bitter nötig. Und es wird sich aus der aktuellen Diskussion auch nicht so schnell verdrängen lassen. Die grosse italienische Journalistin Oriana Fallaci hat dieses Thema schon vor Jahren in gleicher Deutlichkeit beleuchtet.

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09. Februar 2008 16:00

Viele hier verstecken sich hinter eine (angeblichen!) deutschen Verfassung,

Heinz Mayer (Bundespraesident)

dem Grundgesetz, wo von garantierter Religionsfreiheit die "Rede" ist.
Die viel zitierten "Väter" dieses Grundgesetzes hätten sich in ihrem kühnsten Träumen nicht vorstellen können, daß Millionen Muslime in Deutschland wohnen und weiter erheblich viele hierher drängen.
Ich bin fest davon überzeugt, dass Herr Giordano mit seiner These, dass der "Islam das Problem" sei, völlig richtig liegt.
Wir lassen und hier auf ein Experiment ein, welches uns schon jetzt aus dem Ruder läuft, dennoch ist kein Abbruch in Sicht. Das Schiff Bundesrepublik erscheint mir jetzt schon ferngelenkt, in nicht ferner Zukunft werden andere das Ruder übernehmen.
Manche träumen, wohl weil die Wirklichkeit selbst hartgesottene Multikultis schlecht schlafen lässt, am liebsten vom "europäisierten" Islam weiter.
Den gibt es bis dato nicht. Und falls dieser sich nicht in den nächsten 20 Jahren etabliert (woraus nur, mit wem, von wem?), wird dann ein Experiment gescheitert sein, daß unseren Kindern und Enkeln hier keine vernünftigen Lebensmöglichkeiten mehr bieten wird, es ei denn, sie werden die angefeindeten Ungläubigen mimen oder konvertieren unterwürfig.
Überall, wo der Islam herrscht, herrscht Unfrieden, Gewalt, Unrecht....
Eben, der Islam ist das Problem.

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09. Februar 2008 15:39

Auf was haben Kurden Anpruch in der Tuerkei? Wer wurde in D sozial deklasiert ?

Daniel Kleiner (Kleinermann1)

Zu welchen Schichten gehoerten die Eltern oder Grosseltern der hier erwaehnten Jugendlichen in der Tuerkei vor ihrer Auswanderung nach Deutschland?
Wer wurde in Deutschland deklasiert ? Haben prozentuell soviele Kinder von Daheimgebliebenen in der Tuerkei aus aehnlichen Bevoelkerungschichten aehnliche Ausbildung absolviert,wie in Deutschland ?
Und wie ist es mit den in der Tuerkei lebenden Minderheiten,z.B.den Kurden ?
Ich rede nicht das Wort einer Art "auf Gegenseitigkeit".
Ausserdem: Deutsche Minderheit gibt es in der Tuerkei nicht.
Die Welt lebt aber im Zeitalter der Globalisierung,also; man muss schon sehen,dass die Menschen nirgendwo unterdrueckt werden.Auch in der Tuerkei nicht und auch dann nicht,wenn sie keine Tuerken sind.Ob es dem so ist,muesste man z.B.die Kurden fragen und nicht den tuerkischen Regierungschef Erdogan,nicht wahr?

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09. Februar 2008 14:55

menschen wie necla kelek

erhan erdem (eer5we)

herr seifert, vielen dank für diese analyse!

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09. Februar 2008 14:40

Keleks Grundfehler - selten so deutlich...

Thomas Seifert (Thomas_Seifert)

... dargelegt wie in diesem Artikel! Sie vermischt stets die Religion des Islam und die bäuerliche, archaisch-patriarchalische Herkunftskultur vieler Migranten zu einem unentwirrbaren Amalgam, das bald "ethnisch", dann wieder "religiös" als "der" Islam erscheint. Nur ein Beispiel: Als kämen nicht Ehrenmorde auch in christlich geprägten, aber eben archaisch-rückständigen Kulturen vor (Marquez hat daraus große Literatur gemacht: Chronik eines angekündigten Todes)! Natürlich darf man solche Verbrechen und andere Rückständigkeiten nicht hinnehmen, aber die Zuschreibung an "den" Islam führt in die Irre, schlimmer noch, bestätigt all jene Fundamentalisten, die eine solche archaisch-rückständige Kultur als den einzig wahren Islam predigen.
Vermutlich hat sich Kelek genau aus einer solchen Herkunftskultur emanzipiert. Dazu ist sie von Herzen zu beglückwünschen. Ihren Konvertiten-Eifer jedoch, der diese sehr persönliche Biographie zum einzig möglichen Muster für jede Emanzipation von MuslimInnen machen will, sollte man scharf zurückweisen.

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09. Februar 2008 13:25

Wer ist hier Chef?

Hans C. Kienzler (Trivalent)

Immer klarer tritt zutage, was nun mal Realität ist: Der weitaus überwiegende Teil unserer türkischen Mitbürger ist autoritär und patriarchalisch orientiert. Ergo geht es darum, wer der "Chef" ist, Ihre Weltanschauung oder Unsere. Wer das nicht sieht, oder wahrhaben will, benimmt sich wie ein nützlicher Idiot.

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09. Februar 2008 13:18

Menschen wie Necla Kelek

Torsten Klier (TorstenKlier)

kann man gar nicht genug danken.
Sie gehört zu den wenigen, die den Mut haben die Mauer des Schweigens, die Mauer der Redeverbote, die Mauer der Lüge zu durchbrechen.
Charakteristisch für den katastrophalen Zustand von Presse- und Redefreiheit, wenn Kritik nur zugelassen wird von Leuten, die durch ihre nicht-deutschen Gene (neben Kelek z.B. Broder) vor der Nazi- und Ausländerfeindlich-Keule geschützt sind.
Man wagt gar nicht daran zu denken, welch unsäglicher Hetzkampagne Kelek ausgesetzt wäre, wenn sie blond wäre und keinen türkischen, sondern einen deutschen Namen (z.B. Eva Herman) hätte.

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09. Februar 2008 12:17

Schön...

André Rößner (roessners)

.. das die Autorin die Kernfrage stellt, nämlich: welche Gesellschaft(en) wollen wir eigentlich? Auch löblich ist, dass Sie zusätzlich den Zusammenhang zwischen Relgion (oder Ideologie) und Gewaltbereitschaft herstellt. Ein Tabubruch, der notwendig ist.

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09. Februar 2008 12:09

Danke für den Beitrag

Andreas Noreikat (derherold)

Ich habe von Kochs (Wahl-)Kampagne nichts gehalten, weil man nicht GEGEN eine Bevölkerungsgruppe Wahlkampf machen kann, die insbesondere in Großstädten viel zu groß ist, um sie zu "übersehen".

Nur - Probleme sind existent und das Weggucken hat schon viel zu viele Kollateralschäden hinterlassen: von Zwangsverheirateten über Opfern tatsächlicher Gewaltanwendung bis zu denen, deren Schwierigkeiten mit dem Schulsystem zu Schulabbrüchen und damit dauerhafter Abkopplung vom Wohlstand führte.

Wer allen Ernstes glaubt, er könnte die Probleme lösen, indem er sich wohlfeil auf den "Anti-Rassismus"-Zug der Liberalen in den USA setzen, die ganz andere innenpolit. Bedingungen haben, ist ein Narr. Es ist ein (folgen-)schwerer Fehler, Migranten zu benutzen, um für sich selbst und seine Klientel Einfluß und Pöstchen herauszuschlagen, statt ihnen individuelle Freiheiten zu ermöglichen und den Wert "bürgerlicher Tugenden" zu vermitteln. Bisher war es der wohlmeinenden `deutschen´ Mittelschicht möglich, sich den negativen Folgen des "Wegguckens" zu entziehen aber das wird in Zukunft weniger einfach sein ... und das ist auch gut so !

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09. Februar 2008 11:58

Vorschlag:

Gerd Lehmann (Gerd_L)

Die Bücher, Artikel usw. von Frau Kelek sollten Pflichtlektüre z.B. für Schulen und auch Politiker werden !

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09. Februar 2008 11:26

Den Nagel auf den Kopf getroffen

Sebastian Olbrich (Basti1976)

Da wir Kommentatoren sonst ja meist meckern sei erwähnt, dass dies ein ungewöhnlich guter und reklektierter Beitrag ist. Die Ursachen werden klar erkannt und die Defizite in der Aufarbeitung und Integration werden klar benannt.
Zwei Punkte möchte ich dennoch ergänzen:

Die CDU hat aktuell den Fehler (in Hessen) begangen, keine Frage. Dennoch haben Koch & Co. diesen Gastbeitrag wohl erst möglich gemacht. Bezüglich der Integration haben alle Parteien versagt - das Thema wurde im Einheitstrubel und den daraus resultierenden Problemen schlicht vernachlässigt.

Die Frage wird nun sein, ob beide Gruppen tatsächlich den Mut aufbringen offen weiterzureden und die Probleme zu bennene und abzustellen. Sowohl nach den Aussagen von Erdogan als auch von Merkel zweifle ich daran, dass die Politik eine Hilfe sein wird. Es bleibt an uns!

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09. Februar 2008 11:17

Necla Kelek will Assimilation statt Integration

Halil Bahadirli (halilba)

Haette Ministerpraesident Erdogan die Gründung weiterer deutsch-französischer, deutsch-amerikanischer oder deutsch-polnischer Schulen gefordert, waere er, gerade auch von Necla Kelek, mit Lob überschüttet worden. Nur deutsch-türkische Schulen haette er nicht fordern dürfen.

Necla Kelek ist das Musterbeispiel gelungener Assimilation.

Necla Kelek mag sich von ihren Wurzeln gelöst haben. Sie mag "angekommen" sein, um eine ihrer bevorzugten Phrasen aufzugreifen. Sie mag noch jeden Tag in aller Öffentlichkeit ihr deutsches Bier trinken, die Kultur ihrer Eltern veraechtlich machen oder jeden Sonntag den Schweinebraten als Mittagessen ihrer Familie servieren.

Nur bedeutet dies eben auch, dass sie mit der Lebenswirklichkeit der Migranten in Deutschland nichts mehr gemein hat und deshalb weder autorisiert noch befaehigt ist, in ihrem Namen zu sprechen oder zu handeln.

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09. Februar 2008 11:00

Verehrte Frau Kelek!

Heinz Mayer (Bundespraesident)

Des öfteren sah ich Sie im TV. In Talkrunden von Muslimen angefeindet, im Einzelgespräch auf Phoenix wesentlich informativer.
Die in Ihrem Artikel geschilderten Erlebnisse, Erfahrungen und Ansichten kann ich ohne weiteres teilen bzw. einiges direkt bestätigen.
Die Ausführungen des Herrn Erdogan waren in Wirklichkeit ein Affront gegen uns Deutsche. Gerade auch gegen die, die sich um wirkliche Integration bemühen.
Nur eine Frage hätte ich Ihnen schon lange gestellt: Was sollte eine Gesellschaft mit nachgewiesenermaßen völlig integrationsunwilligen Bevölkerungsteilen anstellen?
(Da eine "Bestrafung" zwangsläufig nicht diskutabel ist, blieben nur noch Ausweisung oder unterwürfige Tolerierung.)

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09. Februar 2008 10:59

Eine tickende Zeitbombe

norbert doerre (ndoerre)

Das deutsche Problem "Ausländerintegration" ist hausgemacht und politisch so gewollt.
Diejenigen Politiker, die mit ihren Stimmen gegen die eigene Bevölkerung den Status Quo in der Vergangenheit durchgesetzt haben, hatten dafür ihre Gründe, z.B. "Nie wieder Deutschland" oder "Laßt uns mit den Deutschen nicht allein!"
Sie haben es mit dem "Weg durch die Instanzen" zwar geschafft, unser Sozialgefüge zu zerstören, haben aber ebenso ihr Ziel "ethnisch-authentischer" Lebensbedingungen für die Zuwanderer verpaßt. So haben sich die Ausländergruppen mehr schlecht als recht selbst häuslich an Deutschland vorbei eingerichtet und leben seit vielen Jahren zunächst so gewollt, dann geduldet und schließlich als ungerufene Gäste in ihren eigenen Kulturen, massiv unterstützt von unseren Sozialsystemen.
Nicht die 20 Mio Ausländer tragen dafür die Verantwortung, sondern unsere dreisten Politiker und deren Gesetze gegen das Wohl des deutschen Volkes.
Wir haben nach den USA die höchste Zahl an Zuwanderern, obwohl wir nicht einmal 1/10 der Fläche der USA bewohnen. Die sozialen Bedingungen der Herkunftsländer wurden zu uns oft in extremster Form importiert. Darin sind aber auch die Konflikte untereinander und mit uns enthalten, eine tickende Zeitbombe.

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09. Februar 2008 10:34

Ein sehr lesenswerter, offener Beitrag aus aktuellem Anlass....

wolf haupricht (emilgilels)

Jetzt wird ein Schrei der Entrüstung ausbrechen über die Ergebnisse der wissenschaftlichen Untersuchung. Daraus folgend wird man die Autorin in die Ecke stellen und behaupten, dass ein parteiisch motivierter Auslöser ursächlich für Beurteilung sei. Kurzum, man wird ihr Nestbeschmutzung nachsagen.
Sehr aufschlussreich auch der Hinweis auf fehlende Ursachenforschung bzgl der islamisch geprägten Kultur und den Stellenwert dieser als "perpetuum mobile", dem man sich ohne Bestrafung nicht entziehen darf.
Es ist zu wünschen, dass gerade in den so genannten Islamräten; Kuturvereinen etc. sachlich und offen dikutiert wird, denn sonst wird man die "Integrationsbemühungen" einstellen müssen.
Vielen Dank Frau Kelek auch für diesen wichtigen Beitrag.

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09. Februar 2008 08:50

Informativer Artikel

Harry LeRoy (Cimon)

Aber trotzdem danke FAZ für diesen informativen Artikel, man hätte bei all den blumigen Erklärungen in jüngster Zeit fast meinen gekonnt, es gäbe gar keine grundsätzlichen Probleme auf diesem Feld und alles wäre in bester Ordnung.

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08. Februar 2008 22:06

Vielen Dank für eine weitere scharfe Analyse

Martin Klocke (mampo)

Liebe Frau Kelek,

vielen herzlichen Dank!
Der Besuch Erdogans mit seiner türkischen Plakatierung Kölns und der deutschen Fahne mit Halbmond drin, sowie dem Aufruf zu mehr Türkischunterricht ist mir auch sauer aufgestossen.
Ihre Analyse zeigt mir mal wieder, dass viele Türken genau das nicht wollen, was die verkalkten Funktionäre meinen. Sondern gekommen sind, weil sie Deutschland und seine Art zu leben wertschätzen!

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08. Februar 2008 21:22

Die scharfe Analyse eines inteligenten Menschen

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Dass religiös vermittelte kulturelle Gründe ursächlich für die Bildungs- und Gewaltprobleme der islamischen Zuwanderermillieus sind, ist nichts neues. Neu ist, dass in Deutschland (halbwegs) offen darüber geredet wird. Frau Keleks Analysen werden aber nur deshalb geduldet, weil sie selbst diesem Millieu entstammt. So erfreulich das Auftreten Frau Keleks ist - es mahnt zugleich: Es ist absolut unrepublikanisch, dass Kritik nur von Mitgliedern bzw. vermeintlichen Mitgliedern diskussionswürdiger Gruppierungen akzeptiert wird, nicht aber von 'Außenstehenden' akzeptiert wird. Der Modebegriff 'Deutsche mit Migrationshintergrund' führt sich mit dieser Tabuisierung ad absurdum, der vermeintlich äusländerfreundliche Diskurs der Multi-Kulti-Leute ist in Wahrheit rassistisch.
Frau Kelek hingegen ist Republikanerin. Sie geht dafür ein großes persönliches Risiko ein. Menschen wir ihr gilt mein Respekt, sie gehört zu den wenigen, die die intellektuelle Bewältigung des nämlichen Problems zu bewerkstelligen imstande sind.

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