Das soll eine Mär sein?
Da reicht doch der tägliche Blick in den Regionalteil,
um die unerquicklichen Ergebnisse der Einwanderungspolitik zu studieren.
Wer kann, zieht doch aus den betroffenen Stadteilen spätestens weg, wenn die Kinder in die Schule kommen.
Die Phobie ist also sehr real.
Wer ist denn Henryk M. Broder?!
Nun, offensichtlich hat Herr Broder seinen Mitbürgern nichts 'wesentliches' mitzuteilen.
Ansonsten hätte man sicherlich schon von ihm gehört:-).
Gegen den Strich zu bürsten, nichts zu heiligen, den Zynismus zu pflegen und sich um keinen Preis das Maul verbieten zu lassen - bleib so, Broder.
Die Artikel von Herrn Broder sind wahrlich eine Wohltat in der deutschen Medienszene. Und das aus meiner Sicht v.a. aus zwei Gründen.
Er widerspricht häufig den selbsgerechten Gutmenschen, die sich in Deutschland offenbar überproportional zum Journalistenberuf hingezogen fühlen. Und das auch noch in einem Medium, in dem sich die genannte Spezies anscheinend besonders wohl fühlt.
Und er spricht über die praktischen Konsequenzen, die sich aus den zahllosen Sonntagsreden von Politikern und Intelektuellen ergeben. Immer wieder auf die angebliche Solidarität mit dem Staat Isreal hinzuweisen, unter der Woche jedoch mit Schaum vor dem Mund die israelische Armee zu verurteilen (und über die Islamisten kein Wort zu verlieren) ist ganz einfach Heuchelei. Und unsere westlichen Freiheiten und Überzeugungen lassen sich unter Umständen eben doch nicht mit Diplomatie und guten Gesprächen allein sichern.
Glückwunsch, Herr Broder! Machen sie bitte weiter so!
Na ja, etwas Wasser muss man doch in den schäumenden Wein diese Euphorie gießen: Nicht eine im Konsens agierende mehrköpfige Jury, sondern ein autonomer Juror (Markwort) hat ihm den Preis zuerkannt. Vielleicht hat Broder die Verve, ein paar ironische Worte über solche bizarre Strukturen zu verlieren....
Linksliberale wie Broder sind schuld an der Misere des europäischen Kontinents. Leute wie er haben mit ihrer "journalistischen" Tätigkeit für die heutige Diktatur der Political Correctness gesorgt. Ihn jetzt wegen seines Buches "Hurra, wir kapitulieren jetzt" zu feiern ist albern.
Ich mag ihn und seine geistreich-kompromisslose Art.
Möge er uns noch viele Jahre mit seinen - Polemiken ist nun wirklich nicht das richtige Wort! - Kritiken desolater, mittlerweile aber von der breiten Masse als normal empfundener Zustände erfreuen.
Lieber Broder,
wann schreiben Sie uns endlich einmal eine Kritik an der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zum angeblichen Grundrecht der Versammlungsfreiheit von Neonazis? Sie würden dazu schon die deutlich-richtigen, einzig passenden Worte finden, auch wenn viele diese Worte als Polemik fehlinterpretieren würden!
Schön nicht nur, daß es Herrn Broder, den einsamen Rufer in der deutschen Einheitsmeinungswüste, gibt; ebenso schön, daß es sogar noch weitere Menschen gibt, die auch noch in einem Preisverleihungskomitee sitzen und trotzdem den Mut haben, ihm einen solchen Preis zu verleihen. Ist ja doch noch nicht alles verloren, anscheinend.