Ein schöner Artikel. Zum Traum: Der Vater, der "schweigt" und ihm bestätigt: "Ich bin du und du bist ich" ist nicht sein leiblicher, sondern sein spiritueller Vater, sein Selbst, DER Vater. Erst die Erlösung der Schatten des leiblichen Vaters läßt den wahren Vater, das Selbst, die EIGENE Wirklichkeit sich ausdrücken. Niemand kann deshalb zu seinem Selbst finden, es sei denn, er hat vorher die Schatten des leiblichen Vaters geläutert und erlöst. Religiös ist das Vergebung, Befreiung von Sünde, denn die Muster des leiblichen Vaters sind Götzenaspekte (sog. Schatten). Diese Läuterung ist mehr als Begrifflichkeit: hier wird sie seelische Substanz. Hier kann der Sohn frei werden - im doppelten Sinn, denn dieser Sohn ist dann identisch mit dem der Trinität und erfüllt nunmehr die Wünsche des schweigenden Vaters, der auch er ist. Hier wird vollendete seelische Identität beschrieben. Herzlichen Glückwunsch diesem Autor: Er hat sich selbst, sein Selbst gefunden - lt. Traum.