John R. Searle

John R. Searle im Interview

Wie frei sind wir wirklich?

Im Restaurant die richtige Wahl zwischen Kalb und Rind zu treffen ist vielleicht keine wichtige, aber hin und wieder eine schwierige Entscheidung. Wieviel Freiheit lässt uns unser Gehirn, um sie zu treffen? Der amerikanische Philosoph John R. Searle über neue Erkenntnisse der Hirnforschung.

Lesermeinungen zum Beitrag

25. März 2008 14:05

Die Freiheit frei sein zu wollen oder sich als frei zu betrachten

Andreas Jensch (Merlin357)

Ich bin mir im Klaren, dass dies weder im philosophischen noch im naturwissentschaftlichen Sinne ein Beweis ist, aber ich als Naturwissenschaftler im technischen Bereich möchte mal folgendes anmerken:
1.) Ich bestehe darauf, einen freien Willen zu haben und weigere mich aus freien Stücken irgendwelchen unvalide gezimmerten Tests Glauben zu schenken, die zu anderen Ergebnissen kommen.
2.) Ich halte große Stücke auf Neurologen, pflichte jedoch einigen meiner Vorredner hinsichtlich der Vorwegnahme von Ergebnissen und der Unzulänglichkeit der Tests zu.
3.) Wenn jemand sagt, ich sei determiniert und ich würde dann immer anders handeln, als ich eigentlich aus meiner "Persönlichkeit heraus" es tun würde, bin ich auch determiniert. Wenn ich dies jedoch tue, um nicht determiniert zu sein, ist es dann freier Wille (auch wenn er nichts bringt) oder Determination?
4.) Kann mir jemand sagen, wenn wir schon determiniert sind, warum zum Kuckuck die Evolution uns dann das Alles nicht einfacher macht ? Ich habe wegen schwieriger Entscheidungen schlaflose Nächte verbracht und psychosomatische Bauchschmerzen erlitten, weil ich die Qual der Wahl hatte. Nicht eben förderlich zur blossen "Erhaltung des Lebens".

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25. März 2008 12:07

Ein spärlicher Rest für die Philosophie

Herold Binsack (Devin08)

Ein Leser hat es richtig formuliert: „Bereitschaftspotentiale sind keine Entscheidungen“, und Searle hat sie selber genannt, geht aber nicht wirklich darauf ein: „die Lücke“! Egal wie klein die Lücke ist und wie schnell wir also entscheiden (müssen! – dürfen?), w i r treffen (will heißen: ich treffe) die Entscheidung, und nicht irgendein System, denn die Entscheidung ist der Systembruch und die Bestätigung zugleich des Systems und seiner Grenzen. Und auch der Hinweis auf die Quantenmechanik ist nicht so verkehrt: Wenn wir eine Entscheidung treffen, bricht alles zusammen – das System dort wie hier; und im nächsten Moment geht es wieder weiter, scheinbar wie zuvor, aber wohl doch um eine Nuance verändert. Diese Nuance ist das, was wir als einen Tropfen Bewusstsein (Freiheit) in einem Meer von Unbewusstheit (Unfreiheit) definieren können. Der Tropfen ist enorm wichtig, aber lässt sich vermutlich von einem Neurobiologen/Neurochemiker schwerlich herausfiltern, denn wie misst man diesen? – am Salzgehalt? Hier ist vielleicht der spärliche Rest an selbstständiger Aufgabe für eine freie Philosophie, es sei denn, diese Philosophie gibt es nicht mehr.

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24. März 2008 12:33

Was bleibt ohne freien Willen?

Lukas Werth (lukaswerth)

Die moderne Hirnforschung katalogisiert das Gehirn und und untersucht seine Takte und Stromstöße, ist sie aber prinzipiell in der Lage, etwas zum Bewußtsein zu sagen? Besteht das Bewußtsein nicht, wie etwa philosophische Thesen sowohl der kontinentalen als auch der analytischen Philosophie nahelegen, vielmehr in einer Hinwendung zur Welt? Diese Sichtweise erlaubt mir auch eine Erklärung für das Verebben all der, vor einigen Jahren so populären, Experimente zur künstlichen Intelligenz. Unser Wille besteht aber in einer solchen Hinwendung zur Welt, die unser ganzes Sein ausmacht: unser Selbst entsteht in den kulturellen Narrativen, die es definieren als eine Hinwendung zum Anderen, und Entscheidungen scheinen nicht nur möglich, sondern ein sine-qua-non unserer Existenz zu sein. Das in Zweifel zu ziehen scheint mir gleichbedeutend damit, unsere eigene Existenz zu negieren, dann können wir uns auch gleich umbringen - oder jeden anderen, nichts macht dann noch einen Unterschied. Daher halte ich diese Möglichkeit auch nicht ernsthaft für gegeben: eine Erkenntnis, die man verbieten oder verheimlichen müßte, wenn sie wahr ist, kann nicht wahr sein.

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24. März 2008 11:15

Psychologie des Determinismus

Matthias Riedl (matriedl6)

Searle sagt: Hitler ist ohne Schuld. Schlimm genug. Aber konsequentialistische Argumente sind keine Widerlegung.
Man muss die philosophische Schwäche aufweisen: Searle fragt nicht „Warum ist Bewusstsein?“, sondern „Wie ist Bewusstsein“. Die Sinnfrage ist aufgegeben und die Philosophie zum intellektuellen Erfüllungsgehilfen der Hirnforschung degradiert. Die tautologische Prämisse ist: Das Unsichtbare gibt es nicht, weil ich es nicht sehen kann. Daher werden alle existentiellen Grunderfahrungen (Religion, Liebe, Gewissens etc.) zu Täuschungen.
Man muss Searle’s unphilosophische Personalisierung der Evolution auf den Punkt bringen: Die Evolution produziert Wesen, die sich im Moment ihrer Selbsterkenntnis nicht mehr akzeptieren können, sich vielmehr der Täuschung ergeben müssen.
Der Determinismus ist seit Augustinus in der Welt. Luther hat die Psychologie dahinter verraten: Unerträglich ist nicht Determiniertheit, sondern die Freiheit, wenn unser Heil tatsächlich von unserem Wollen und Handeln abhängt. Die Freiheit des Christenmenschen ist das Wissen um die determinierende Gnade Gottes.
Nun besieht man das Grauen des 20. Jh. und denkt: Wäre es nicht eine große Befreiung zu erfahren, dass wir dafür nicht verantwortlich sind?

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24. März 2008 11:01

Sitz des Bewußtseins

Ricky Janisch (KingBuzzo1)

In einer Galileo-Sendung gab es den Fall einer Frau, deren Hirn für eine Operation so herunter gekühlt war, daß es nach hirnphysiologischen Kriterien nicht mehr arbeiten konnte. Trotzdem konnte sie hinterher sagen, was während der OP passierte und die Chirurgen und OP-Schwestern bestätigten ihre Angaben. Also wäre es nicht einmal zwangsläufig das Gehirn, das denkt, wahrnimmt, Bewußtsein produziert, vorausgesetzt dieser Fall ist gründlich von der Redaktion geprüft wurden.

FG

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24. März 2008 10:19

Elektrizität aus den Schenkeln eines Frosches

Andre Glück (Andryxa)

Hat die Wissenschaft (oder mansche Wissenschaftler) auch mal für sehr naheliegend erachtet. War aber nicht so!

Wie man eine ganze philosophische Argumentation auf den Erkenntnissen einer Wissenschaft aufbauen kann, die vielleicht irgendwann eintreffen können ist mir schleierhaft. Welche Glaubwürdigkeit eine solche Philosophie allerdings hat ist für mich eindeutig.

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24. März 2008 08:15

Freier Wille

Stefan Sedlaczek (sedlaczek1)

Etwas holprig ist das Interview schon, aber es kann doch überzeugen. Searle hat mehr von der Freiheit begriffen, die sich in Wahl und freiem Willen äußern, als viele andere. Es gibt da etwas zwischen den greifbaren Dingen der Physis, was Ihnen sogar vorausgehen vermag. Oder nicht? Es gibt den freien Willen, weil es ihn gibt - das hat etwas tautologisches. Freien Willen ohne Physis kann es doch gar nicht geben? Sicher: Auch freier Wille braucht einen Träger. Den Kompatibilismus aber habe ich immer unbefriedigend befunden, Determinus ist schlichtweg unwahrscheinlich und unendliche Bedingtheit ist letztendlich ein Widerspruch in sich. Vielleicht hat auch hier die Religion noch vor der Vernunft eine Wahrheit begriffen: Der freie Wille zeigt noch über die menschlich-göttliche Ebenbildlichkeit hinaus, er ist wesentlich konstituierend, war dem Schöpfergott wichtiger noch als Absenz von Sünde. Freier Wille ist auch heute noch die Freiheit zu Unvernunft, Amoral und Sünde. Der Mensch ist auf den Weg der Freiheit verwiesen. Nicht moderne Paradeise, nicht die bestmögliche aller Regierungsformen, nicht die größtmögliche Utilität, nicht staatsgewaltige oder kapitalistische Wohlfahrt machen den Menschen lebendig -, sondern sein Freisein.

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24. März 2008 01:41

Ja und wo ist das Problem?

Dirk Walbrühl (Kelen)

Erstmal muss ich meinem Vorrezensaten zustimmen, der richtig bemerkte, dass der Artikel wenig neues enthielt.

Allerdings sollte man anmerken, dass, folgt man Searles Ausführugen, auch die moralischen Codes, Sprache oder ein Rechtsempfinden durchaus in die Evolution passen, da sie für "Überleben und Fortpflanzung (des Menschen) sinnvoll" waren. Denn die Alternative zur unsere Spezies bestimmenden Hochkultur und Logik ist der tierische Instikt und dieser alleine hätte wohl kaum zur Mondlandung geführt. Wenn der "Schein" aber Notwendig ist, warum muss man sich dann aufregen? Alle aufgezählten und daraus resultierenden Probleme sind ja 'nur' rein rechtlicher Natur. Letztlich aber ist der Unterschied zwischen jemandem, der töten Will und jemandem, der töten Muss recht gering, denn beide gehören von der Gesellschaft getrennt und resozialisiert. So sind "all unser Moralisieren, unsere Schuldgefühle" ja gerade eben nötig um keinen kulturell-evolutionären Rückschritt zu erleiden und nicht etwa ablegenswerter Trug.

Letztlich spricht hier eben doch nicht mehr als die alte Empörung des eitlen, Ich-Bezogenen Menschen der Moderne, der eine Gefahr für seinen überbewerteten Lieblingsbegriff "Freiheit" wittert

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23. März 2008 23:54

Es braucht keinen freien Willen

Stephan Zitzmann (hotzen)

Nimmt man Damasio und Dawkins zusammen wirkt die Sache erstaunlich simple für mich. Der Mensch ist ein System, um Gene weiter zu verbreiten, so Dawkins. Damasio postuliert, dass das menschliche Bewußtsein eine Folge des Systems ist. Dort werden Alternativen abgewogen, um das Überleben zu sichern. Die Innenansicht wird mit freiem Willen bezeichnet.
Wie wichtig ist der frei Wille jetzt wirklich. Ein Gedankenexperiment. Wenn bewiesen ist, dass es keinen freien Willen gibt, wird all denen, die deswegen das Leben als lebensunwert betrachten, eine kostenfreie und schmerzlose Tötung angeboten. Wie viele werden sich töten lassen?
Der angeführte Hitler würde auch ohne den freien Willen sanktioniert. Es würde sich vermutlich aber anders nennen. Der Grund, das Leben will sich selbst erhalten. Und wenn so etwas wie Bestrafung hilft, dann wird die stattfinden. Die Dinge werden weiterlaufen wie bisher, die Begriffe werden sich vielleicht ändern.

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23. März 2008 22:47

nicht neues von Searle

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

1.) es ist ein kategorischer Denkfehler,
mit physikalischen Methoden den freien Willen messen zu wollen, da dieser weder Länge, Gewicht, Spannung, Temperatur, oder sonst was hat, das man physikalisch messen könnte.
Ich kenne diese angeschuldigten Bereitschaftspotentiale.
Es gleicht dem Versuch, dem künstlerischen Inhalt eines Ölgemäldes durch die chemische Analyse der Ölfarben auf die Spur zu kommen.

2.) es ist ein weiterer kategorischer Denkfehler gleichzeitig die Existenz und die Nichtexistenz eines Gegenstandes (bewusste Willensentscheidung) zu behaupten (sein Restaurant-Beispiel).

Siehe Aristoteles und sein Satz vom ausgeschlossenen Widerspruch,
ohne diesen Satz gäbe es weder Logik noch Mathematik, die Voraussetzung aller Naturwissenschaften.
Liese man diesen Satz ausser Acht, könnte man sowohl alles beweisen als auch gar nichts, was inhaltlich aufs gleiche herauskommt.

Deshalb können Philosophen die Schlussfolgerungen aus den zitierten neurophysiologischen Tests n i c h t nachvollziehen!!!

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23. März 2008 22:45

Zu knapp

Michael Sextro (mixxxi)

Ein bisschen mehr Länge hätte dem Thema möglicherweise gut getan. Solange man zuerst die Neurobiologischen Erkenntnisse als "wahr" ansetzt und ihre Schlüsse hinsichtlich des Bewußteseins als gültig, solange wird man immer bei Kausalität un des Determinismus landen. Dies liegt in der Definition der Wissenschaftlichkeit in der Neurobiologie und in der Natur des Begriffs der Kausalität. Es wird auch nicht zwischen äußeren und inneren Ursachen unterschieden, deren eine der freie Wille ja sein soll. Eine Ursache, die nicht quasi mechanisch angestoßen ist und prinzipiell berechenbar wie eine Vektoraddition.
Die Deterministen bedienen sich eines Taschenspielertricks, indem sie behaupten, daß man die Ursachen des freien Willens prinzipiell beliebig zurückverfolgen könnte, wohl bis zum Urknall. Die Neurobiologen haben noch keine Vorgänge gefunden, die sich nicht auf andere zurückführen liessen. ja, kein Wunder, da müssen sie sich nur ihre Definitionen und Methoden ansehen: da kommt so etwas gar nicht vor. Also dreht man sich im Kreise. Vorerst. Nicht viel Neues seit "das Ich und sein Gehirn".

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23. März 2008 21:32

Philosophen sind offenbar überflüssig

Matthias Rüttgen (MRuettgen)

Es ist sehr schön, was Searle zum besten gibt, nur steckt da weder viel Wissen noch viel Scharfsinn dahinter. Sondern nur ein wenig Wissen über Philosophiegeschichte und ein wenig Hochmut der angloamerikanischen Analytiker. Philosophie wird, so kann man diesem Interview entnehmen, spätestens in 50 Jahren komplett zur Philosophiegeschichte geworden sein. Was sie freilich fast überall schon länger ist.

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23. März 2008 19:12

Hirnforschung ist inkompetent ......

W.P. Bayerl (Dr.Bayerl)

.... wenn es um das Bewusstsein oder den freien Willen geht,
1) da sie mit physikalischer Messtechnik an ein nicht physikalisches Phänomen herangeht.
Das muss schief gehen.
ich kann nicht den künstlerischen Inhalt eines Gemäldes damit erklären, dass ich die Farben seines Gemäldes chemisch analysiere, nichts anderes macht die Neurobioilogie bei der "Bewusstseinsforschung". Natürlich ist es trotzdem hoch interessant, wie unbewusste und bewusste Vorgänge miteinander verknüpft sind.
Aber "Bereitschaftspotentiale", die da gemessen werden sind nun eben k e i n e Entscheidungen!!!!!!!

2) der zweite Widerspruch, von Searle selbst formuliert in seinem Restaurantbeispiel ist ebenfalls ein fundamentaler in der Philosophie, den er schon bei Aristoteles nachlesen kann.
Er kann seine Bestellung beim Ober nicht ohne Willensentscheidung treffen, also auf die Instanz warten, die das hypothetisch für ihn erledigt (determiniert).
Wenn er also bewusst entscheiden m u s s , kann es folglich eine andere Instanz dafür nicht geben. Sonst wäre der wichtigste Satz Aristoteles vom ausgeschlossenen Widerspruch verletzt.
Nun jeder normale Philosoph weis, was das bedeutet, nur gewisse Neurobiologen offenbar nicht.

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23. März 2008 14:00

angelockt und enttäuscht

Frank Haala (str8)

Der amerikanische Philosoph John R. Searle über neue Erkenntnisse der Hirnforschung, so verlautet die Ankündigung für diesen Artikel. Mit Verlaub, aber der Artikel enthält keine verwertbare und einzuordnende Aussage des Philosophen über die neuen Erkenntnisse der Hirnforschung, sondern erweist sich als ungeordnetes Sammelsurium von Scheinfragen, die mitten aus verschiedensten Debatten geschnitten zu sein scheinen. Searle ist einer der anerkanntesten PHilosophen der Bewusstseinsforschung. Der Grund für den Artikel bleibt mir jedoch verschlossener als die bisherigen Erfolge jeglicher ERklärung menschlichen Bewusstseins bzw. des freien Willens. Ich bin leider enttäuscht, denn es werden hie und da interessante Deckel geöffnet, die alsbald wieder zugeknallt werden mit der seufzenden ERkenntnis: Tja, aber nix genaues weiss man nicht. Ich verstehe nicht, was der Anlass und die Intention dieses Artikels ist. Ein bisschen Hirnforschung über Ostern kommt scheinbar ganz gut. Allerdings scheint mir die dringend notwendige öffentliche Debatte damit nicht näher zu kommen.

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23. März 2008 10:49

'Gebt mir einen festen Punkt'

gisbert heimes (gisbert4)

Immerhin, seit Archimedes haben wir die Seins-Maschine weiter untersucht und dabei einiges herausbekommen. Manchen erscheint das allerdings so banal, daß sie ihnen immer sinnloser vorkommt (Steven Weinberg).

Es gibt aber - unterhalb von Philosophie und Esoterik ;-) - keinen anderen Weg, als die Dinge weiter zu untersuchen. Religion, Philosophie und Esoterik können dabei behilflich sein, genau wie die Künste. Letztere sogar besonders; sie untersuchen die nämliche Seins-Maschine.

Die praktische Konsequenz für den Alltag der Evolution lautet immer wieder: erstmal Überleben und Fortbestand der biologischen Erscheinungsform von Bewußtsein sichern, dann sehen wir weiter. Das ist in der Tat banal, weil die Gefährdungen so banal sind.

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