Wenn ich das schon lese Beckstein von der CSU für die Kunstfreiheit.
Fragen wir doch mal Herbert Achtenbusch wie das vor rund einem Jahrzehnt war - Rainer Werner Fassbinder können wir nicht mehr fragen als es um die Diskussion der Frankfurter Innenstadt und seinem jüdischen Vertreter ging.
Wie tolerant muss man für Kunst sein ? Schlingensief jedenfalls wurde in Zürich mit Schimpf und Schande aus dem Amt getrieben, zurecht übrigens.
Die deutsche Oper hat hier ein Restminimun an Vorsicht walten lassen für ein Haus das über Jahre Milliarden-subentionen erhalten hat.
Ich seh diese Aufführung schon mit Schäuble und 2000 Polizisten mindestens - die NPD links von der Oper - die anti-faschistische Linke rechts davon - und ein paar Muslim Brothers am Haupteingang. Es wird ausgehen wie 1967 beim Schah Besuch
Über eine Wiederaufnahme wird nachgedacht?
Wer hier nicht begreift, daß das Teil eines Spektakels um Aufmerksamkeit für die Oper war und sich auf billiges Trittbrett setzt, dem kann man nicht mehr helfen. Was denkt ihr denn, wie sich die Karten für die Oper jetzt verkaufen? Genau, wie warme Semmeln...
Es war schon immer eine deutsche Untugend, unter den Grundrechten die Sicherheit der Freiheit vorzuziehen. Man muß sich entscheiden, will man in einer freiheitlich demokratischen Grundordnung leben, mit all ihren Gefahren und ihrer Selbstbestimmung oder soll ein Geist der präventiven Kapitulation und Selbstzensur vor Fanatikern die Gesellschaft beherrschen. In der Tat geht es darum, eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen, Herr Hoyer, und zwar eine Entscheidung gegen die Einschränkung verfassungsrechtlich geschützter Grundwerte unserer Gesellschaft. Unserer Kanzlerin hat ihren Amtseid auf die Verfassung abgelegt, sie konnte und durfte nicht anders hande
So dramatisch sollten wir das vielleicht nicht sehen. Vielleicht handelt es sich eben nur um eine überforderte Intendantin, die bei dem Blick über Ihren eigenen Schreibtischrand hinaus etwas überfordert ist. Das soll es geben. Schliesslich ist allgemeinpolitisches Verständnis keine Qualifikation für Kulturbürokraten. Vielleicht verstellt die jahrelange Beschränkung auf lokale Intrigen ja auch den Blick auf die Realitäten dieser Welt.
Es gibt Wichtigeres, über das es sich aufzuregen und nachzudenken lohnt.
Wenn ich mir das alles so durchlese, kommt es mir so vor, als will man regelrecht das etwas passiert. "Es ist Sache der Sicherheitsbehörden ...", ha genau das war es in New York am 11.09. auch! Wenn ich dann noch den tollen Kommentar unserer Kanzlerin dazu lese, bin ich echt platt. Hier wird den Leuten erzählt, man dürfe keine Angst haben, sich nicht einschüchtern lassen. Nochmal: es geht hier nicht um Angst, es geht darum eine grundsätzliche Entscheidung zu treffen.
Will man den Krieg oder den Frieden?
Wegen mir provoziert die Leute ruhig weiter, ladet den Terror ein nach Deutschland zu kommen. Aber plant schon mal eine angemessene Reaktion auf einen möglichen Zwischenfall. Dann ist es nämlich zu spät zum reden!