
Treffender Artikel, Kompliment Frau Schapira. Eine Ergänzung erlaube ich mir: Sie schreiben "Sie (die Muslime) müssen klären, wer den Koran richtig zitiert, die Dschihadisten oder jene, die beteuern, Islam heiße Frieden."
Islam bedeutet nicht Friede, wie auch jene wissen, die das beteuern, sondern Unterwerfung. Wikipedia, Stichwort Islam:
Der Islam (arabisch ?????? islam, „Unterwerfung unter oder Hingabe an Gott“)
Wer hier wen unterwirft ist dann allerdings Gegenstand allerlei Rabulistik. Im Endeffekt läuft diese dann stets darauf hinaus, daß Friede erst eintrit, wenn alle freiwillig oder unfreiwillig die Unterwerfung vollzogen haben.
Dann bitte - was mich betrifft - kein Friede.

ob es den Schwestern passt oder nicht: Leben heißt kämpfen.
Es ist die naturgegebene Aufgabe des Mannes, die Familie zu ernähren und zu beschützen.
Und wenn die sanften, die deutschen Männer platt gemacht werden, wird eben keiner mehr da sein, der das Land (die Frauen) beschützt.
So einfach ist das.
Nach den islamistischen Entwicklungen in den letzten Jahren darf schon gefragt werden, wessen Geschäft die Feministinnen betreiben. Wenn Thea Dorn die deutschen Frauen zur Kinderlosigkeit aufruft, wird eben niemand mehr da sein, der die deutsche Kultur tradiert und verteidigt.
So einfach ist das.
Und dann wird der Dialog (bzw. die als „Dialog“ bezeichnete Farce) eben mangels Masse von deutscher Seite her eine Leisetreterveranstaltung sein.
Jeder kann diesen Schapira-Aufsatz vergleichen mit den Programmen und „wissenschaftlichen“ Ergüssen zum Gender-Mainstreaming auf der Website des Ministeriums für alles außer Männer - und sich fragen, warum angesichts der islamistischen Bedrohung die Zerstörung des deutschen Mannes immer noch das Hauptanliegen des feministischen Kampfes ist.
"Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden."
Klar, so klappt´s bestimmt.

Dem Kommentar ist voll zuzustimmen. Zu Bedenken ist dabei, dass Steinmeier langjaehriges SPD-Mitgkied ist und diese Partei sich nicht nur in der muslimischen Frage sondern in allen strategisch grundsaetzlichen Fragen stets fuer den Weg des kurzfristig geringsten Widerstands entschieden hat und dass im Vertrauen auf die letztendlich uns von den Amerikanern gewaehrte Unterstuetzung im Notfall. Diese instinktive und frueher berechtigte " Versicherung" duerfte nach Schroeder und bei der von Steinmeier betriebenen Distanzpolitik zu den USA beim amerikanischen Volk so nicht mehr einloesbar sein,solange Verharmlosung unsere Politik bestimmT. Das macht die ohnehin leichtfertige Position Steinmeiers noch unverstaendlicher.

Der "Respekt vor anderen Kulturen" bedroht unsere freiheitliche Gesellschaft im Kern. Es rächt sich bitter, dass Zuwanderer aus außereuropäischen Kulturen über Jahrzehnte hinweg bei uns aufgenommen wurden, ohne die eindeutige Forderung voranzustellen, dass auf Dauer hier nur leben kann, wer unsere Werteordnung vorbehaltlos anerkennt. Die vereinte Linke in unserem Land hat jede Form von Zuwanderungsbegrenzung und Anpassungs"druck" als ausländerfeindlich diffamiert und somit die Entstehung von Parallelgesellschaften nach Kräften gefördert. Geradezu zynisch ist das angestengte Wegschauen von Grünen und anderen Linken Frauenrechtler/-innen gegenüber der Unterdrückung von Frauenrechten in den islamischen Parallelgesellschaften. Dass aus ihren Reihen heraus deutsche Bischöfe als "Hassprediger" und "Frauenerniedriger" (Stichwort: Gebärmaschinen) verunglimpft werden, sie aber islamkritischen Stimmen nicht beistehen wollen, sich durch ihr dröhnendes Schweigen eher von ihnen distanzieren, wirft die Frage auf, welche Ziele sie mit ihrer "Toleranz" verfolgen? Bitter, dass unsere unter so großen Opfern in Europa errungene Meinungsfreiheit existenziell gefährdet ist. Hochachtung für Esther Schapiras Zivilcourage!

Die Somalierin Ayaan Hirsi Ali, Autorin des Van Gogh Films Submission, wanderte illegal in den Niederlanden ein. Sie setzt sich gegen die Beschneidung weiblicher Genitalien ein und wurde auch selbst verstümmelt. Die Beschneidung wird vor allem in den Ländern der Sahelzone und am Horn von Afrika praktiziert und hat keinen spezifisch religiösen Ursprung, denn sie wird zwar hauptsächlich, aber nicht nur von Muslimas bei ihren Töchtern angewandt, sondern auch von koptischen Christen, äthiopisch-orthodoxen Christen, äthiopischen Juden und animistischen Stämmen befolgt. Weder Bibel, Tora noch Koran schützen Frauen vor brachialer Gewalt. Religion braucht wie jede Form der Macht Kontrolle durch Vernunft, aber die Menschen müssen auch da abgeholt werden, wo sie sind. Polarisierende Kampfansagen verbunden mit auf die Brust gesetzte Pistolen sind da wenig hilfreich. Es gibt erfolgreiche Projekte, die durch Aufklärung Beschneidungungen verhindern und auch Beschneiderinnen einbeziehen.

Ein sehr guter Artikel von Frau Schapira, aber zwei Anmerkungen dazu:
Immer wird in diesen Fällen die unterdrückerische Seite des Christentums, aus der sich Europa befreit habe, vorgeschoben, um damit dem Islam die gleichen Chancen einräumen zu können. Dieser Vergleich ist völlig unvollständig und unkorrekt.
Die Basis des Christentums ist eine, die eigenes Nachdenken und aufbegehren gegen Autoriäten geradezu begünstigt. Wir haben einen Religionsgründer, Jesus, der sich im Namen der Nächstenliebe gegen die religösen Autoritäten jener Zeit gestellt hat (Heilung am Sabbat, z.B. Mt. 12, 1-14) und ebenso im Namen der Vernunft (!) die Reinheitsgebote außer Kraft setzte (z.B. Mk 7,14-19). Nicht zuletzt dafür wurde er gekreuzigt (z.B. Mt 12, 14). Das ist kaum jemandem bewusst.
Im Koran und im Leben Mohammeds finden sie das aber NICHT! Mohammed führte Kriege, ließ Gefangene köpfen, hatte Konkubinen und Sklavinnen, heiratete eine 6-jährige und hatte mit ihr Geschlechtsverkehr, als sie 9 war und ließ Kritiker und Abgefallene ermorden.
Ich verstehe auch nicht, dass eigentlich niemand die beiden Gedanken mal ausspricht, dass Einwanderung auch beendet werden kann und dass wir Migranten doch nicht zwanghaft alle in D behalten müssen.

....verbreitet.
Danke insofern , für den Hinweis, Herr Rosenberger. Wer lange genug wartet, wird sich in der "Minderheit" wiederfinden.
Was lernen wir daraus?! Wir "Alteuropäer/Innen" sind langfristig gesehen eher ein "aussterbendes Volk".

Es war eine gewaltige Torheit, aufgrund von unwichtigen Wirtschaftsinteressen, eine solch verantwortungslose Einwanderungs- und Asylpolitik zu betreiben; ist der alte Karl Martell wirklich schon vergessen? Erinnert sich niemand mehr an die Türkengefahr und die Abwehrkämpfe vor Wien? Man hat hier gleichsam eine fünfte Kolonne ins Herzen Europas implantiert, die schon allein Dank ihres demographischen Wachstums (das selbstverständlich von den Steuerzahlern finanziert wird) für die Ausbreitung fremder Werte und Überzeugungen sorgt. Der Artikel hängt freilich noch immer der absurden Vorstellung an, man könne eine monotheistische Religion samt Absolutheitsanspruch in eine säkulare Ordnung einbinden, aber diese Illusion dürfte sich schon bald verflüchtigen.
Das Problem wurde durch die Einwanderungspolitik geschaffen und es kann nur durch deren Umkehrung wieder aus der Welt geschafft werden. Schließlich war niemals die Rede von millionenfacher Masseneinwanderung aus einem fremden und feindseligen Kulturkreis nur von Gastarbeitern erzählten Politik und Wirtschaft damals; die demokratische Legitimation dieser Politik ist somit äußerst fragwürdig, auch wenn mittlerweile selbst die CDU das Integrationsmärchen erzählt.

Martin Neumeyer Vorsitzender der Arbeitsgruppe Integration und Islam der CSU-Landtagsfraktion:
Noch in diesem Jahrhundert bekommen wir ein Verhältnis von 50:50, also 50 % Christen, 50 % Muslime.Mittelfristig werden wir ohne Muslime keine Wahlen mehr gewinnen. Die CSU muss sich daher öffnen.
http://www.pi-news.net/wp/uploads/2007/11/neumeyer3.jpg

Natürlich sehen Sie sie nicht,weil integrierte muslime unauffällig unter Ihnen Leben.
Dass Deutschland heute ein Multi-Kulti Staat ist, dafür können Sie getrost Ihren Vorfahren danken, und nach Aktionen wie in den 60er, in denen Flugblätter über den Dörfern der Türkei abgeworfen worden sind um Gastarbeiter zu werben (Zeitzeuge:Mein Opa), war es leichtsinnig zu denken dass Sie hier schnelles Geld machen und wieder verschwinden...
Aber, Ihre Vorfahren kamen auch einst aus dem heute Türkei genannten Land. Ihr Papst Benedict XIV (1740-1758) hatte offiziell erklärt, dass Maria in Ephesos (bei Selcuk) gestorben sei.
Christen wundern sich darüber, daß an diesem Wallfahrtsort auch Muslime beten. Dies ist leicht erklärt:
In der islamischen Welt spricht man von Maria mit Gottesfurcht, Liebe und Verehrung. Die Gebetsnische in der Moschee (mihrab) erinnert an ihre Zelle (die im Koran ebenfalls als „mihrab“ bezeichnet wird). Die neunzehnte Sure des Koran trägt den Namen „Meryem“ = Maria. Viele Koranverse sprechen von ihr und von ihrem Sohn Jesus, die beide „vor der Bosheit des gesteinigten Satans“ bewahrt sind. Jesus ist ein „Gesandter“, seine Mutter eine „Wahrhaftige“, aber beide sind doch nur „Menschen, die essen und trinken“.

Dass wir Deutsche uns nach Jahren der Aufarbeitung der schlimmsten Phasen unserer Vergangenheit schwer tun, uns mit den Themen Zuwanderung oder Islamismus angemessen auseinanderzusetzen, halte ich für erklärlich. Ein durchaus plausibles Resultat ist jenes überschießende Gutmenschentum, das nichts mehr fürchtet als den Vorwurf der Fremdenfeindlichkeit. Dass hieraus bei vielen Menschen, auch Politikern und Journalisten, die Tendenz entstanden ist, jegliche Kritik an Ausländern und eingewanderten Moslems als Ausländerhass oder Intoleranz zu ächten, ist zwar auch erklärlich, aber eben nicht angemessen. Hier wird Leisetreterei und Mangel an Zivilcourage als Toleranz getarnt. Eindeutige Kampfansagen an unsere in ethischer Hinsicht sicherlich vorbildliche Verfassung kann man nicht tolerieren.
Ich möchte mich der erfreulicherweise langen Reihe derer anschließen, die Frau Schapira zu ihrem mutigen Artikel gratulieren.

Ein couragierter Beitrag Schapiras. Steinmeier macht das gleiche wie sein Ex-Chef Schröder: das Gefährliche kaschieren (Putin sei ein "lupenreiner Demokrat").

"Ich werde die Bilder dieser hinterhältigen Schlachtung nicht los": Esther Schapira
Frau Schapira, mir geht es ebenso... ich denke dabei allerdings vor allem an den Libanonkrieg, an die willkürliche Zerstörung des Landes. An die vielen Kriegsverbrechen bis hin zu einer willkürlichen "Verminung" von weiten Teilen des Libanon mittels "Streubomben".
Sie sollten Herrn Steinmeier dafür kritisieren, daß er Verantwortliche der israelischen Regierung (für mutmassliche Kriegsverbrechen) die "Hand gereicht hat".
Dies wäre dann wirklich berechtigt.

Ein ausgezeichneter Artikel zu diesem Thema. Auch Dank an die FAZ, dass sie ihn veröffentlicht hat - entgegen der gängigen Praxis, Gedanken dieses Tenors zu drucken. Frau Shapira wird wohl harte Zeiten erwarten dürfen. Denn fraglos wird sie der Bedrohungswahn ebenso treffen, wie R. Giordano, nach seinen kritischen Äusserungen zum Islam. Er bezeichnet in einem offenen Brief im Pressedienst die Drohungen als das "Unheimlichste", was ihm je begegnet ist. Islam heisst eben nicht "Frieden", sondern "Unterwerfung". Es ist nicht zu erwarten, dass es in der Zukunft eine Annäherung der Kulturen geben wird. Sieht man sich zu diesem Thema in anderen EU-Ländern um, stellt man fest, dass diese durch fast pathologische political correctness schon weiter in der Unterwerfung sind. Es erhebt sich nur die Frage, wollen wir das schnellstmöglichst nachholen? Es ist uner-hört, dass die Angelegenheit Muhabet von der Regierung einfach ausgesessen wird. Keinerlei Distanzierung von dem besagten Text, oder den friedlichen anderen Texten, die ja im Internet nachzulesen waren, und einem den Schweiss auf die Stirn treiben könnten. Der Preis für das Erhalten dieser Wählerstimmen könnte sehr hoch sein.

Ein mutiger und besonders lesenswerter Beitrag von Esther Schapira.
Dieser Artikel müsste weit verbreitet werden.
Mit herzlichen Grüßen aus Neustadt an der Weinstraße
Hans Naumer.

Wirklich ein bemerkenswerter Artikel von Frau Schapira, der zur Pflichtlektüre jede Politikers gemacht werden sollte. Nur eine kleine Kritik sei erlaubt : Deutschland ist kein Einwanderungsland, es ist dazu gemacht worden.

Zunächst ist der Song, zu dem sich Steinmeier offensichtlich extrem blauäuig hinreissen liess, eine einige Anklage gegen Deutschland doch bitte mehr für die Integration der ( muslimischen ) Einwanderer zu tun.
Jedoch zeigt sich hierbei wieder einmal diese völlig naive, blauäugige Appeasement Politik, die uns immer näher an Pariser Verhältnisse bringt.
Der Islam ist eine aggressiv, expansive Ideologie, welche weit mehr ist als eine Religion. Toleranz ist bei den Anhängern des Islam nur vorgesehen, wenn sie die Minderheit eines Landes darstellen. Toleranz ihnen gegenüber wird als unsere Schwäche angesehen. Zudem versteht man es ja aus Sicht muslimischer Verbände mittlerweile blendend auf der Klaviatur der deutschen Schuldkomplexe zu spielen und greift die Opferrolle, die ihnen von der Linken jahrelang in den Schoß gelegt wurde, dankbar auf.
Jede islamkritische Äußerung wird mittlerweile mit den Hilfmitteln der Politicall Correctness mundtot gemacht, jedoch jeder geplante Moscheebau in Deutschland offenbart die Differenz zwischen offizieller deutscher Appeasementpolitik und die wachsende Wut der Bevölkerung über ihre unerhörte Stimme in dieser zukunftsweisenden Ausrichtung Deutschlands.

Wenn ich lese "Von seiner Völlerei und Drogensucht ganz abgesehen" Was hat das jemanden anderen zu interessieren? Das verletzt oder tötet keine Unschuldigen, Unbeteiligte, Gläubige oder Ungläubige. Das ist allein seine Sache. Wenn man helfen möchte kann man dies versuchen, daß ist aber auch schon alles. Wenn sich jemand anderes durch solch einen Lebenswandel in seiner Ehre angeriffen fühlt ist das ein Problem mit dem er einfach zu leben hat.
Wenn van Gogh mit seinen Aussagen provoziert hat, gibt es genug Mittel sich auf gleicher Ebene zur Wehr zu setzen. Ein System oder was auch immer, dass körperliche Gewalt als Ersatz von Intelligenz duldet gehört auf den Scheiterhaufen der Vergessenheit und Vergangenheit.

Liebe Kommentatoren,
wiederholt lese ich in Ihren Kommentaren die Phrase, dass Bürger mit Migrationshintergrund diejenigen sind, die sich anzupassen haben. Ich gebe Ihnen in diesem Punkt vollkommen recht. Sie werden als Muslime definiert. Dieses Wort hat sich in Ihren Köpfen aufgrund negativer Medienpräsenz unglaublich als feindliches Bild verfestigt. Dies finde ich sehr schade und bedenklich, da es nicht gerade zu einer besänftigung der Lage führt. Es gibt solche und solche Muslime, man darf das unter keinen Umständen verallgemeinern, wie es Frau Schapira in Ihrem Beitrag an gewissen stellen ohne Bedenken tut. Es scheint mir geradezu nach einer absichtlichen Provokation. Der Islam wird regelrecht missbraucht, man darf nicht zulassen dass es heisst : Islam gegen Westen.
Es gibt sehr viele Integrierte Muslime in Deutschland, die sich die Werte des demokratischen Rechtsstaates zu eigen gemacht haben und stolz darauf sind. Ich sehe das Problem eindeutig in der deutschen Politik. Ein wenig Toleranz da und ein bisschen Freiheit hier, und schon haben wir Umstände, die es den Menschen zu sehr ermöglichen sich wie in der "Heimat" zu fühlen und zu leben. Es darf sich keiner Wundern!

Hervorragender Aritkel von A bis Z, zu dem ich nur gratulieren kann. Die Rueckgratlosigkeit unseres Aussenministers schmerzt mir physisch, aber leider haben wir ja in Detuschland eine ganze Serie von Aussenministern, die sich nur ungern oder widerwillig fuer Menschrechte einsetzen bzw. das Tehma mit dem gebuehrenden Ernst angehen. Bleibt nur zu hoffen, dass sich Frau Merkels Ansatz eher durchsetzt.
Weiter so, Danke!

Ich finde es traurig, in welchem Maße Menschen wie Herr Steinmeier unser demokratisches System als selbstverständlich erachten. Dies entehrt alle, die sich jemals für Werte wie Freiheit und Gleichheit eingesetzt haben. Jedenfalls ist der Artikel von Esther Schapira gut, denn er versucht, unser eigenes Verhältnis zur Demokratie zu formulieren und stellt die Frage, wieviel diese uns denn wert ist, wenn wir nicht einmal den Mut besitzen, uns zu ihr zu bekennen? Außenminister Steinmeier jedenfalls tut es nicht, und ich finde dies gefährlich, da er damit letzten Endes Strukturen akzeptiert, die er wohl eindeutig verdammen würde, wenn er mit irgendeiner Klasse in irgendeiner Schule über Faschismus reden würde. Wozu also all diese Gespräche über Gut und Böse, wenn diese Begriffe nur in ganz großen Dimensionen existieren, ihre kleinen Bestandteile aber keine Rolle spielen? Zu diesen kleinen Bestandteilen gehört auch jene gewisse Feigheit, die Steinmeier in der letzten Zeit gegenüber Rußland und China beweisst.

Vor ein paar Jahren demonstrierten hunderte von Palästinensern in Bremen. Sie riefen Parolen wie: „Tot Israel“ und „Sharon Kindermörder“.
Ich sah wohl sehr angewidert bei diesen Sprüchen aus. Daraufhin sprach mich ein Palästinenser an und fragte, ob ich für den Kindermörder Sharon sei.
Als ich ihm antwortete, dass ich eine andere Meinung vertrete und mich gut erinnere, dass sein Präsident Herr Arafat Kinder tötete (Schule von Ma`alot) etc. sagte er zu mir: „Adolf geh nach Hause“.
Einer stellte seine Krücken, an denen er sich vorher krampfhaft festhielt an eine Häuserwand und wollte zum fröhlichen Keulen ausholen.
Ich konnte mich in einen Aldi Markt retten und rief die Polizei. Doch diese sagte mir, ich solle mich an den ersten Polizisten wenden, den ich sehe.
Doch ich sah keine Polizei.
Erst nach einer ganzen Weile konnte ich mich zu einem Kamerateam der Polizei retten.
Man begleitete mich aus dem brodelnden Kessel heraus, sagte mir aber auch „was sollen wir denn machen, wir können nichts tun und wenn wir etwas unternehmen wird die Situation eskalieren“.

Dem Beitrag ist fast nichts hinzuzufügen. Die meisten Muslime, die ich kenne, leben durchaus sehr freiheitlich und durchaus auch aufklärerisch. Gleichzeitig besteht jedoch dieses traditionelle moralische Korsett. Dies in Einklang zu bringen, erfordert einen regelrechten Spagat, ein nicht unerhebliches Maß an Doppelmoral. Diese Doppelmoral kenne ich übrigens von einigen Christen genauso. Der traditionelle, wegen seiner langzeitlichen Existenz in der Gesellschaft zur Moral erhobene Glaube als eine, individuelle zumeist ungelebte, gesellschaftlich jedoch parallel beibehaltene Fassade in der Wirklichkeit. Der Zwischenraum, der hierdurch entsteht, ist der Raum, in dem sich die Hardliner, die Extremisten, die Radikalen breit machen können. Ihre Stärke beziehen sie aus dem schlechten Gewissen, der Schwäche derjenigen, die die Kraft, sich zu den von ihnen gelebten Werten zu bekennen, nicht aufbringen. Deshalb ist ein Bekenntnis der muslimischen Vertreter zu einem freiheitlichen Rechtstaat so wichtig. Denn es schränkt die Deutungsbefugnis der Extremisten -z.B. bzgl. der Sharia-Frage-erheblich ein. Solange dieses Bekenntnis nicht geschieht, wird man sich weiterhin in der Doppelmoral arrangieren.

Diese Frage kann nur beantworten, wer die ersten beiden Suren des Koran gelesen hat. Denn damit wird der faschistoide Islam unumstößlich und uninterpretierbar in Gehirne implantiert.
Menschen, die daran glauben, können garnicht anders als so handeln, wie wir es in den extemen Fällen immer häufiger erleben. Nicht diese tragen in erster Linie die Schuld daran, wenn sie damit sich selbst oder den "Ungläubigen" schaden, Schuld daran hat jenes sich immer wieder neu rekrutierende Gruppen-Gewaltpotiential aus Angst, kriminellem Zusammenhalt und Verachtung Aller, die nicht in diesem System eingebunden sind.
Schuld sind unsere Politiker, vor allem die deutschen, die ihre eigene Macht dadurch zu stärken versucht haben und es immer noch weiter tun (Steinmeier), indem sie dieser ehrenwerten Parallelgesellschaft in den A... kriechen. In der FAZ wurde ein Artikel veröffentlicht, der beschreibt, daß in NRW Menschen kurdischer Abstammung in den Schulen in ihrer Muttersprache unterrichtet werden. Dieses Zugeständnis wurde erteilt, weil sie sonst nicht bereit gewesen wären, in Deutschland um Asyl zu bitten. Wie verblendet sind deutsche Politiker, die einen solchen Schwachsinn fördern, der diesen Leuten hilft, sich selbst auszugrenzen?

Es muss ungemein befriedigend sein, wenn man - wie Frau Schapira - in einer Welt lebt, die sich so einfach in "schwarz" und "weiß", in "gut" und "böse" einteilen lässt. Dumm nur, dass diese Welt so nicht existiert.
Niemand bestreitet, dass die Integration mancher Muslime sehr zu wünschen übrig lässt. Genauso wenig kann bestritten werden, dass von radikalen Islamisten eine Gefahr ausgeht, die nicht unterschätzt werden darf.
Ich bestreite aber sehr wohl, dass das von Frau Schapira nicht nur in diesem Artikel gezeichnete Islambild existiert. Unsere Städte - ich wohne übrigens in Stuttgart, einer Stadt mit 24 Prozent Ausländeranteil und Zehntausenden Musliomen - sind nicht voll von Burka tragenden Frauen, die von ihren Männern durch die Kaufhäuser geschleift werden. Schwule und Frauen werden von deutschen Christen genauso bedroht (und sogar verprügelt) wie von "muslimischen Machos". Ich habe mir diese beiden Beispiele herausgegriffen, weil sie belegen, dass auch Frau Schapira nur mit jenen altbekannten Stereotypen "argumentiert", die man auch von Leuten kennt, mit denen sie ganz bestimmt nicht in einen Topf geworfen werden will.

Frau Schapira, Sie haben gut Aussichten einmal Anwärterin für den Pulitzer-Preis zu werden. Ich meine das völlig ernst und bedanke mich für die Zusammenfassung der Problematik, die nicht einfach zu bewerkstelligen ist.

Wenn es stimmt, was Frau Schapira über den Rapper sagt, dann ist er ein Feind der offenen Gesellschaft und unsrer demokratischen Ordnung. Ein Außenminister, der mit solchen Personen zusammenarbeitet ist untragbar und gehört entsorgt.
Übrigens hat sich Steinmeier auch in bezug auf die Regime Chinas und Russlands fragwürdig positioniert.

Der Rap-Auftritt Steinmeiers war auch ohne die Hintergrundgeschichte von Muhabbet furchtbar peinlich. Aber es scheint für die Mehrzahl der Politiker keine Niveau-Grenze zu geben, die sie nicht unterschreiten würden, wenn sie sich durch ihre Anbiederung Popularität und Stimmen erhoffen.
So weit, so schlecht. Aber die Geschichte um die Person des Sangesbruders von Steinmeier, die Frau Schapira so verdienstvoll aufdeckt, belegt eine andere Lehre, an der nicht nur Steinmeier sich immer wieder mit aller Gewalt vorbeimogeln will. Eben weil Muhabbet kein Ausnahme-Islamist ist, eben weil er so ein Integrationsvorzeigefall ist, beweist er die These Huntingtons, dass nicht der Islamismus, sondern der Islam das Problem ist.
Kein Grund zur Aufregung, wie Steinmeier es gerne hätte, wäre in Grenzen gegeben, wenn Muhabbet ein erwiesener Extremist, nicht aber der Gipfel der Integrationsanstrengungen wäre. Muhabbet ist zu danken, dass er uns den Mainstream so deutlich zeigt.

Theo van Gogh hat seine Lebzeit lang Muslime (nicht Islamisten, sondern Muslime) als Ziegenficker oder sonst was beschimpft. Er war eine zutiefst mit sich selbst unzufriedene und emotional ambivalente Person, die sein Minderwertigkeitsgefühl dadurch kompensierte Muslime (und andere!) öffentlich unentweg zu diffamieren und bösartig zu beleidigen. Von seiner Völlerei und Drogensucht ganz abgesehen. Mir tut es dennoch sehr leid, dass er einem Extremisten zum Opfer gefallen ist, ihn aber zu einem "Heiligen" zu sprechen ist regelrecht lächerlich.

.....Bei aller Wertschätzung und mit allem Respekt Frau Schapira: Hier träumen Sie einen Traum, der nie Realität wird. .....
<br>Da haben Sie leider m.e. recht Herr Steffen
<br>Trozdem Bravo Frau Schapira !
<br>

... aber so lange sich selbst Politiker vor den Karren falsch verstandener Toleranz spannen lassen, wird es wohl nix mit Wirkung sein.
Bereits bevor die Hinweise auf Muhabbets Ansichten an`s Licht kamen, war mir das Gesangsprojekt mit Steinmeier und dem französischen Pendant mehr als suspekt. Mit dem Songtext wurde ein Machwerk veröffentlicht, welches einzig Forderungen an "Deutschland" stellt. Ich bin es leid, von Integrationsbeauftragten, von Vertretern von Islamverbänden und anderen Helfershelfern immer aufs Neue Forderungen an dieses Land hören zu müssen. Menschen, die hier leben wollen, haben zunächst selbst die Pflicht, sich diesem Land soweit anzunähern, das es ihnen möglich ist, Teilhabe am Leben zu gewinnen. Es ist traurig genug, das für die Bildungsferne und Sprachschwäche von Migranten pausenlos "der Staat" ob seiner mangelnden Hilfsbereitschaft angegrifffen wird. Besonders die linke Klientel - aber auch weite Teile der ehemals konservativen Kräfte - greifen diese Vorwürfe gern als Selbstanklage auf und machen uns alle für die mangelnde Integrationsbereitschaft der zu Integrierenden mitverantwortlich. Ich blicke voller Pessimismus in die deutsche Zukunft, weil unsere Freiheit sehr gefährdet ist.

Herr Steinmeier muß sich fragen lassen, wie er es mit den Menschenrechten und der Demokratie, die unbedingt mit Rechtsstaatlichkeit verbunden sind, hält. Er rügt die Bundeskanzlerin Merkel für den Empfang des Dalai Lama im Berliner Kanzleramt, weil er die gute Kontakte zu den kommunistischen Diktatoren in Peking für wichtiger hält. Ein Kuschelkurs zu Putin ist ihm auch lieber, als harte Fragen an Moskau bezüglich der dramatischen Defizite bei Menschenrechten und Demokratie. Der Eindruck ist unweigerlich, daß sich Herr Steinmeier auch als Minister in der DDR oder gar dem 3. Reich gut bewährt hätte. Oder er würde, wie die windelweichen Engländer á la Chamberlain versuchen, Hitler mittels absurden Zugeständnissen zu beschwichtigen, denn der Dialog mit Unterdrückern ist anscheinend wichtiger, als ein klares Zeichen der Solidarität für die unterdrückten Völker zu setzen. Die Geschichte lehrte und lehrt immer wieder, warum Diktatoren groß werden.
Man kann Frau Shapira nur zustimmen, keiner wird sich für ein System begeistern, welches dessen Repräsentanten selbst nicht bedingungslos verteidigen wollen und lieber demütig um die Gnade des Dialog winseln. Der SPD ist zu sagen, mit solchen Leuten ist weder Staat, noch Partei zu machen!

Frau Schapira hat es genau auf den Punkt gebracht! Das ist sehr mutig! Ich rege mich auch auf! Unser Verhalten resultiert doch daraus, dass wir mit Konsequenzen zu rechnen haben, wenn wir uns erdreisten eine andere Meinung zu haben, als die, die wir vorgegeben bekommen, haben zu müssen. Wir sind nicht frei zu äußern, dass wir die oder jene nicht mögen, dass eine bestimmte Kultur enfach nicht zu der unsrigen paßt, dass bestimmte "Gruppen" tatsächlich keiner politischen Verfolgung ausgesetzt waren, sondern nur "Wirtschaftsflüchtlinge" waren, welche ausschließlich den Zugang zu unseren Sozialsytemen suchten. Das können wir einfach nicht tun, aus Furcht vor dem "Kadi" zu landen. Mir sagte vor einigen Jahren mal ein "integrierter Türke" geringschätzig: "Die Deutschen haben Angst vor uns!" Ja warum sieht das denn so aus?
Integration: W e r wirklich integriert werden will, d e r sollte den ersten Schritt tun, d e r sollte sich auch willig zeigen, dann wird er auch gerne mit offenen Armen aufgenommen. Könnte auch da einige gute Beispiele anführen:

Sie hätten es so leicht gehabt, hätten Sie Ihr Erlebnis mit Muhabbet für sich behalten. Danke dafür, dass Sie dies nicht getan haben!
Sie hätten es so leicht gehabt, wären Sie den Verlockungen des seichten Auswegs, den Ihnen der Vize-Kanzler(-amtsminister) nahegelegt hat, nachgekommen und hätten mit ihm die Bagatellisierung des Vorfalles betrieben. Danke dafür, dass Sie dies nicht getan haben! Ich teile Ihre AUFGEREGTHEIT.
Danke, dass Sie Ihre zutreffende und klare Analyse der Situation dadurch vernebeln, dass Sie falsche Rücksichten auf die "Gutmenschen" nehmen, die jeden Konflikt scheuen und meinen, sich mit Appeasementstrategie Harmonie erkaufen zu können. (Die Geschichte zeigt, dass Appeasementstrategie Früchte trägt und welche: Erfolgreich ist nur die Kurzzeitwirkung, wenn man ausblendet, dass die Interessen Dritterfür den eigenen Frieden geopfert werden. Aber schon mittelfristig war die Appeasementstrategie nicht erfolgreich.)
Ihrem Mut und Ihrer Fähigkeit, das Richtige zu sagen gebührt Anerkennung.
Ihr begeisterter Leser
Volker Böger

Das ist ein ganz ausgezeichneter Beitrag, Frau Schapira. Es wird wohl nicht Ihr letzter bei der Faz gewesen sein.

"...Wenn es den europäischen Muslimen gelingt, Islam und Demokratie zu versöhnen, also die Aufklärung des Islams durchzusetzen,......"
Bei aller Wertschätzung und mit allem Respekt Frau Schapira: Hier träumen Sie einen Traum, der nie Realität wird. Der Islam ist leider so angelegt, daß reformatorische/aufklärerische Bemühungen von Individuen jederzeit im Wortsinne abgetötet werden können. Und das kennt sonst keine andere mir bekannte Religion. In der gesamten islamischen Welt (einschließlich der Türkei!!) existiert bis heute kein System, welches sich in Übereinstimmung mit den Menschenrechten befindet. Sollten Sie das bisher nicht bemerkt haben?

Und überhaupt war der Song, den Steinmeier und Kouchner unter Weisung des vermeintlich großen Rap-Künstlers (ein gewisser Widerspruch in sich) fabriziert haben, so grottenschlecht, dass einem so oder so das Hinhören vergeht! Miesestes Deutschlahahand-Gegröhle! (Man erinnere sich an die Nationalhymnen-Versionen von Jimmy Hendrix oder Serge Gainsbourg.) Anscheinend aber ist so ein Funken "Anspruch" für Muhabbet schon viel zu hochkulturig, "Main-streamig", ... demokratisch.