Getty-Museum

Kein Bekenntnis

03. Oktober 2005 Das Getty-Museum in Los Angeles plant die Rückgabe von drei wertvollen antiken Kunstwerken an Italien. Kulturminister Rocco Buttiglione kündigte an, ein Tongefäß aus Paestum, eine griechische Inschrift aus Selinunt in Sizilien und ein etruskischer Bronzeleuchter würden in den nächsten Tagen in Rom eintreffen. Offiziell handle es sich um eine Schenkung. Das Getty-Museum bekenne bei der Rückgabe der Kunstwerke keine Mitschuld am illegalen Import der archäologischen Fundstücke, erklärte der Minister.

Auch betonte Buttiglione, daß die Einigung keinerlei Einfluß auf das bevorstehende Gerichtsverfahren gegen das Getty-Museum wegen des Ankaufs von Funden aus illegalen Grabungen in Italien habe. Im November entscheidet das römische Strafgericht über eine Anklage gegen die ehemalige Kuratorin des Museums, Marion True. Sie (siehe F.A.Z. vom 29. Juli) soll vor zehn Jahren rund vierzig antike Kunstwerke im Wert von zwanzig Millionen Dollar für das Getty-Museum angekauft haben, obwohl diese sichtlich aus Raubgrabungen im Großraum Neapel stammten.



Text: F.A.Z., 04.10.2005, Nr. 230 / Seite 43

 
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche