Necla Kelek

Islamkonferenz und Zuwanderung

Knallharte Interessenpolitik im Sinne der Türkei

Der türkisch-islamische Dachverband ist beleidigt: Die Bundesregierung hat ein neues Zuwanderungsgesetz auf den Weg gebracht, ohne die Integrationskonferenz einbezogen zu haben. Doch erstens hat das Thema hier nichts zu suchen und zweitens ist das Gesetz dringend nötig, meint Necla Kelek.

Lesermeinungen zum Beitrag

15. Juli 2007 13:38

Aus genau diesem Grund ist eine doppelte Staatsbürgerschaft abzulehnen.

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

Wie man hier sehr schön nachvollziehen kann picken sich nämlich einige Diskutanten immer die Seite heraus, die gerade am besten passt: Wenn man als Angehöriger einer benachteiligten Kaste Klage führen und die Nazi-Keule schwingen will, ist man Türke. Wenn man aber die türkische-islamische oder nationalistische Position begründen und rechtfertigen soll, ist man plötzlich und selbstverständlich Deutscher...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
14. Juli 2007 22:37

@Emre Ertürk2

Fiona Limm (waldemarnet)

...Das sture, fast trotzige Auftreten der betreffenden Verbände, wie Necla Kelek es im obigen Beitrag kritisiert,musste doch zwangsläufig zur Verhärtung der Fronten und zur Bestätigung pauschaler Vorurteile führen.Ich weiß,es ist nicht (unbedingt) so,aber es sieht nun so aus,als ob "die" türkischen Männer Ihr Recht auf sog. Importbräute verteidigten.Zu Ihrem Vorwurf, die zum Gipfel einladenden Politiker seien "unehrlich" gewesen,muss ich sagen:Die Diskussion um den und Mitarbeit am Gesetzesentwurf steht den türkischen Verbänden ebensowenig wie irgendwelchen deutschen NGOs zu und war auch nicht für den Gipfel geplant.(Ein Referendum,d.h. die aktive Abstimmung über Gesetzesvorlagen gibt es,anders als z.B. in der Schweiz in Deutschland nicht.Für keinen!Das kann man bedauern,ist aber nicht illegal oder hinterhältig.)Ziel des Gipfels war,den gemeinsamen Integrationsplan zu besprechen.Und daran HABEN die türkischen Verbände mitgearbeitet.Auf dem Gipfel hätten die Verbände auch berechtigte Einwände gegen das Gesetz äußern können,ohne in die "Türken-Macho"-Ecke geschoben zu werden.Viel von dem Missverständnis geht m.E. aber auch auf die Medienberichterstattung zurück,die sich hinsichtlich des Gesetzes sehr auf Moslems "eingeschossen" hat.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
14. Juli 2007 22:25

@Emre Ertürk

Fiona Limm (waldemarnet)

Nochmal hallo - irgendwie diskutiere ich anscheinend gerne mit Ihnen.Klappt doch bei uns beiden ganz gut ohne Polemik;-) Also,ich habe mich mal über die 2Hauptkritikpunkte informiert:1.Das Gesetz zum Ehegattennachzug gelte nicht für alle ausländischen Ehepartner/innen, sondern nur für moslemische und 2.Die türkischen Verbände hätten an dem Gesetzesentwurf nicht mitarbeiten können.Für Punkt 1 habe ich Verständnis;zwar gilt das Gesetz durchaus nicht nur für Ehepartner aus islamischen Ländern,allerdings tatsächlich auch nicht für alle Ausländer/innen.Man muss zugeben, dass Neuseeländer und Kanadier (die genannten Beispiele der Gesetzgeber) im Allg. kein größeres Integrationsproblem haben,im Gegensatz zu,es tut mir leid,einer zwangsverheirateten Muslima.Trotzdem wäre ich für eine allgemeine Gültigkeit des Gesetzes,um so unnötigen und verständliche Ärger der hauptsächlich betroffenen Gruppen,wie er nun entstanden ist,zu vermeiden.Insofern stimme ich Ihnen zu.Aber ich finde,das zu Punkt 2 und zum Boykott,der Gipfel wäre die perfekte Rahmen gewesen,um genau diese Bedenken sachlich zu äußern und auch ernst genommen zu werden...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
14. Juli 2007 12:54

Ganz schön dreist

Peter Windhöfel (peter2509)

anders kann man das Verhalten der türkischen Verbände nicht bezeichnen. Das ein jeder, der in einem anderen Land leben möchte, wenigstens Grundlagen der dortigen Sprache beherrscht, ist nicht mehr als selbstverständlich. Das gilt für Männer UND Frauen. Schon alleine aus Höflichkeit gegenüber dem Gastgeberland. Insofern kann ich das neue Zuwanderungsgesetz nur begrüßen. Wer hier leben möchte, hat sich gefälligst den entsprechenden Gesetzen nach zu verhalten. Da hilf auch kein Schwingen der Nazikeule, wie in dieser Diskussion geschehen und was ich mir entschieden verbitte, noch iregndwelche hanebüchenen Angriffe auf Religionen (was für beide Seiten dieser Diskussion gilt). Wenn jetzt einige Herren Funktionäre von türkischen Verbänden ein Mitspracherecht bei der Gesetzgebung fordern, dann doch nur, weil sie Angst um ihre Herrschaft im eigenen Heim haben und vor Frauen, die nicht mehr hilflos weil sprachlos nur das tun, was man ihnen gestattet. Es geht diesen herren nicht um Integration, sondern nur ums eigene Interesse. Sorry, so funktioniert es hier nun mal nicht.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
14. Juli 2007 04:34

@Fiona Limm

Emre Ertürk (HSCD)

Ich habe nicht die Webseite der Regierung angeschaut, aber darüber in den Nachrichten gehört.

Sowohl SWR3 als auch "EinsLive" (NRW) haben im Hörfunk davon berichtet, daß man zwischen Türken u. Kanadiern (oder Japanern) unterscheidet.

Ich fand es gut, daß die türk. Verbände fernblieben. Und sei es nur, um ein Zeichen zu setzen. Es ist doch allen klar, daß die Regierung diese Regelungen durchboxen wird, ob die Türken mitmachen oder nicht. Aber die Türken sollten bei dem Theater wenigstens nicht dabei sein, um in Zukunft glaubwürdig zu bleiben.

Die türk. Verbände sollten sich auch weiterhin nicht unter Druck setzen lassen! Und man sollte nur noch mit EHRLICHEN Partnern verhandeln!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
14. Juli 2007 04:17

Meine eigene Haustür...

Emre Ertürk (HSCD)

... ist Deutschland! Hier lebe ich, auch wenn das Ihnen nicht passen sollte! Immer wenn hier lebende Ausländer die Probleme in Deutschland ansprechen heißt es gleich: "Ist denn dein Land besser" oder " Geh´doch zurück wo du herkommst!"

Sie entlarven sich selber! Ist Ihnen das nicht bewußt? Leute wie Sie, meinen es mit der Integration nicht wirklich ernst. Sie trennen immer noch Einheimische von Ausländern. Vielleicht sind Sie sich dessen nicht bewußt. Es ist vielleicht nur das Resultat Ihrer Erziehung.

Also meine Eltern haben mich so erzogen, daß ich primär nicht zwischen Nationalitäten unterscheide, sondern zwischen guten u. schlechten Menschen. Also, bitte mal darüber nachdenken. Es lohnt sich!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. Juli 2007 19:24

@ Ertürk

Brigitte Hackmann (mabritt)

Die Türken brauchen keine"Absolution" zu erteilen, wenn die Bundesregierung Gesetze beschließt!
Noch sind es der Bundestag und Bundesrat, die beschließen, nicht die türkischen Funktionäre!
Sie stellen Forderungen, die Ihnen einfach nicht zustehen!

Und nun zum letzten Mal - Ihre Art zu diskutieren ermüdet mich nämlich zusehends:
warum kehren Sie nicht vor Ihrer eigenen Tür - Herr Ertürk -gibt es da nichts aufzuarbeiten? Ich denke da z.B.an Hrant Dink, der sterben mußte, weil er die türkische Vergangenheits-Nichtbewältigung thematisiert hat!

Aus Trümmern hat Deutschland sich zu einer gefestigten Demokratie entwickelt, die inzwischen Italiener, Griechen, Spanier, Portugiesen, Polen, Japaner, Koreaner etc. ohne große Probleme hat integrieren können -
wer will, der kann hier gut mit uns leben, wer aber partout nicht will, wer, wie Sie, aus meiner Heimat ein mieses Nazi-Deutschland macht, der kann sich hier nicht wohlfühlen - mein Stolz jedenfalls würde es nicht zulassen, in und von einem solchen Land zu leben!





Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. Juli 2007 19:08

Interessant, was man hier nicht alles erfährt!

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

Das Problem mit der Integration minderjähriger französisch sprechender Kanadierinnen ist mir bislang total entgangen...

Und zu einem früheren @Emre-Ertürk-Beitrag: Auch das ist ein interessanter Gedanke - Martin Luther als Hass-Prediger!

Wenn das keine guten Beispiele für multikulturelle Diskussionsbereicherung sind!

Mehr davon!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. Juli 2007 17:08

Hmmm

Fiona Limm (waldemarnet)

Hallo Herr Ertürk, danke für Ihre nachvollziehbare Antwort,unter diesem Umständen fände ich das Gesetz auch - unnötig - diskriminierend.Ich habe mir aber den Wortlaut auf der Webseite der Bundesregierung angesehen,und dort steht bezüglich der Neuregelung des Ehegattennachzugs nichts von "Türken oder Arabern",sondern, wie es ja auch sinnvoll ist, lediglich das Wort "Ausländer".Handelt es sich bei der ganzen Diskussion eventuell um ein riesiges Missverständnis?Oder habe ich eine falsche Version gelesen?Haben Sie eventuell einen Tipp, wo ich den Wortlaut des Gesetzes noch nachsehen könnte?Ich nehme jetzt einfach mal an, dass Ihre Ansicht die einer Vielzahl in Deutschland lebender Türken / Deutscher mit türkischen Wurzeln repräsentiert. Dann wären wir uns ja hinsichtig grundlegender Werte (etwa die Gleichberechtigung der Frau) einig, und könnten diesen idiotischen "Kampf der Kulturen" mal aufgeben. Was meinen Sie? P.S.: Ich bin trotzdem der Meinung,dass ein Boykott des Gipfels nicht der richtige Weg war, um auf friedliche Weise Vorurteile aus dem Weg zu schaffen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. Juli 2007 14:50

@Fiona Limm

Emre Ertürk (HSCD)

Hier meine Antwort:

Ich bin nicht gegen diese Gesetze! Da staunen jetzt viele! Ja, ich finde sie sogar richtig. Frauen unter 18 sollten nicht einreisen u. ein Vokabular von 300 Wörtern sollte man auch abfragen. Aber das Problem ist, daß dies nur für Türken oder Araber gilt! Und das ist eindeutig rassistische Diskriminierung.

Wenn jetzt ein Deutscher eine Kanadierin heiratet (die vielleicht auch nur Französisch spricht), dann gelten diese Bestimmungen nicht. Man erklärt sie per Gesetz einfach für integriert! So auch bei einer Japanerin, die z.B. ein völlig anderes Alphabet hat.

Nein, Nein! Hier hat die Regierung, die sich keine Einmischung erlauben will (sich aber im Fall "Marco" in unverschämter Weise eingemischt hat!), total versagt.

Man hat diese Gesetze eigentlich schon vor der Konferenz fertig zum unterschreiben gehabt. Die türk. Seite sollte nur noch ihre "Absolution" erteilen, um das dann den Türken als "gemeinsamer Beschluss" zu verkaufen! Von einer Diskussion oder von Verhandlungen, wie man es eigentlich von einem Gipfel erwartet hätte, war (von Deutscher Seite) offenbar nie die Rede gewesen. So etwas nennt man eigentlich ein DIKTAT!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. Juli 2007 12:46

Eine echte (keine rhetorische) gemeinte Frage...

Fiona Limm (waldemarnet)

...an User mit türkischem Migrationshintergrund:Viele von Ihnen beklagen in diesem Forum fremdenfeindliche Vorurteile und die Forderung nach Assimilation statt nach Integration.Wo Ihnen solches tatsächlich begegnet, kann ich Ihrer Klage nur zustimmen.Auch stellen Sie dar,wie Sie sich angemessen in Ihrer Wahlheimat Deutschland integriert haben,was ich erfreulich finde.Ich verstehe aber bisher nicht, was genau Sie an dem Beitrag von Fr Kelek oder dem fraglichen Einwanderungsgesetzes auszusetzen haben.Warum ist es diskriminierend,wenn die deutsche Politik sich gegen die Einheirat 16jähriger Mädchen wendet,die wegen mangelnder Sprachkenntnisse in völliger Isolierung und Abhängigkeit leben?Es geht ja nicht darum,dass man diese Mädchen als Menschen nicht hier haben will,sondern um ihre bedrückende Situation.Und dass eine derartige Abhängigkeit von Frauen gegen das deutsche GG ist, müssten Sie doch verstehen?Damit ist ja nicht gesagt,dass alle türkischen Männer dies anstreben,aber man muss doch gegen die Fälle,die es gibt,etwas unternehmen dürfen.Ich verstehe Ihren Ärger über Vorurteile und undifferenzierte Ablehnung Ihrer Kultur.Aber könnte mich jemand über Ihre Position zum konkreten Problem dieser Frauen / Mädchen informieren?Danke!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
13. Juli 2007 01:22

"Der Unterschied zum Islam...

Emre Ertürk (HSCD)

...ist aber, daß hier Aufklärung u. Säkularisierung stattgefunden haben."

So! So! Sehr geehrte Frau B.H., Sie sollten aber auch erwähnen, daß dieses vor 300 Jahren stattgefunden hat. Und vor kaum 60 Jahren wurden, in Deutschland, noch Homosexuelle oder Juden umgebracht. Und das nur, weil sie sich sexuell oder religiös (bzw. ethnisch) von der Mehrheitsgesellschaft unterschieden! Wo war denn da die Kirche oder die Aufklärung?

Ich muß immer schmunzeln, wenn Deutsche bei Diskussionen mit Türken, immer ihre "Aufklärung" hervorheben. Wie Sie sehen, kann man diese Argumente sehr leicht "entzaubern".

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Juli 2007 12:15

Mitbestimmung warum mit euch?

Mehmet Eksi (meksi)


Bringen wir es doch auf ein Nenner: Viele (deutschen Politiker) wollten heute ein Farce veranstalten, doch da haben die Immi-Verbände denen das schöne Süppchen versalzen. Krampfhaft und erbost wird es trotz allem veschönert. Guckt her wir geben ein Bild ab, aber nur mit Statisten. Denn mehr können und wollen wir uns nicht leisten. Na toll! Leser (eingeborene Deutsche) finden es sowieso eine Unverschämheit, dass die Immi-Verbände sich in dieser Sachlage eine Mitbestimmung erhoffen. Wie heisst es so schön: "Wir sind ja schliesslich nicht in der Türkei". Hier gelten unsere Gesetze. So so, und warum rägt Ihr euch über den Marco der leider jetzt ein türkisches Gefängnis von innen betrachten muss? Und warum schreibt Ihr denn nicht über, nur nebenbei bemerkt über den 7 (in Worten: Sieben!) Jahre alten türkischstämmigen Schüler mit diversen Erziehungsmethoden oder Massnahmen quälen wollen? Ich sage es Ihnen: Die eingeborene deutsche Community hat es randvoll mit Immigranten. Ihr Deutschland-Bild ist dermassen entstellt, dass Sie völlig entfremdet sind und einfach die Schnauze voll haben. Früher mussten Ausländer diverse Beleidigungen über sich ergehen lassen. Heute werden deutsche (Eingeborene) mit "Kartoffel" beschimpft.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
12. Juli 2007 01:06

Sehr richtig.

Lill-Karin Bryant (kb26919)

Es geht bei dem ganzen Palaver ausschliesslich um tuerkische Interessen und nicht um die Integration der in Deutschland lebenden Tuerken.Man verlangt ein Gesetz dass so viele Tuerken wie moeglich ins Land bringen kann und verlangt dass sie dann so leben koennen wie in der Tuerkei.Da ist keine Rede von Sprach-Unterricht und Gleichberechtigung der Maedchen und Frauen.Am besten gleich Anatolien in Deutschland.Dann kaemen keine Prosteste aus der tuerkischen RIchtung und man haette Friede,Freude ...und vielleicht sehr bald Scharia....das alles wird dann vom deutschen Staat sanktioniert und natuerlich auch bezahlt.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Juli 2007 22:07

Absurd !

Bernd Hafenberg (Bernie0711)

Man hätte die türkischen Verbände beteiligen sollen an der Formulierung des Ausländer- und Integrationsgesetzes ? Absurd ! Dann hätte man auch Verheiratete bei der Formulierung des Ehegesetzes, Rentner an der Formulierung der Versorgungsgesetze, Rauschgifthändler bei der Formulierung des Betäubungsmittelgesetzes, Waffenschieber bei der Formulierung des Waffengesetzes und Strafgefangene bei der Formulierung des Strafgesetzbuches mitwirken lassen müssen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Juli 2007 22:05

Herr @Ertürk,

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

Ihr Beitrag spricht eigentlich schon für sich.
Zu welcher Schlussfolgerung Sie dabei kommen, ist mir absolut schleierhaft.
Nun, da Sie offenbar nach eigener Beteuerung kein Moslem sind, sich aber dennoch an der Islam-Debatte auf die Seite der Integrationsunwilligen unter den moslemischen Vertretern geschlagen haben, wäre es natürlich interessant einmal von Ihnen selbst zu erfahren, zu welcher Richtung Sie sich nun eigentlich zählen. Da mir aus der Türkei lediglich zwei einflussreiche Strömungen bekannt sind und Sie kein Moslem sind, wären Sie wohl dem nationalistischen Lager zuzuordnen.
Das ist aber auch keine Visitenkarte, mit der man meinen sollte, hier lebende in den 60er und 70er Jahren geborene Ureinwohner, die weiß Gott einiges für dieses Land und seine freiheitlich demokratische Rechtsordnung getan haben in der Art und Weise zu diffamieren, wie Sie es getan haben.
Glauben Sie mir, wenn Ihr Beitrag dessen würdig wäre, würde ich Sie juristisch belangen!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Juli 2007 13:34

Integration für die Zukunft

Ahmet Kayaoglu (Ahmet34)

Es ist traurig aber auch wahr, der Beitrag ist treffend.
Seit Jahren hier lebenden Importbräute merken es es sehr spät, dass sie ohne deutsche Sprachkenntnisse ihre Kinder nicht unterstürzen können. mit Nachbarn kaum unterhalten und nur beimm türkischen Händler einkaufen.
Man will ja die Integration um Parallelgesellschaften und mögliche gefährliche Islamisten vermeiden. Wer kann hier dagegen sein?Die türkischen Verbände sind unter sich nicht einig bzw. kritisieren sich ohne Ende, wie türkische Politiker. Aber dass Kolat und TGD sich nun endlich um die Bildung sich engagieren ziehe ich mein Hut. Und die anderen Verbände? Moscheen bauen, Kurankurse mit staatlichen Imams Propaganda..Ich bin sehr glücklich hier zu leben,und somit sollte ich auch bereit sein viele Gesetze zu akzeptieren und mein Recht als Kritik anstatt Ultimatium zu äußern.
Aber die Stellung von Herr Schäuble, das Italiener und Jugoslaven kein Problem zu sehen ist meiner Meinung untreffend und nicht politisch:(

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Juli 2007 13:13

Herr Ertürk: die persönliche Integrationsunfähigkeit

Richard Herden (richardherdenqwert)

mit Pauschalurteilen über 150 Millionen
Menschen (alle Deutschen und Türken zusammen)
zu begründen, mag für Sie eine bequeme Ausrede
sein, hilft aber erstens niemandem weiter und
wird zweitens durch die wachsende Anzahl
deutsch-türkischer Familien widerlegt.

Gehe ich also recht in der Annahme, daß bei
Ihnen eher der Wunsch Vater des Gedankens ist
und SIE aus Sorge um Reinheit einer von Ihnen
falsch verstandenen türkischen Kultur die Integration
ihrer türkischen Landsleute in die deutsche
Gesellschaft nicht WOLLEN ?

Kein vernünftiger Mensch fordert von Nachfahren
italienischer, spanischer oder portugiesischer
Einwanderer, dass sie die Herkunft ihrer Eltern
verleugnen. Meistens sind sie perfekt zweisprachig
und kennen sich in beiden Ländern und Kulturen aus.
Je nach Charakter mögen sie sich mehr als Deutsche
oder mehr als Italiener etc. fühlen.

Dass die Integration türkischer Einwanderer nicht
so gut gelaufen ist, liegt nicht nur an Deutschen,
denn auch gegen Italiener etc. gab es anfangs
viel Rassismus und auch von dort wanderten primär
bildungsferne Schichten ein.

Es liegt auch an Leuten wie Ihnen und Hafenberg,
die alles tun, um das Trennende zu betonen und
die Fremdheit auf- anstatt abzubauen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Juli 2007 12:23

Der Unterschied

Brigitte Hackmann (mabritt)

"Ich kann Ihnen aber auch gerne ein paar Zitate aus der Bibel vorlegen, die sich gegen die Frauen u. gegen Homosexuelle usw. richten. Oder, falls Sie Protestant sind, habe ich auch ein paar Zitate von Luther (einem Antisemiten)."

Der Unterschied zum Islam ist nur der, daß hier eine Aufklärung und Säkularisierung stattgefunden hat!
Die Zitate aus der Bibel - vorwiegend ja wohl aus dem A.T. - sind in unserer Gesellschaft bedeutungslos - die Gleichberechtigung steht in unserer Verfassung, Homosexuelle dürfen heiraten.
Genau daran krankt die Verständigung mit den Muslimen - nach wie vor ist der Koran nicht nur Leitfaden der Religion, er ist es auch für die Politik und Gesetzgebung.
Der Koran steht in seinen Aussagen über unserem Grundgesetz bestätigte vor kurzem noch bei Plassberg: "Hart aber Fair" Frau Ayten Kilicarslan.
Und da der Islam durchaus nicht "nur" Religion" sein will, sind die Veröffentlichungen einer Frau Kelek wie auch anderer insider so wichtig.
So wichtig, daß von muslimischer Seite mit Drohungen geantwortet wird.

Jede fundamentale Kritik am Islam wird auch in unserem demokratischen Europa mit massiven Drohungen beantwortet - deutliches Zeichen einer gelungenen Integration?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Juli 2007 11:58

@ Klaus Meyer

Jens Muche (yahel)

„Zum Anderen möge man sich einmal vorstellen, die Regierung erstellte ein Gesetz betreffend den Zuzug jüdischer Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion, ohne die jüdischen Interessenverbände in Deutschland einzubeziehen. Was wäre dann wohl los? Na, hat's geschnackelt?“

Sie sind nicht informiert. Die jüdischen Gemeinden, die Juden aus den ehemaligen SU-Staaten aufnehmen, sind verpflichtet dafür zu sorgen, daß diese Zuwanderer deutsch lernen, eine Wohnung finden und wenn nötig einen Arbeitsplatz. Dieser Verpflichtung kommen sie ohne viel Aufhebens nach.

„Also ist auch der Anspruch türkischer Verbände, zum jetzigen Zuwanderungsgesetz zumindest gehört worden zu sein, verständlich und berechtigt.“

In keinem Staat der Erde werden Zuwanderungsgesetze mit Zuwanderern oder deren Verbänden diskutiert. Können Sie sich vorstellen, daß dies auf z.B. türk. Seite passierte? Diese Forderung ist abstrus. Das sich daraus bis heute ergebene Verhalten der Verbände gleicht einer Erpressung.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Juli 2007 09:27

Ja, so ist es!

Bernd Hafenberg (Bernie0711)

Ja, Frau Kelek, so ist es !
Das alles ist mir bekannt. Ich kenne die Türkei und habe viele türkische Freunde. Ich weiß daher, wie sie denken. Sie lehnen Integration ab, wollen aber jedes Stück Land, in das sie kommen, zu einer türkischen Provinz machen.
Sie werden erst dann Ruhe geben, wenn alle Deutschen Moslems geworden sind und türkisch sprechen.
Und unsere Politiker sehen ruhig zu, wie der türkische Staat über die von ihm finanzierten und gesteuerten türkischen Verbände Einfluß auf die deutsche Innenpolitik nimmt. Das wäre in jedem anderen Land unvorstellbar. Aber Deutschland ist ja schon immer einen Sonderweg gegangen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Juli 2007 07:31

@Herr Wolfgang Kaiser

Emre Ertürk (HSCD)

Erstens möchte ich mich bei Ihnen für ihr Vorurteil bedanken! Zeigt es doch, was Deutschland für eine "Leitkultur" hat.

Zweitens bin ich nicht religiös u. gehe auch in keine Moschee. Deshalb auch danke für Ihre kurze Information über den Islam. Ich kann Ihnen aber auch gerne ein paar Zitate aus der Bibel vorlegen, die sich gegen die Frauen u. gegen Homosexuelle usw. richten. Oder, falls Sie Protestant sind, habe ich auch ein paar Zitate von Luther (einem Antisemiten).

Und ich behaupte mal (wie Sie es übrigens auch immer tun), daß Sie sich einer Partei oder Organisation zugehörig fühlen, die, mit recht, in Deutschland seit über 60 Jahren verboten ist.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Juli 2007 06:37

Langsam, langsam!

Klaus Meyer (deutschlaender2)

Was ist die Aufgabe von Interessenvertretungen in einer Demokratie? Richtig, der Versuch, die Interessen ihrer Klienten/Mandanten zur Geltung zu bringen. Ob sie damit durchkommen oder wie weit, hängt von verschiedenen Faktoren ob, unter anderem, wie mächtig sie sind (Mitgliederzahl; etwa die Kirchen), wie geschickt sie vorgehen, oder wie sakrosankt ihr Status in Staat und Gesellschaft ist (etwa der Zentralrat der Juden). Wer schon diesen Versuch der Interessenwahrnehmung verteufelt, wie das in diesem Blog viele tun, hat nicht verstanden, wie eine moderne parlamentarische Demokratie funktioniert. Das zum Einen.

Zum Anderen möge man sich einmal vorstellen, die Regierung erstellte ein Gesetz betreffend den Zuzug jüdischer Menschen aus der ehemaligen Sowjetunion, ohne die jüdischen Interessenverbände in Deutschland einzubeziehen. Was wäre dann wohl los? Na, hat's geschnackelt?

Also ist auch der Anspruch türkischer Verbände, zum jetzigen Zuwanderungsgesetz zumindest gehört worden zu sein, verständlich und berechtigt.

Die Ausbrüche von Hass auf die türkischen Verbände von seiten vieler Mitdiskutanten, die die Artikulation dieses Anspruches ausgelöst hat, sind in unserem demokratischen System fehl am Platz.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
11. Juli 2007 01:21

Kelek für islam? nein danke!

Mehmet Ceylan (memoc)

warum immer die frau Kelek für den Islam hier steht ist fraglich. Wenn mann ihre Bücher gelesen hat ( siehe fremde Braut) dann stellt mann fest das ihre erfahrungen in Ihrer Familie und das verwechseln von kultur mit Religion sichtbar wird.
Sie verwechselt leider die Kultur mit der Religion , was an einigen Stellen in ihren Artikeln bzw. Büchern zu sehen ist.

Sie sollte eher für kulturelle Integration auftreten anstatt für islamische Angelegenheiten zu sprechen.

Und auch für die Personen die hier meinen mann müsse sich in einem Land in der mann sich aufhält sich an dem Lebensstil anzupassen, das ist keine Integration für mich ,sondern Assimilation.
Mann muss die Sprache beherrschen, sich an die Regeln halten, keine Frage, aber nicht den Lebensstil übernehmen.
Sonst hätten wir ja nur noch Monokulturen und keine Multikulturelle gesellschaft.

Und auch wenn das so sein sollte, dann bitte ich all die Urlauber die ins Ausland gehen, egal welches land, sich auch wenn es nur für kurze Zeit ist , sich dem Land anpassen und entprechend sich zu Verhalten und gemäss dem Lebensstil zu "Urlauben". Wenn mann sich integriert dann auch überall.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2007 23:31

Sinnlos

Rolf-Peter Lacher (Ganbat)

Ich fühle mich an Frischs "Biedermann und die Brandstifter" erinnert. Die türkische Seite sagt doch mittlerweile ganz offen, welche Strategie sie verfolgt: es dreht sich um nicht mehr und nicht weniger als um Landnahme.Die Aussichten erscheinen der türkischen politischen Klasse vielversprechend, da irgendwie in Deutschland der Bevölkerungsschwund ausgeglichen werden muss.Und die Türken wollen bei dem Wettbewerb nicht nur mitspielen, sondern voranmarschieren. Aber obwohl jeder deutsche Politiker die Absichten kennt, versucht man sie zu übersehen, um nicht handeln zu müssen. Die gesetzlichen Modifikationen der Zuwanderung nehme ich doch überhaupt nicht ernst.Unter dem Druck türkischer Wählerstimmen und erst recht unter der nächsten rot-grünen Regierung werden die Schleusen wieder geöffnet. Mir scheint, von uns, den Wählern ursprünglicher Abstammung, wird nichts anderes erwartet als - nach einem DDR-Witz - die Nicht-Einmischung in die inneren Angelegenheiten, aber eben in die eigenen inneren Angelegenheit.Deswegen scheint es mir sinnlos, mich mit dem Thema Integration und Einwanderung zu beschäftigen. Wir haben ohnehin die Kontrolle darüber verloren.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2007 21:38

@ Kemal Calik

Jens Muche (yahel)

Lieber Herr Calik,

„Wie kann es sein, dass immer nur die eine Seite Verantwortung für das Dilemma trägt?“

Ja, weshalb tragen immer wir Deutschen die Schuld, wenn wir von Zuwanderern fordern, daß sie u.a. unsere Landessprache lernen müssen wenn sie hier leben wollen und dies in Zukunft auch nachdrücklich einfordern?

Ich finde, daß nicht Frau Kelek in den Fokus der Kritik gehört, sondern das Verhalten und die, aus meiner Sicht, unverhohlenen Drohungen der DITIB, u.a. vertreten durch Bekir Alboga, nicht an der Konferenz teilzunehmen, weil die Vereinigungen der Muslime nicht bei der Ausgestaltung des Zuwanderungsgesetzes beteiligt waren. Seit wann werden Zuwanderer vom Gesetzgeber eingeladen, ein sie betreffendes Gesetz mit zu gestalten? In welchem Land gibt es das?
Die Knackpunkte, auf die sie (Kelek) hinweist, treffen viele der von Herrn Alboga Vertretenen ins Mark, zu Recht. Hier gelten die Gesetzte unseres Landes und keine ethnischen Regeln verbrämt mit Religion.
Es ist nirgendwo üblich mit den Fröschen zu diskutieren, wenn man deren Teich trockenlegen will.
In den vergangenen Jahrzehnten sind in D Verhältnisse eingerissen, denen jetzt hoffentlich entschieden entgegengetreten wird.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2007 21:07

@Ertürk und @Kommikion darf

Wolfgang Kaiser (WolfgangKaiser)

man schlicht "Taqiyya" unterstellen, laut Wikipedia im Islam die Verheimlichung der tatsächlichen Überzeugung und Absicht, verbunden mit Lüge und Täuschung.
Sure 3, Vers 29: ‚Ihr mögt geheimhalten, was ihr in eurem Innersten hegt, oder es kundtun, Gott weiß es.’

Beiden kann ich nur ein berühmtes Präsidenten-Zitat aus Frankreich nahelegen...

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2007 20:36

@aber Frau Hackmann

Emre Ertürk (HSCD)

Ich habe doch nichts gegen Deutsche, die europäisch sind. Das ist ein großer Unterschied. Es gibt leider immer noch viele Menschen hierzulande, die mit ihren Stammtisch-Gehirnen denken. Das ist aber nicht europäisch. Genauso wie es hier viele Türken gibt, die sich, auch meiner Meinung nach, völlig daneben benehmen u. keinerlei Integrationsbereitschaft zeigen! Da bilden sich Gangs u. man lebt in einer "Macho-Welt". Glauben Sie mir, diese Leute mag ich genauso wenig wie ich einige Deutsche nicht ausstehen kann. Übrigens meiden mich diese Türken auch. Deshalb bin ich in meiner Firma auch immer mit Deutschen zusammen. Einige Türken sehen mich schon als "Verräter". Aber das ist mir egal!

Ich habe hier vielleicht ein bißchen provoziert (ich habe vorher deutsche Kommentare gelesen u. daraufhin meine Antworten vorbereitet). Einiges habe ich auch später bedauert. Aber Sie sollten mir schon glauben, daß mir ein anständiger Deutscher viel lieber ist, als ein Schuft, mit türk. Wurzeln. Da mache ich keine Unterschiede!

Sie sollten aber auch nicht vergessen, daß ich in Deutschland aufgewachsen bin. Ich habe (im Gegensatz zu Ihnen) den Alltags-Rassismus wirklich erlebt!

Für mich gilt: ein Deutscher kann mir lieber sein als ein Türke.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2007 20:02

Eine realistische Sichtweise sehr geehrter Herr Redeker.

Jürgen Weller (Wotan8)

Ihrer bangen Frage "Verkommen wir zu einer türkischen Provinz" möchte ich noch hinzufügen, daß ein solcher Zustand wohl schon heute Wirklichkeit ist? Warum das inzwischen von vielen Bundesbürgern so gesehen wird?

Die ersten Gastarbeiter wollten nur aus der türkischen Enge u. Armut heraus um ihren Lebensstandard zu verbessern. Denen folgten die religiösen Fundamentalisten, die ihre Landsleute inzwischen vollkommen kontrollieren. Sichtbare machtpolitische Symbole dieser islamischen Parallelgesellschaft sind tausende von Moscheen, die von kurzsichtigen Politikern auf Kosten deutscher Steuerzahler genehmigt wurden.

Führten türk. Gastarbeiter bislang ein Eigenleben, so treten sie unser Gastrecht inzwischen verstärkt mit Füßen. Mit Salamitaktik versuchen sie auch juristisch die Unterwanderung unseres Volks- u. Kulturgutes durchzusetzen. Sichtbare Unterscheidung zur Gastland-Kultur sind Kopftücher, unabhängiger Islamunterricht uvm. Kurz, einen Staat im Staate schaffen! Anpassung = Fehlanzeige!

Unsere Volksvertreter eiern seit Jahrzehnten nur herum und für deren Versäumnisse wird wohl in nicht ferner Zukunft unser Volk die bittere Zeche zahlen müssen? Die schuldigen Politiker werden sich dann längst abgesetzt haben!

J. Weller

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2007 19:27

@Emre Ertürk

Brigitte Hackmann (mabritt)

Ich wäre begeistert, würde mich richtig freuen, wenn Sie nicht auch das geschrieben hätten:

"Es gibt zwischen Deutschen u. Türken keine Gemeinsamkeiten! Das müssen die Leute endlich mal begreifen! Ich habe kein Problem damit, mich wie ein Italiener zu kleiden, wie ein Holländer zu denken oder mich wie ein Engländer auszudrücken. Das alles würde ich schon irgendwie hinkriegen. Aber in mir gibt es nichts deutsches u. wird es auch nie geben!"
Oder:"
Bin ich aber integriert? Nein u. nochmals Nein! Ich unterstütze weder irgendeine deutsche Nationalmannschaft noch würde ich mir je ein deutsches Auto kaufen! Und dazu stehe ich! Basta!"

Oder:
"ch wäre auch mit Korea einverstanden gewesen, aber keinesfalls mit Österreich! Dieses Land hat ein sehr sehr präsentes Nazi-Problem, vergleichbar mit Deutschland."

Letztendlich ist es mir egal, ob Sie persönlich integriert sind, sich integrieren wollen oder auch nicht!
Allerdings kann eine große Zahl von Migranten und ihre Kinder nur dann mit uns leben, wenn sie unsere Lebensform teilen wollen.
Bei jeder Gelegenheit meinen Sie, die Nazi-Vergangenheit auspacken zu müssen, um umso wirksamer Forderungen stellen zu können.
Ich sage Ihnen, so geht es nicht - so überhaupt nicht!




Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2007 18:40

@Liebe Frau Hackmann

Emre Ertürk (HSCD)

Ich glaube wir haben unterschiedliche Auffassungen von Integration. Also ich bin hier geboren u. habe auch einen deutschen Pass. Ich habe fast nur Deutsche Freunde u. höre keine türk. Musik. Auch würde ich nie in ein türk. Cafe gehen, wo die Männer nur rumsitzen u. mit Karten spielen. Das wäre für mich nur Zeitverschwendung. Ich stöbere lieber in Büchereien u. schaue mir Museen an. Ich habe auch ein naturwissenschaftliches Studium abgeschlossen. Da ich ein "ruhiger Typ" bin, hatte ich auch noch nie eine Schlägerei (der klügere gibt nach!).
Und höchstwahrscheinlich werde ich auch eine deutsche Frau heiraten, weil mir die meisten türk. Frauen zu traditionell sind.

Das komische ist aber, daß alle Leute die ich kenne, Deutsche wie Ausländer, mich als voll integriert ansehen! Ich wurde sogar mal von englischen Studenten belächelt, die mir sagten ich wäre deutscher als die Deutschen, weil ich immer überpünktlich war u. nie bei Rot über die Ampel ging. Und eine Französin sagte mal zu mir, daß ich eigentlich ein Deutscher sei, ohne es selbst zu wissen (sie kannte mich einige Jahre), da ich ihrer Ansicht nach zu penibel und zu emotionslos wäre.

Vielleicht ist meine eigene Meßlatte für Integration wirklich zu hoch.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2007 17:13

@Jens Muche

Kemal Calik (calik2)

Lieber Herr Muche,

Sie haben Recht. Es ist unsere Kultur und Geschichte.

Es ist gar nicht das Thema, das mich hier stört. Vielmehr irritiert mich die extreme Banalisierung, die Necla Kelek hier erneut an den Tag legt. Wie kann es sein, dass immer nur die eine Seite Verantwortung für das Dilemma trägt? Damit eine 'Beziehung' einigermaßen funktioniert, müssen beide Seiten daran arbeiten.

Die Tonlage von Necla Kelek entspricht eher einer rechtspopulistischen Politikerin als die einer seriösen Wissenschaftlerin. Sie verweist auf keine fundierten Quellen, keine Zahlen etc. Mir wäre neu, dass Prifessoren heutzutage mit Verleumdungen arbeiten.

Es war schon immer schwierig über die Liebe zu schreiben, wenn man die Menschen hasst. Necla Kelek hat ihre Bindungen zur türkischen Kultur seit Jahren gekappt - wegen persönlichen Niederlagen und Enttäuschungen. Ist vollkommen legitim. Jetzt wissen sie, warum die Türken sie immer ablehnen werden. Würden sie von jemand, der sie nicht akzeptiert, irgendeine Meinung annehmen?








Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2007 14:58

@ Kemal Calik

Brigitte Hackmann (mabritt)

Aber nein, "lieber Bruder", ich möchte Herrn Emre Ertürk nicht ausweisen, schon gar nicht, wenn auch er als "lieber Bruder" mit deutschem Pass hier lebt!
Ich halte ihn nur für einen sehr unglücklichen Menschen, dem es, aus welchen Gründen auch immer, nicht gelingt , sich hier zu integrieren.
Und ich frage mich, wie ist ihm, der doch in all seinen Kommentaren leider, leider so gar nichts Positives an meiner Heimat findet, am besten zu helfen.
Ich jedenfalls würde nicht mit der Vorstellung, die Emre Ertürk von Deutschland hat, hier leben wollen!

Sie schreiben:"Es stellt sich die Frage, warum weder die andere und noch die andere Seite es nicht schafft, sich in die Welt des anderen hineinzuversetzen. "

Ja, man muss schon bereit sein, die Lebensform, die Wertevorstellungen hier zu bejahen, man sollte es positiv finden, sich zu integrieren - Migranten, erst recht ihre Nachkommen sollten damit aufhören, unsere Lebensweise zu negieren, zu kritisieren (zu verachten?)

Deutlich ja zu sagen zur neuen Heimat - das fordert die von mir hochgeschätzte Frau Kelek, auch Frau Ates, Frau Hirsi Ali, Frau Arzu Toker - eigentlich eine Selbstverständlichkeit!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2007 12:27

@Kemal Calik

Jens Muche (yahel)

Sie, „lieber Bruder“, sind offensichtlich nicht in der Lage Texte differenziert zu erfassen. Wo steht daß ich Emre Ertürk ausweisen möchte? Die Fragestellung war eine andere; Emre Ertürk gefällt es in D offensichtlich nicht so recht und dann muß die Frage an ihn erlaubt sein, weshalb er noch hier ist, bzw. was ihn hier noch hält. Seltsam ist, daß er, auch in der Vergangenheit, zu solchen Fragen keine Stellung bezogen hat, sondern nicht müde wird in immer der selben Leier „den Deutschen“ die Nazikeule vorzuhalten. Sollte er Deutscher und nicht nur Paßdeutscher sein, ist dies auch seine und auf jeden Fall Ihre Geschichte. Unangenehm?
Es gibt genügend Ur-Deutsche, die das Land verlassen bzw schon verlassen haben, weil es ihnen hier nicht mehr gefällt.

Frau Keleks Äußerungen sind vielen, besonders männlichen Muslimen, unbequem, hält sie ihnen, offensichtlich auch Ihnen, den Spiegel vor.

„Es stellt sich die Frage, warum weder die andere und noch die andere Seite es nicht schafft, sich in die Welt des anderen hineinzuversetzen.“

Wer hinzukommt und nur Rechte einfordert ohne Pflichten erfüllen zu wollen, muß sich über Ablehnung nicht wundern. Ein wenig Demut würde ihnen nicht unbedingt schaden. ;-)

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
10. Juli 2007 09:24

Intelligent, sachverständig und modern......

wolf haupricht (emilgilels)

...sind Eigenschaften, die in der türkischen Männerwelt wohl nicht deren Bild von einer herkömmlichen Frauenrolle entsprechen.
Da haben viele türkische Kommentatoren spürbar ihre Probleme, die jedoch weder sachlich und noch fundiert mit Argumenten ausgetragen werden. Insofern wird hier eine Integration dieser Männer nicht gelingen, weil sie keine Antworten auf diese Herausforderung finden.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2007 23:39

Moderne Stammtische und Flugzeuge

Kemal Calik (calik2)

Brigitte Hackmann und Jens Muche möchten Emre Ertürk rapido ausweisen. Bloß, mein lieber Bruder und meine liebe Schwester, es könnte sein, dass er ein Deutscher ist. Genauso wie sie. Ich bin zum Beispiel Deutscher und setze mich für dieses Land ein. Mit welchem Recht möchten sie ihn irgendwohin verfrachten? Weil sie Ur-Deutsche sind? Wenn es übrigens um Deutschland und seine Kultur geht, werde ich gegen sie immer mit mehr Wissen und Liebe glänzen. Ein wenig Demut würde ihnen nicht unbedingt schaden.

Was die Meinung von Necla Kelek betrifft, ihre Äußerungen sind unnütz wie ein Kropf. Sie hat bisher die modernen Stammtische bedient. Es bilden sich nach ihren Beiträgen immer zwei Lager. Die Ur-Deutschen applaudieren, die Nicht-Ur-Deutschen nehmen sie nicht ernst. Es stellt sich die Frage, warum weder die andere und noch die andere Seite es nicht schafft, sich in die Welt des anderen hineinzuversetzen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2007 17:16

@ Emre Ertürk

Brigitte Hackmann (mabritt)

Was für "Opfer" verlangen Frau Kelek und die BRD ?
Mir fallen keine ein, ganz im Gegenteil!

Allerdings: Integration ist eine Forderung an die Zugewanderten, das sollte schon klar sein!
Und die Integrationsleistung muß hauptsächlich der Eingewanderte erbringen, schließlich ist es sein freier Wille, in dem gewählten Land zu leben!
Nicht die BRD, nein, die Zugewanderten sind in der Pflicht! Sie sind vor allem in der Pflicht, die Sprache zu beherrschen, um dann genau die gleichen Berufschancen zu haben wie jeder Deutsche auch.

Wer dauerhaft in einem Land leben will, muß sich dem Lebensstil eben dieses Landes anpassen -ihn nicht ablehnen, oder gar zu bekämpfen versuchen.

Und - auch das sollte sich allmählich rumgesprochen haben: mit der Nazikeule schaden Sie sich selbst - Argumente lassen sich nicht durch sie ersetzen.
Aber, wie hier schon mehrmals betont: für Leute, die meinen, sie müssten uns als Nazis bezeichnen, gibt es kein Ausreiseverbot - ich wünsche "Guten Flug"!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2007 12:02

@ Emre Ertürk

Jens Muche (yahel)

Ist das nicht schön, endlich können Sie wieder einmal die Nazikeule herausholen. Fällt Ihnen auch noch etwas konstruktives ein? Welche "Opfer" bringen denn Türken in D und wenn dies für sie so ist, wie halten sie es hier in diesem schrecklichen Land in dem sie ständig Opfer bringen müssen nur aus und warum? Auch Sie Herr Ertürk, wie halten Sie es hier aus und weshalb nehmen Sie eine solche Last auf sich?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
09. Juli 2007 06:23

Frau Kelek...

Emre Ertürk (HSCD)

.., Sie leben offenbar nicht in Deutschland. Denn sonst würden Sie nicht so einen Unsinn von sich geben! Zugegeben, Sprache hat was mit Integration zu tun. Ohne Sprachkenntnisse gibt es keine Integration. Das ist mir schon klar. Aber ist dies auch eine Garantie dafür?

Kennen Sie eigentlich die Deutsche Geschichte? Offenbar nicht! Bevor es zur Machtübernahme der Nazis kam fühlten sich fast alle Juden in Deutschland integriert. Sie waren es auch. Dafür haben sie fast 2000 Jahre gebraucht. Aber alles wurde in nur 12 Jahren zerstört!

Und Sie kommen daher u. verlangen von den Türken Opfer um Opfer. Warum richten Sie Ihre Forderungen nicht mal an die Deutschen? Fürchten Sie etwa den Rückgang Ihrer Bücher-Verkäufe?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. Juli 2007 01:01

@ K.M. Kommikion

Jens Muche (yahel)

„- Unfreundlichkeit und Unhöflichkeit“
Haben Sie schon einmal türk.Männer im Umgang mit Kassiererinnen beobachtet?

„viel Alkoholkonsum schon vom Jugendalter an“
Wer ist führend im Rauschgifthandel?

„mehr als 40% aller Ehen scheiden lassen“
Diese Freiheit werden sich Musliminnen noch erstreiten.

„misstrauisch allem Fremden gegenüber...“
Wie sieht es auf türk. Seite aus, man spricht türkisch oder was?

„die Eltern und Grosseltern werden ins Altenheim abgeschoben“
Weshalb gibt es in Berlin ein Altenheim ausschließlich für Muslime, das sich regen Zuspruchs erfreut?

„die Religion und ihre moralischen Vorstellungen spielen im Alltag eigentlich keine Rolle mehr“
Gott sei Dank ist diese Art der Bevormundung des freien Willens der Menschen auf dem Rückzug, durch Verweigerung der Menschen. Dem Islam steht dieser Schritt noch bevor, er kommt, seien Sie sicher.

„Zur Integration gehört auch eine Offenheit der Gastgeber.“
Wie steht es mit der Offenheit der muslimischen Zuwanderer? Wer richtet sich in Parallelgesellschaften ein?

„Aber die Deutschen halten sich für ein Volk,....“
Das denken Sie.
Kehren Sie lieber vor der eigenen Tür. Es zwingt Sie niemand hier zu wohnen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
07. Juli 2007 00:14

zu Redecker

Hrand Araratyan (araratyan)


Ich erlaube mir doch eine Gegenfrage:

Zunächst werden nur die scheinbar schlechten Beispiele in den Deutschen Medien hochgehalten. Diejenigen Türken, um die geht es in der ersten Linie, auch wenn allgemein nur vom Islam geredet wird, die sich integriert haben, werden ja von den Deutschen garnicht wahrgenommen.

Wenn Sie die Türken also die Moslems nicht integriert haben, kann das auch daran liegen, dass die Deutschen gerade diese besonders diskriminiert haben???

Ferner halte ich die Diskussion hier wirklich schwach.
Wir müssen und am GG orientieren, nicht daran, ob in der Türkei andere Religionen diekriminiert werden, wie hier ständig behauptet wird.
Wir müssen uns hier an unserem GG messen lassen.

Wir werfen der Türkei ständig mangelnde Reife vor und wollen uns aber auch so verhalten.
Warum messen wir uns also mit einem Kandidaten, der in der Klasse sitzengeblieben ist??

Das zeigt nur eins: Es wird gerade auch in Deutschland mit zweierlei Maß gemessen!!! Leider.....

Wir sollten uns in Deutschland an unsere Stärken orientieren, nicht an den Dumpfen Gefühlen.........

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 17:55

Anpassung? Na klar?

Nicolaus Fäustle (nfaeustle)

Was denn sonst?
Das muß doch logischerweise das Ziel einer Wanderung in ein anderes Land sein - die Alternative wäre Kolonialisation als Ziel der Wanderung.
Aber was bedeutet Anpassung denn in einem pluralistischen, weltoffenen und toleranten Land wie dem Unseren?
Es bedeutet nichts anderes, als auf dem Boden unserer Verfassung zu stehen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 15:04

Islam und Frauen und Zuwanderung

Rainer Redeker (rentner44)

@Hrand Araratyan (araratyan)
Lesen bildet. Es gibt keine andere Religion, wie der des Islam, wo aufgrund eines grünen Buches die Rolle der Frau bis heute fest zementiert und praktiziert wird. Sicher ist auch, unabhängig von der Religion, die Frauen hatten es nie leicht auf der Welt.

Was machen eigentlich die anderen 5 Millionen Zuwanderer die hier leben? Fühlen sich diese Zuwanderer auch irgendwie "diskriminiert" oder nicht beachtet, weil die Muslime ständig in den Schlagzeilen stehen ? Wird das Integrationsengagement anderer Minderheiten/ Religionen nicht so recht gewürdigt, weil diese das für selbstverständlich halten? Vielleicht auch deshalb, weil diese nicht auf die Straße gehen, oder Gerichte bemühen, sondern seit Jahrzehnten beschlossen haben, hier zu wohnen, und sich zu integrieren.
Jetzt muss man sich hier aber auch fragen, warum mitteleuropäische und asiatische Migranten die Kurve gekriegt haben. Lag es auch daran, dass diese Migranten uns kulturell näher standen und Asiaten, die nicht dem Islam angehören? Darf hier diese Frage nicht gestellt werden ?

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 14:50

Apropos Integration!

K.M. Kommikion (Kommikion)

Integration ist, entgegen der Meinung vieler Kommentare hier, eben NICHT nur eine Sache der Einwandernden. Was Sie meinen, ist Anpassung. Wenn es darum geht, dann würde unter die Integration in Deutschland auch folgendes fallen:

- Unfreundlichkeit und Unhöflichkeit
- Rücksichtslosigkeit (s. Beruf und Autoverkehr)
- fehlende Zivilcourage
- viel Alkoholkonsum schon vom Jugendalter an
- mehr als 40% aller Ehen scheiden lassen
- misstrauisch allem Fremden gegenüber (das wird dann erstmal als "komisch" bezeichnet)
- anders aussehende Menschen regelrecht anzuglotzen, aber nicht zu grüssen
- die Hunde besser zu behandeln und mehr zu lieben als die Kinder (wenn man überhaupt noch Kinder hat, und nicht gleich Hunde)
- die Eltern und Grosseltern werden ins Altenheim abgeschoben
- die Religion und ihre moralischen Vorstellungen spielen im Alltag eigentlich keine Rolle mehr
-usw.usw.

Zur Integration gehört auch eine Offenheit der Gastgeber. Aber die Deutschen halten sich für ein Volk, von dem alle anderen (mit Ausnahme von USA und Grossbritannien) nur Nachhilfeunterricht kriegen können. Mit einer solchen Einstellung kann man seinen Horizont nicht erweitern und in einer globalisierten Welt langfristig nicht bestehen.



Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 14:41

Das Wesen der Demokratie

anne wiehler (felicitas13)

wird erst fassbar, wenn es zu harten Auseinandersetzungen innerhlab der Gesellschaft kommt. Der komplizierte Prozeß der Gesetzgebung folgt den Prinzipien des Mehrheitswahlrechts und nicht separatistischen Interessenverbänden.
Die emotional gefärbten und einseitigen Forderungen der der nach aussen wenig transparenten türkischen Interessenverbände in Dschl., die bezeichnenderweise alle von Männern geführt werden, bestätigen nur deren vordemokratisches und patriarchalisches Denken.
Ich bewundere den Mut von Frau Kelek.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 13:49

Alles schön und gut, aber die Verbände vertreten nicht die Türkei,

thomas schulz (peanutbutter)

sondern lediglich die Gruppe der Einwanderer, die am jahrhunderte alten Patriachat und an uralten Traditionen festhalten wollen oder müssen. Insofern ist es richtig, daß sie im Grunde genommen nur Lobbyisten dieser Gruppe sind und kein Mitspracherecht an der Gesetzgebung haben dürfen.

Daher halte ich aber die Überschrift dieses Artikels für falsch. Diese Verbände als Vetreter und/oder als Bevollmächtigter des türkischen Staates zu bezeichnen, ist schlichtweg dummes Zeug. Niemand würde auf die Idee kommen, z.B. den weissblauen Traditionsverein in Long Beach als Sprecher aller in Californien dauerhaft wohnenden Deutschen oder US-Bürger mit deutschen Vorfahren zu bezeichnen, auch wenn der Verein tatkräftig vom deutschen Konsulat in ihren Aktivitäten unterstützt wird.

Es ist der Versuch der deutschen Politik, diesen Verbänden mehr Bedeutung und Einfluß unter den hier lebenden Türken zuzumessen, als sie tatsächlich haben. Es ist der typische deutsche Hang, jeden Konflikt im Konsens regeln zu wollen. Dafür brauchen sie logischerweise eine Organisation, mit der man verhandeln kann. Dabei ist es egal, ob der andere überhaupt qualifiziert ist, hauptsache, man hat einen Tätigkeitsnachweis für die Öffentlichkeit.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 13:33

Zuwanderung und Integration sind nicht dasselbe

Christian Marhoff (cmarhoff)

Ich kann meine Vorredner nur unterstützen: Zuwanderung ist eine Sache, und da müssen wir sehr genau auswählen, wen wir holen; und Integration ist eine ganz andere Sache, die auf jeden Fall eine Bringpflicht der Eingewanderten ist.
Der Zwang zum Deutsch lernen vor der Einwanderung ist eine sehr sinnvolle Entscheidung, die jedes Land mit einer "Randsprache" (= alles ausser englisch spanisch chinesisch) so treffen sollte.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 13:21

innerhalb, oder außerhalb?

Klaus Steffen (krs)

Ist es ein Wunder, das Verhalten türkischer Verbände?
Ich meine nein. Aus den Einwänden erkennt man die Absicht.

Es scheint das Ziel zu sein, hier eine Einwanderung nach eigenem Gusto und Bedarf vorzunehmen. Und das ähnelt mehr und mehr einer Landnahme.

Und es schon eine Chuzpe, vom Gesetzgeber dieses Landes die Unterstützung für dieses Vorhaben zu fordern (!). Zugleich ist es die Bestätigung, jedwede "Integration" oder den Willen dazu, in's Reich der Träume zu verweisen.
Warum auch? schließlich zieht man ja eigentlich nur innerhalb der Türkei um.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 13:19

Danke!

Kai Klinge (kaaa)

Vielen Dank Frau Kelek für die weisen und wahren Worte.
Als Deutscher ist es mir nicht möglich, dasselbe zu sagen, ohne in die rechte Ecke gestellt zu werden und mundtot gemacht zu werden Ich danke Ihnen aus vollem Herzen. Denn es geht hier um viel mehr als nur vermeintliche "Diskriminierung". Es geht um die kulturelle Existenz Deutschlands, um die Freiheit aller hier Lebenden. Diese gilt es zu verteidigen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 13:07

Endlich!

Steve Schuster (PreSize)

Endlich spricht es jemand aus!

"Weder Islam- noch Türkenverbände haben auch nur eine Hand gerührt, um die Lage dieser Frauen zu verbessern, sondern immer nur ihr Recht und ihre Kultur verteidigt."

Danke F.A.Z.

Das einzige was aus diesem Lager kommt ist stolze und unpassende Kritik. Wir sind ein Einwanderungsland. Schon lange. Wer sich aber nicht mit dem Thema "Integration" befasst, hat hier auch nichts zu suchen!

Und obwohl wir hier immer noch relativ einfache Bedingungen haben, im Gegensatz zu anderen Nationen... (versuchen Sie mal amerikanischer Staatsbürger zu werden!) und unser soziales System das es JEDEM ermöglicht hier zu leben, wird nur Kritik verübt.

Integrationskonferenz... die Verbände nicht in das Gesetz miteinbezogen... da geht mir echt der Hut hoch!

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 12:40

Alles richtig gemacht.

Ingo Zoll (ingo24m)

Ich habe großen Respekt vor der türkischen Kultur, aber wie im Artikel schon benannt müssen sie sich einfach unserer Kultur anpassen und nicht so weiterleben wie in der Türkei. Wir haben das Recht ein Mindestmaß an Einsatz und Bereitschaft zur Eingliederung in Deutschland zu verlangen.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 12:18

Das ist doch nichts neues! Wacht auf!

thomas ackermann (chefmixer)

Alboga war früher selbst Mitgliéd einer radikal-islamischen Organisation. Deutschland, wann wachst du endlich aus deinen gefährlichen Multi-Kulti-Träumereien auf???

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 12:17

Verkommen wir zu einer türkischen Provinz

Rainer Redeker (rentner44)

Wer macht Politik bei uns ? Vertreter der DITIB wie Alboga, bezahlt vom türkischen Staat. Hier gehen schon seltsame Dinge vor sich.
Offenbar genießen die Berufstürken der DITIB, vom Staat Türkei geschützt, allesamt diplomatische Immunität. Verkommen wir mit der Zeit zu einer türkischen Provinz?
Fragen, wo es zur Zeit keine Anworten gibt ;
> Warum lässt unser Staat eine innenpolitische Einmischung durch den türkischen Staat zu ?
> Führt diese Einmischung der türkischen Politik, auch die der türkischen Presseorgane und der TV-Sender auf deutschen Terrain, letztendlich zur Vertiefung der Parallelgesellschaften ?
> Ist unsere Politik durch türkische Interessen schon so verfilzt, wie in Köln?
> Wer legt diese türkischen Organisationen mal an die Kette, und pfeift diese zurück und erinnert diese, wo sie zur Zeit leben ?
> Sieht man hier einfach zu, wie der türkische Staat über die DITIB auf deutschem Rechtsboden wirken kann?
> Gibt hier der Staat nicht sukzessive Souveränität ab, indem er andere schalten und walten lässt.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 12:00

Zwei Paar Schuhe

Matthias Koch (daleth)

Ein schöner und interessanter Beitrag!

Ich finde es wichtig und richtig, dass man zwischen Integration und Immigration eine Grenze sieht.
Weder darf die Immigrationspolitik zum Instrumentarium der Intergration werden, noch gilt das umgekehrte.

Deshalb war es absolut korrekt, dass man die im Artikel genannten Interessenvertreter ausschloss.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 11:53

Zuwanderungskatasprophe treffsicher als solche benannt

johannes höst (donpachi)

Danke für diese deutlichen und wichtigen Worte. Offenbar sind noch nicht einmal die türkischen Dachverbände selbst in der Lage, einen Blick in das Grundgesetz ihrer Wahlheimat zu werfen: Die Gesetzgebungskompetenz für Zuwanderung liegt nach Art. 73 beim Bund, das Rechtsstaatsprinzip nach Art. 20 ist Inbegriff unserer Gesellschaft und Werteordnung. Wer dies als beleidigend empfindet ist ein Verfassungsfeind und sollte auswandern. Und Claudia Roth mitnehmen. Die Zuwanderung muss scharf reguliert und begrenzt werden, solange noch eine innerstaatliche Kontrolle der ewig beleidigten Sozialimmigranten möglich ist. Frankreich gibt hier ein warnendes Beispiel.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 11:51

zu Kelek

Hrand Araratyan (araratyan)

Wenn die Zuwanderung nicht ein Teil der Integration ist, dann weiß ich nichts mehr.

Frau Kelek hat eine Schwäche: Sie Kritisiert nur den Islam und die Türken. Was ist mit der Rolle der Frau in den anderen Religionen ??

Wer nur nach den Mund der Mehrheitsgesellschaft, der Hardleiner redet, macht sich verdechtig.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
06. Juli 2007 11:45

Necla Keleks Gespühr für das richtige Wort zur richtigen Zeit

TOBIAS RÜGER (t.ruger)

Das scheinbar paradoxe ist, dass Necla Kelek originär linke Positionen einnimmt, Positionen, die die sich selbst als links präsentierenden Parteien (Grüne, SPD) längst beerdigt haben. Die linken Parteien sind in der Sackgasse ihrer Fantasielosigkeit zum Thema Deutschland steckengelbieben - dieser Staat von dem sie jederzeit alles fordern, mit dem sie sich aber unter keinen Umständen identifizieren wollen. Wer ein gestörtes Verhältnis zu seiner eigenen Kultur hat, kann keine sinnvolle Zuwanderungspolitik gestalten. Z.Zt. kommen die richtungsweisenden Impulse zu diesem Themenkomplex von liberalen Zuwanderen selbst. Wir müssen mehr auf sie hören.

Diese Lesermeinung bewertenBelanglos Lesenswert
1 - 15 von 57 Lesermeinungen
1 | 2 | 3 | 4 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche