Für eine Reform des Islam: Ayaan Hirsi Ali

Spezial Es wäre erwachsener, sich gegenseitig die Wahrheit zu sagen: Die Islamkritikerin Ayaan Hirsi Ali im Interview über eine Reform der Religion, den Fluch des Öls, despotische Regime und die Verbannung von Sparschweinen.

Lesermeinungen zum Beitrag

08. Oktober 2006 19:20
Wein, Koran und Paradies  
wilhelm rose (wilhelm.rose1)

Das Alkoholverbot des Korans ist im Laufe der Entwicklung immer rigider geworden. Eigenartigerweise gilt es nicht für das Paradies: "in diesem fließen (u.a) Ströme von Wein, lieblich für die Trinkenden.." (Sure 74,16). Das Paradies ist ein "Ort der Seligkeit, mit Bäumen und Weinreben bepflanzt... und mit Jungfrauen mit schwellenden Busen .....und vollgefüllte Becher" (Sure 78,33-35). Ein Paradies auf Erden, das sich nicht nur Heine wünschte, darf es im Islam leider wohl nicht geben.

Bewerten: schlecht gut
06. Oktober 2006 13:51
Die schleichende Scharia  
Bernd Hafenberg (Bernie0711)


Ich habe schon seit 30 Jahren immer wieder darauf hingewiesen und elf Jahre in islamischen Ländern gelebt. In Deutschland war niemand bereit, mich überhaupt anzuhören. Woran lag das ?

Bewerten: schlecht gut
05. Oktober 2006 14:52
@Genc  
Elisabeth Müller (liemue)

"Kein ungesunder Schweinefleisch, nicht mal verblödende Flasche Wein im Supermarkt und als Krönung keine idiotischen Sparschweine mehr."

Danke für diesen qualifizierten Beitrag zur westlichen Kultur.
Zur Information: kein (westlicher) Mensch zwingt Sie "verblödenden" Wein oder Schweinefleisch zu konsumieren, andererseits verbietet es Ihnen aber auch keiner. Dies genau ist nämlich der wesentliche Unterschied zwischen einer liberalen, toleranten und einer totalitären Gesellschaft.
Also lassen Sie unserer herrlich verlotterten, versoffenen, verderbten und dekadenten Gesellschaft gefälligst diese Freuden.

Gruß
Dr. Elisabeth Müller

PS: WEIN gab es als Kulturgut übrigens schon sehr lange bevor die Menschheit mit dem Islam beglückt wurde.
Wie man heutzutage der Wissenschaft sei Dank weiss ist dieses herrliche Getränk gesundheitsfördernd als auch entspannend zugleich. Aber wir bereits erwähnt: im Westen wird keiner zu seinem Glück gezwungen.

Bewerten: schlecht gut
05. Oktober 2006 04:40
Frau Hirsi Ali zu den Stufen des Jihad  
Thies Kadawer (toleranz11)

Kritik als Paranoia zu qualifizieren oder Quantitäten auszuspielen, werden dem nicht gerecht, was Frau Ali sagt.
Ich möchte das an einem Beispiel zeigen. In der Diskussion bei Christiansen war der Vertreter des Zentralrats der Muslime bestrebt, die Muslime als Opfer eines Generalverdachts hinzustellen. Er sagte zu dem Allah-Wort "Jihad", das Allah dem Mohammed als göttliches und deshalb unverrückbares Wort geoffenbart habe, daß es soviel wie "heilige Anstrengung" bedeute. Der Kabarettist Jürgen Becker, der sich im Gegensatz zu seinen türkischen Kollegen aus der Kabarett-Szene traut, auch den Islam auf die Schippe zu nehmen, korrigierte den Zentralratsvertreter, der offensichtlich dabei gewesen war, das unwissende Publikum zu täuschen.
Becker wies richtig darauf hin, daß dieses unantastbare Allah-Wort "Jihad" dem Mohammed geoffenbart wurde, als die Stadt seines Exils - Medina - von den Truppen des noch heidnischen Mekka, der Heimatstadt des Mohammed, angegriffen wurde.
"Jihad" bedeutet also zuletzt nicht pazifistische, sondern bellizistische aka kriegerische "Anstrengung" des Glaubens. Entscheidend dabei ist, daß der Moslem sich als Opfer definieren kann: Dann ist jede Gewalttat durch das unantastbare Wort Allahs gerechtfertigt.

Bewerten: schlecht gut
04. Oktober 2006 23:19
Die schleichende Scharia  
Hans Chr. Riedelbauch (riedelbauch)

Das Interview will aufmerksam gelesen werden, vielleicht liegt es auch zum Teil an der Übersetzung, doch davon abgesehen, hören wir nur Wahrheiten, die uns nicht gefallen und die wir doch täglich erleben und - hinnehmen.

Riedelbauch

Bewerten: schlecht gut
04. Oktober 2006 20:36
Gemeinsamkeiten  
Yakub Kambir (yezuk)

Viel lieber würde ich gerne von Moslems und Christen und Sonstigen, Beiträge lesen, welche den friedvollen und respektvollen Umgang wiederspiegeln, den ich mein ganzes Leben erleben durfte. Wer bei Sinnen ist, ist gegen Gewalt und für den Frieden.
Bei diesen Beiträgen fühle ich mich sehr unwohl, muss ich zugeben.
Ich werde sehr hellhörig, wenn ich Ausdrücke höre, wie "wir müssen, da aber vorsichtig sein" oder "Wie weit soll das noch gehen" etc...das erinnernt mich an Zeiten der sinnlosen Hetze und Mordens. Frau Ayaan Hirsi Ali ist sicherlich durch den Islam in Ägypten und Saudi Arabien geprägt. Mit dem radikalen Islam, der im Nahen Osten sicherlich weiter verbreitet ist als wo anders, können sich die meisten Muslime nicht anfreunden. Übrigens können sich auch nicht alle Christen mit dem radikalen Christentum anfreunden.
Es gibt weitaus mehr Gemeinsamkeiten, als auf den ersten Blick zu sehen sind. Auf diese sollte man sich konzentrieren. So zu handeln ist keine Unehrlichkeit, wie ich meine.

Bewerten: schlecht gut
04. Oktober 2006 20:00
Demokratie in Indien  
Marvin Hellwig (Kreuzfahrer)

Es ist fraglich inwieweit die zur Zeit größte Demokratie der Welt bestand hat. Demokratie ist seinerzeits in die Kolonialstaaten importiert worden und wurde ihnen dann aufgezwungen als Inbegriff der Zivilisation. Die westlich-säkularen Organisationsformen erleben heute starke Gegenströme seitens fundamentaler Religionsgruppen. Indien findet allmählich zurück zu seinen eigenen Werten der Zivilisation.

Bewerten: schlecht gut
04. Oktober 2006 16:20
Islam ist eine Gefahr für Europa  
Arthur Markarian (aMarkarian)

Frau Ayaan Hirsi Ali hat vollkommen recht. Ich bin in einem islamischen Land geboren und gewachsen, erst seit 12 Jahren lebe ich in Deutschland und fühle den größen Unterschied. Ich kann genau verstehen was sie sagt, ich kann es fühlen. Sollten wir in Europa nichts dagegen tun, werden die nächste Generationen hier in Europa probleme bekommen, vor allem wenn in einigen Jahren die Moslems hier aus Minderheit rauskommen, dann wird ein Problem hier. Euro-Islam ist eine nötwendigkeit.

Bewerten: schlecht gut
04. Oktober 2006 15:48
müssen wir uns rechtfertigen  
Martin Buchwald (Denken)

Ich denke das Frau Ali in vielen Punkt den Nagel auf den Kopf trifft.

Aber mich beschäftigt viel mehr die Frage, wieso soll sich ständig der Westen über Äußerungen und Ansichten die zum eigenen Kulturkreis getätigt wurden, anderen Staaten und Religionsführern gegenüber rechtfertigen?

Das eigentlich Empörende an alle dem ist doch viel mehr, das es aus unserer Sicht nichts zu rechtfertigen gibt, diese aber dennoch von uns gefordert wird.

Bewerten: schlecht gut
04. Oktober 2006 15:27
Scharia und Islam  
Johann Schnitzer (unsinn1)

Dieses Interview sagt wohl alles!
Da muß eine Afrikanerin kommen und den europäischen Politikern erzählen was Tatsachen sind!
Zu diesen Fakten braucht man keinen Professor, nur Augen auf machen, Logik und das Hirn einschalten.

Bewerten: schlecht gut
04. Oktober 2006 14:49
Schleichender Islam  
Marek Stancel (mareks)

Ich habe den Artikel und einige Kommentare gelesen und muss feststellen, dass diese von Islamisch gepraegten Mitbuergern kommen. Zum Ausgleich etwas von einem Christlich gepraegten Mitbuerger.

Frau Ayaan Hirsi Ali ist wie auch andere Religionskritiker die selbst keinem Glauben angehoeren ersteinmal von den meisten religioesen Menschen nicht ernst genommen. Ihr wissen kann nicht des eines Koran Lehrer sein und sie macht da natuerlich auch Fehler. Danke allen die dies hier objektiv dargestellt haben.

Nichts desto trotz ist vieles was Frau Ayaan Hirsi Ali anspricht richtig. Die Darstellungen erklaeren zumindest sehr viele Verhaltensweisen die ich mir bisher nicht erklaeren konnte.

So ist einmal eine junge tuerkische Patientin zu einem mir bekannten Artzt gekommen. Sie hatte eine schoene halskette, so fragte mein Freund was die Inschrift bedeute. Sinngemaess stand da, "Tod den Christen". Sie wusste nicht, dass mein Freund ein Christ ist...

Bewerten: schlecht gut
04. Oktober 2006 13:39
Sie dagegen, Herr Genc  
Willi Krüger (WKrueger)

sind freilich der mit fundiertem Wissen ausgestattete Kenner des Islams einserseits und dazu des Christentums inklusive der westlichen Kultur andererseits. Fragt sich nur, welche Qualifikationen Sie denn mitbringen. Man braucht wohl nicht Islamwissenschaft studiert haben, um zu erkennen, daß islamischer Terror, Frauenverachtung, Intoleranz, Hass gegenüber "Ungläubige" etc. nicht das Gelbe vom Ei sind, und mir ist eine "Unstudierte" tausendmal lieber als die krakeelenden "Weisen Männer," die mit grauem Bart, dunklem Turban und langer Kutte gar nicht so böse aussehen, wie sie sind. Übrigens verursacht auch mir Einiges Schmerzen, die ich bei Schweinsbraten und einem Gläschen Rotwein sogleich vergessen lassen möchte.
Prost

Bewerten: schlecht gut
04. Oktober 2006 13:19
Alte Wahrheiten  
wilhelm rose (wilhelm.rose1)

Vielen Dank für dieses Gespräch. All das, was Frau Hirsi Ali darin über den Islam sagt, konnte man schon lange vorher in vielen seriösen Publikationen lesen. Der Großteil der Meinungsmacher und Politiker hat dies aber bislang nicht zur Kenntnis nehmen wollen. Es ist zu hoffen, daß sich dies nach den letzten Ereignissen ändert. Ihr Artikel sollte Pflichtlektüre für alle sein. Wenn jemand Kritik üben will, sollte er diese Kritik mit den entsprechenden Belegen versehen und nicht - wie üblich - pauschal irgendwelche unbewiesenen oder sogar eindeutig wahrheitswidrigen Behauptungen aufstellen.

Bewerten: schlecht gut
04. Oktober 2006 11:35
Islamische Wahrheiten  
Markus Teuber (arathorn)

Frau Hirsi Ali spricht die Wahrheiten über den derzeitigen Islam aus.Gehört werden diese aber von denjenigen,die den Islam ändern müßten,mit Sicherheit nicht!

Welche absurden Diskussion,welche Proteste löste zum Beispiel das Verlangen westlicher Staaten ,die Finanzhilfe für Hamas (richtigerweise) -deren TOP 1 bis heute die unbedingte Vernichtung eines Nachbarstaates ist-einzustellen, auch in Deutschland und Europa aus.
Man fühlt sich an die linken Ideologen des Kalten Krieges erinnert,deren Losung hieß: nur nicht mit dem Kommunismus anlegen.
Heute heißt es:nur nicht mit dem Islamismus anlegen!

Bewerten: schlecht gut
04. Oktober 2006 11:27
Fehlen einer Autorität  
Julius Franzot (JFranzot)

Der wichtigste Satz in Frau Hirsi Alis Interview steht am Schluß: die islamischen Länder haben keine theologische Führung, die in der Lage wäre, über die Notwendigkeit einer Reform zu befinden und der nicht-islamischen Welt als möglicher Kontrahent zur Verfügung zu stehen. Wenn, sagen wir, die EU über, wieder als Beispiel, die Pflicht des Tragens eines Kopftuches in der Schule mit "dem Islam" verhandeln möchte, dann stünden ihr nur - oft selbst ernannte - lokale Häuptlinge als Gesprächspartner zur Verfügung, die bestenfalls für ihre lokale Gemeinschaft entscheiden könnten. Diese, im Falle einer "liberalen" Entscheidung, bekämen dann mit konservativeren Personen Ärger, auf die Gefahr hin, selbst zu Opfer von Racheakten im Namen des rechten Glaubens zu werden.
Es ist nicht nur ein Problem der Theologie: die Aufsplittung der islamischen Welt in einer Vielzahl von Staaten birgt in einem ursprünglich theokratischen System auch die Gefahr des ausseinander Driftens von politischen, im Islam gleichwohöl religiöser, Auffassungen, die letztendlich auf die unscharf definierte Rechtslage der Nachfolger der Kalifen zurückzuführen sind. So erklärt man sowohl innerislamische Konflikte als auch den sog. Kampf der Kulturen.

Bewerten: schlecht gut
1 - 15 von 16 Lesermeinungen
1 | 2 VorZum Ende blättern
Suche in Beitrag Lesername oder Login
Datum bis
FAZ.NET Suchhilfe
F.A.Z.-Archiv Profisuche