Irans Bildungssystem

Die beerdigte Krise

In Iran gleichen die Schulen oft einer Moschee während der Trauermonate. Der Handel mit Zeugnissen und die sexuelle Diskriminierung haben Hochkonjunktur. Denunziation gilt als Tugend. Und an den Universitäten steht es nicht besser.

Lesermeinungen zum Beitrag

06. Mai 2007 21:55

Das herrschende System schadet....

wolf haupricht (emilgilels)

.....einem offenen Bildungssystem einschl. Studienmöglichkeiten. Ich habe keinen Zweifel, dass die Schilderungen zutreffen. Auch im Bildungssystem fallen die Iraner von einem Extrem ins andere. Schade um die so vergeudeten Chancen von jungen Menschen, die nicht frei und offen sich ihrer Bildung ohne Bevormundung widmen können. Die Schuld hierfür liegt in der derzeitigen politischen Führung, die sich die Studenten zu Feinden machen. Das wird sich rächen, wenn die Studenten und die Universitäten als Hort heimlicher Freiheit auf die Barrikaden gehen werden. Dann hat Ahmadine... ausgedient und wird endlich von der Bühne verschwinden.

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06. Mai 2007 18:15

Unglaublich - ein völlig einseitiger Bericht

Marcella van Rijsweg (vanrijsweg)

Was soll ein vernünftiger Mensch denn von einer solchen Argumentation halten.

Da werden zu Beginn Zahlen ins Spiel gebracht, ohne die dazu gehörigen Größenordnungen oder Vergleichswerte zu benennen.

Es ist durchaus möglich, daß die benannte Selbstmordrate unter Studenten als extrem niedrig anzusehen ist.

Auch der Hinweis auf die angeblichen Drogensüchtigen ist ja wohl ein Eigentor. Auch hier fehlen die Vergleichswerte, um einschätzen zu können, ob positiv oder negativ zu werten.

Das soll wohl Eindruck schinden.

Ein historischer Rückblick "schwammig" gehalten.

Was aber gänzlich fehlt, ist eine Stellungnahme des zuständigen Ministeriums. Oder kann sich jemand vorstellen, daß ein seriöser Bericht über das deutsche Schulwesen verfasst wird, ohne dass die zuständigen Kultusministerien Gelegenheit zur Stellungnahme bekommen?

Sicher nicht - was bleibt ist leider eine gewisse Art von Propaganda.

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06. Mai 2007 13:17

Irans Bildungssystem? - Eine enseitig negative Schilderung....

Andreas Mooshammer (andimoosi)

Dieser Artikel ist so einseitig negativ vefaßt, daß er auf den
unvoreingenommenen Leser offensichtlich unglaubwürdig
wirkt.

Dass Irans Anteil an der weltweiten Wissensproduktion auf
weniger als ein halbes Prozent geschätzt wird mag ja angehen - wer kann eine solche wilkürliche Angabe schon nachprüfen.

Es fehlt an allen 'Ecken und Kanten' an den für eine
Einsachätzung notwendigen Vergleichszahlen/-Werten.

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06. Mai 2007 12:47

Dieser einseitig tendenziöse Artikel bedient die üblichen Vorurteile....

Cesar Chavez (cesarchavez)

Was würden die Deutschen sagen, wenn ein angeblich
Deutscher in Deutschland lebend, in der ausländischen Presse eines anderen Kulturkreises über das deutsche
Bildungssystem einseitig herbwürdigend herziehen würde?

Kann man einen solchen Menschen wirklich Ernst nehmen?

Sicher nicht.

Ein Beispiel:
"Aufgrund einer Studie, die erst kürzlich veröffentlicht wurde, greifen (angeblich) hundertfünfzigtausend Studenten im Land mindestens einmal im Monat zu Drogen."

Hmmm, also meine Erfahrungen in meinem Gastland haben gezeigt, daß die Mehrzahl der 'europäischen Studenten' mehrmals im Monat zu 'Drogen' greifen, als da sind Alkoholkonsum/Tabackgenuß/Haschisch oder weitere.

Im Übrigen:
Wer hat die 'Legionen' von Technkern und Ingeneuren und
Wissenschaftlern ausgebildet, welche unter wahrscheinlich
schwierigen Bedingungen - unter den Augen der
Weltöffentlichkeit - den 'Atomkreislauf' beherrschen.
Warum geht der Autor des Artikel nicht auf Erfolge ein.

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05. Mai 2007 16:59

Deus Absconditus und Demokratie..

Hayri Ergun (DrErgun)



Es ist erschreckend, dass die iranische Regierung es duldet, dass hundertfünfzigtausend Studenten im Land mindestens einmal im Monat zu Drogen greifen. Dies zeigt wiederum den Anteil von Iran, an der Weltdrogenproduktion.

Der Verdacht, dass islamisch geprägte Regierungen den Drogenhandel unter der Hand unterstützen, um Schein-Argumente zu erzeugen und den säkularen Ausbildungsprozess zu vernichten, verstärkt sich durch diese Beispiele

Eine von der Religion beschattete Politik, wie zu Anfangen des Christentums und im Mittelalter ist das schlimmste, was einem Land passieren kann.

Es ist tatsächlich eine Tragödie ersten Grades, was sich im Iran, im Irak, in nordafrikanischen Ländern oder Afghanistan abspielt. Nicht einmal der Einsatz der US-Truppen reicht aus, diese Länder aus dieser Misere herauszuziehen.


Deshalb ist eine laizistische Denkweise weltweit unverzichtbar für eine moderne Demokratie.

Dr. H. Ergun

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05. Mai 2007 03:25

Nicht unter den 2000 weltbesten Universitäten?

Gerhard Dünnhaupt (dunnhaupt)

Wie viele Unis gibt's denn im Ganzen, sollte man fragen --etwa 2005? Und Denunziation gilt als Tugend? Gut, dass es so etwas bei uns nie gegeben hat.

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04. Mai 2007 22:08

Warum diese Einschränkung auf Abiturienten

Torsten Klier (TorstenKlier)

Kommikion?
Alle Absolventen im Iran, seien es die der Haupt- oder Realschulen oder der Gymnasien, der Hochschulen und Universitäten, haben einen besseren Bildungsstand als die Deutschen.
Das, und nur das, ist der Grund, warum es im Iran den Menschen so gut geht. Das ist schon sprichwörtlich. Im Deutschen beispielsweise ist der Superlativ von „paradiesisch“ einfach „iranisch“.
Und deshalb versuchen jährlich zig-Millionen Deutsche die iranische Staatsbürgerschaft zu erwerben.

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04. Mai 2007 16:53

apropos Pisa

K.M. Kommikion (Kommikion)

Und dennoch hat ein iranischer Abiturient in der Regel eine besseren Bildungsstand als ein deutscher Abiturient, vergleicht man den Wissensstand in z.B. Mathematik, Literatur, Physik, Chemie, ja sogar, trotz ideologischer Belastung, auch in Geschichte.

Da muss es ja in Deutschland total trostlos bestellt sein ums Wissen! Wie eine Kirche an Karfreitag vielleicht?




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04. Mai 2007 16:03

religiös-politisch manifestierte Dummheit

Klaus Steffen (krs)

Egal, wie man es auch dreht und wendet: Immer und unabhängig vom System steht (nicht nur im Iran) als Motiv und treibende Kraft der Islam und seine Tradition, welche seit ca. 800 Jahren unwandelbar erscheint. Die Darstellung liest sich wie eine Bestätigung des Buches von Dan Diner („Versiegelte Zeit“). Fazit: Der angewandte Islam fördert Verblödung. Für freie Menschen mag das sogar ein gewisser Trost sein. Andererseits ist das Gewaltpotential der Blödheit beachtlich und latent. Und diese spiegelt sich in der Politik und in den Politikern eines Landes.

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04. Mai 2007 15:41

Iranische Universitäten

Shahriar Shahed (shahed)

Jedes Jahr (vorsichtig geschätzt) verlassen 200 Elitestudenten des Irans das Land und kehren ihrer Heimat auf Nimmerwiedersehen den Rücken.
Der Artikel über die prekäre Lage der iranischen Universitäten stimmt mich traurig.

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