30. August 2006 Der Schriftsteller Günter Grass will den Görlitzer Brückepreis nicht annehmen. Einen entsprechenden Bericht der Online-Zeitung FAKTuell vom Mittwoch bestätigte der Präsident der Gesellschaft zur Vergabe des Preises, Willi Xylander, auf Anfrage von dpa.
Nach seinem Eingeständnis, als Jugendlicher bei der Waffen- SS gewesen zu sein, hatten sich CDU-Politiker gegen eine Vergabe der Auszeichnung ausgesprochen. Xylander will Grass in einem Gespräch nun umstimmen. Die Jury halte an ihrer Entscheidung fest. Grass sollte die mit 2500 Euro dotierte Auszeichnung im November erhalten. Seine Darstellung der Geschichte von Polen und Deutschen sei exemplarisch für die Geschichte Europas und der Europäer im 20. Jahrhundert, hatte es bei der Zuerkennung im März zur Begründung geheißen.
Text: dpa
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