Bernard-Henri Levy

„Wer 'Stoppt den US-Imperialismus' wiehert, hat nichts begriffen“

Ist Amerika in der Krise? Der französische Philosoph Bernard-Henri Levy hat das Land ein Jahr lang bereist. Ein Gespräch über Macht, Religion, George W. Bush und poetische Idee einer Nation.

Lesermeinungen zum Beitrag

26. Januar 2006 18:31

Selbstgewiß

gisbert heimes (gisbert4)

Den Levy ficht kein Zweifel an. Nach dem Interview habe ich keine Lust mehr auf das Buch.

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26. Januar 2006 12:37

Trotziges Kind

Roland Pongratz (horizont78)

Wer 'Imperialismus' wiehert, der hat also nichts begriffen?

Natürlich ist die Sache komplizierter als das, aber so lange die US Regierung sich wie ein trotziges Kind immer wieder im Alleingang gegen internationale Beschlüsse stellt, so lange sie nicht das Hoheitsgebiet und die Rechte souveräner Staaten respektiert...

ich fürchte, so lange wird sich das amerikanische Volk in der Meinung der Weltöffentlichkeit, wenn vielleicht auch nur aus Mangel an anderen Perspektiven, auf die Taten ihrer Regierung reduzieren lassen, und damit leben, müssen.

Amerikanische Unternehmen gleichen denen in anderen Ländern, da geht es überall um Gewinnmaximierung, jedoch werden sie in den USA aktiver von der Außenpolitik ihres Landes unterstützt - einer aggressiven Politik.

In den letzten Jahren ist, in meinen Augen, jedenfalls nichts geschehen, das die USA politisch in ein sonderlich positives Licht rücken würde. Die Rolle des einsamen Streiters für eine terrorfreie, bessere Welt kaufe ich Bush nicht ab. Er provoziert Terror! Und den Imperialismus als Beschreibungsversuch für US Politik heranzuziehen ist doch recht naheliegend. Ist es eben komplizierter postmoderner, vernetzter low-intensity Imperialismus. Das Ergebnis ist gleich.

Wenn das amerikanische Volk so pluralistisch ist und offen und freiheitsliebend, wieso ändert sich dann nichts? Wieso lässt es sich so schlecht vertreten?

Es ist nicht nur der Neid, der uns Europäer wiehern lässt!
Sorge ist es!



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24. Januar 2006 13:00

Pluralistisch

Ulrich Hobelmann (ulrich.hobelmann)

Die USA sind vor allem eins: Ort der vielen Meinungen, wo sich Gleichgesinnte treffen, und unterschiedlich denkende auf breiten Raum leben. Man kann seine Meinung klarer mit sich herumtragen als in Europa, wird aber dennoch als Mitbürger immer respektiert.

Ich bin Levy sehr dankbar für dieses Buch und dieses Interview (ebenso wie der FAZ). Hoffentlich wird es auch in Europa zeigen, daß man gegenüber den USA nicht immer nur eine einzige homogene Meinung haben muß, vor allem, da die USA selbst ein so unglaublich großes, heterogenes, und verschiedenes Land sind.

Wir brauchen mehr Toleranz und Pluralismus. Eine Kultur, die sich immer mit Vornamen anredet, und wo kein Unterschied zwischen Du und Sie existiert, hat es da sicherlich leichter, aber das darf uns keine Ausrede sein.

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